Umtausch eines ausländisches Nicht-EU-Führerscheins

Umschreibung einer außerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) erworbenen Fahrerlaubnis.

Benötigte Unterlagen: 
  • Personalausweis, Pass, elektronischer Aufenthaltstitel, ggf. auch Duldung
  • gültiger ausländischer Führerschein und sämtliche weitere Führerscheine
  • ein biometrisches Lichtbild nach den Bestimmungen der Passverordnung vom 19.10.07
  • ggf. eine amtlich anerkannte Übersetzung: Einzelfallprüfung durch die Führerscheinstelle
  • ggf. weitere Unterlagen (z.B. Sehtest): Einzelfallprüfung durch die Führerscheinstelle
Besonderheiten: 

Die Beantragung ist nur in der Führerscheinstelle des Rhein-Erft-Kreises möglich.

Ein Umtausch ist nur gegen Abgabe des ausländischen Führerscheins möglich.

FAQs: 

Darf ich mit meinem ausländischen Führerschein in Deutschland ein Fahrzeug führen?

Ja, wenn die ausländische Fahrerlaubnis vor dem ordentlichen Wohnsitz in Deutschland erteilt wurde und die Befristung des Führerscheins noch nicht abgelaufen war. Die Berechtigung erlischt nach Ablauf von 6 Monaten.

Ist eine Umschreibung nach Ablauf von 6 Monaten noch möglich?

Ja, sofern die Fahrerlaubnis in Deutschland gültig war. Nach Ablauf mehrerer Jahre wird ggf. die theoretische und praktische Fahrerlaubnisprüfung angeordnet.

Ist für den Umtausch eine Prüfung notwendig?

Ob eine theoretische und/oder praktische Fahrerlaubnisprüfung erforderlich ist, ergibt sich aus dem Abkommen mit dem jeweiligen Land. Dies wird im Einzelfall durch die Führerscheinstelle geprüft und ergibt sich u.a. aus Anlage 11 FeV.

Welchen Vorteil hat der Umtausch des Führerscheins, wenn man Prüfungen ablegen muss?

Bei einer Umschreibung der ausländischen Fahrerlaubnis entfallen gesetzlich vorgeschriebene Mindeststunden in Theorie und Praxis bei der Fahrschule. Die Probezeit wird nicht neu erteilt.

Rechtliche Grundlagen: 
  • Fahrerlaubnisverordnung (FeV)
Gebühren: 
  • 47,15 (Staat, aufgeführt in Anlage 11 FeV)
  • 52,60 (Drittstaat)
Fristen, zeitlicher Ablauf: 

Mit der Einreise ist die ausländische Fahrerlaubnis in Deutschland maximal für 6 Monate gültig.

Der ausländische Führerschein wird bei Antragstellung abgegeben.

Sofern eine Fahrerlaubnisprüfung abzulegen ist, wird der Prüfauftrag erteilt und der Kartenführerschein bestellt.

Es wird zunächst ersatzweise eine Ausnahmegenehmigung ausgestellt, gültig in Deutschland für 3 Monate, längstens bis zur Gültigkeit der Fahrberechtigung in Deutschland.

Nach Prüfung des ausländischen Führerscheins und ggf. bestandener Fahrerlaubnisprüfung wird der deutsche Karten-Führerschein zugeschickt oder kann in der Führerscheinstelle ausgehändigt werden.