Umtausch eines ausländischen EU-Führerscheins oder EWR-Führerscheins

Umschreibung einer Fahrerlaubnis aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (Island, Liechtenstein, Norwegen).

Benötigte Unterlagen: 

Personalausweis, Pass, elektronischer Aufenthaltstitel, ggf. auch Duldung

  • gültiger ausländischer EU-Führerschein, EWR-Führerschein (Papier- oder Karte) und sämtliche weitere Führerscheine
  • ein biometrisches Lichtbild nach den Bestimmungen der Passverordnung vom 19.10.07
  • ggf. bei Papierführerschein eine amtlich anerkannte Übersetzung: Einzelfallprüfung durch die Führerscheinstelle
  • ggf. Nachweis eines unabweisbaren Bedarfs von Auslandsfahrten: z.B. Arbeitsvertrag + Arbeitgeberbescheinigung

Sollten Sie zusätzlich die Verlängerung einer Lkw- oder Busklasse beantragen, beachten Sie bitte die Erläuterungen zu den entsprechenden Anliegen/Dienstleistungen.

Besonderheiten: 

Die Beantragung ist nur in der Führerscheinstelle des Rhein-Erft-Kreises möglich.

FAQs: 

Wird mein EU-Führerschein auf jeden Fall in Deutschland anerkannt?

Die Fahrerlaubnis muss im Ausstellerstaat gültig sein.

Des Weiteren muss der Führerschein im Ausstellerstaat rechtmäßig erteilt worden sein.

Zum Zeitpunkt der Erteilung darf in Deutschland keine Sperrfrist für die Erteilung einer Fahrerlaubnis vorgelegen haben.

Lkw- und Busklassen und bereits befristete Führerscheine unterliegen einer Umtauschpflicht.

Bin ich als Einwohner zum Umtausch meines ausländischen EU-Führerschein verpflichtet?

Inhaber von Pkw- und Motorradklassen sind bis zur allgemeinen Umtauschpflicht (19.01.2033) grundsätzlich nicht verpflichtet, einen gültigen, in Deutschland anerkannten EU-Führerschein umzutauschen. Ist der Führerschein bereits befristet, muss dieser entsprechend umgetauscht werden.

Bei Lkw- und Busklassen besteht grundsätzlich eine Umtauschpflicht.

Es gilt die deutsche Gültigkeitsfrist von 5 Jahren bzw. mit Ablauf des 50. Lebensjahres (§ 23 Abs. 1 in Verbindung mit § 76 Ziff. 9 FeV).

Sollte demnach mit Wohnsitz in Deutschland die Fahrerlaubnisklasse hier bereits nicht mehr gültig sein, besteht die Berechtigung nur noch sechs Monate.

Auch bei sonstigen Zweifeln an der Anerkennung des EU-Führerscheins wird ein Antrag auf Umschreibung empfohlen.

Rechtliche Grundlagen: 
  • Fahrerlaubnisverordnung (FeV)
Gebühren: 
  • 47,15
  • 54,55 bei nachweislicher Tätigkeit im Ausland
Fristen, zeitlicher Ablauf: 

Bei Antragstellung wird der ausländische Führerschein abgegeben. Es wird zunächst ersatzweise eine Ausnahmegenehmigung ausgestellt, gültig in Deutschland für 3 Monate.

Wenn der ausländische Führerschein geprüft wurde, wird der deutsche Karten-Führerschein zugeschickt.

Sofern Sie einen unabweisbaren Bedarf von Auslandsfahrten nachweisen, wird ein Karten-Führerschein bestellt und kann innerhalb weniger Tage in der Führerscheinstelle umgetauscht werden. Das Prüfungsverfahren wird anschließend nachgeholt.