Führerschein zur Fahrgastbeförderung beantragen

Wer gewerblich ein Taxi, einen Bus, Mietwagen oder Krankenwagen fahren will, benötigt eine gesonderte Fahrerlaubnis.

Benötigte Unterlagen: 

Zur Entscheidung über den Antrag sind bei Erstbeantragung und Verlängerung die nachfolgenden Unterlagen erforderlich. Bei Erstbeantragung bitte Besonderheiten beachten!

  • Personalausweis/Pass
  • Nachweis des EU-Kartenführerscheins
  • (Polizeiliches) Führungszeugnis (Belegart O) (muss nicht mitgebracht, sondern nur bei der Stadtverwaltung persönlich beantragt werden; nicht länger als 3 Monate gültig)
  • Augenärztliches Gutachten (gem. Anlage 6 Nr. 2.1 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) 2 Jahre gültig)
  • Ärztliche Eignungs- und Leistungsuntersuchung nach Anlage 5 Nr. 1 + 2 FeV (1 Jahr gültig)
  • für Krankenkraftwagen: Erste-Hilfe-Bescheinigung (nur bei Ersterteilung)
  • Bei Erstbeantragung oder Verlängerung ab dem 50. Lebensjahr (Bus) oder 60. Lebensjahr (Taxi): Leistungstest
Besonderheiten: 

Bei Erstbeantragung:

Bitte vorab noch kein Führungszeugnis beantragen! Es reicht aus, zunächst nur mit Personalausweis und Führerschein in der Führerscheinstelle des Rhein-Erft-Kreises vorzusprechen! Vor Ort erhalten Sie dann die Information, welche Unterlagen in Ihrem Fall weiterhin erforderlich sind.

Hintergrund: Die Besonderheit bei der Erstbeantragung im Rahmen der Fahrgastbeförderung rührt daher, dass das Führungszeugnis zum Zeitpunkt der Entscheidung über den Antrag möglicherweise schon zu alt ist, wenn es vor der Antragstellung bereits bei der Stadtverwaltung beantragt wird. Gegebenenfalls muss der Antragsteller die Ortskenntnisprüfung ablegen oder es ist die Beiziehung anderer Unterlagen erforderlich, so dass sich das Verfahren über die Gültigkeitsdauer des Führungszeugnisses hinzieht. Das Führungszeugnis sollte folglich, zur Vermeidung unnötiger Kosten, erst nach der Antragstellung beantragt werden.

FAQs: 

Kann schon am Tag der Beantragung des Führungszeugnisses auch die Verlängerung des Personenbeförderungsscheins beantragt werden?

Das Führungszeugnis muss bei der Kommune beantragt werden und wird der Führerscheinstelle direkt zugesandt. Die Kommunen stellen eine Bescheinigung aus, dass ein Führungszeugnis beantragt wurde. Diese Bescheinigung kann mit zur Führerscheinstelle gebracht werden, so dass der Antrag auf Verlängerung des Personenbeförderungsscheins bereits gestellt werden kann, bevor das Zeugnis bei der Führerscheinstelle eingeht. Allerdings kann der Schein erst ausgehändigt werden, wenn die Prüfung abgeschlossen ist und das Führungszeugnis vorlag.

Wo kann ich die Ortskenntnisprüfung ablegen?

Bei der Führerscheinstelle des Rhein-Erft-Kreises für das Kreisgebiet. Bei einer nahgelegenen Führerscheinstelle, die diese Prüfung für das geforderte Gebiet anbietet.

Wie kann ich mich auf die Ortskenntnisprüfung vorbereiten?

Alle wichtigen Informationen finden Sie unter "Ortskundeprüfung" im Bereich Downloads.

Gibt es ein Mindestalter?

Bei erstmaliger Erteilung beträgt das Mindestalter 21 Jahre (bei Beschränkung auf Krankenkraftwagen 19 Jahre).

Wie lange muss man bereits im Besitz der Führerscheinklasse B sein?

Der Antragsteller muss gemäß § 48 Abs. 4 Nr. 5 FeV nachweisen können, dass er die Fahrerlaubnis der Klasse B seit mindestens zwei Jahren - bei Beschränkung der Fahrerlaubnis auf Krankenkraftwagen seit mindestens einem Jahr - besitzt oder innerhalb der letzten fünf Jahre besessen hat.

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?

Voraussetzung ist der EU-Kartenführerschein und

  • für Taxen:
    Nachweis der erforderlichen Ortskenntnis (bei Erstbeantragung und 5 Jahre bei Ablauf der Gültigkeit)
  • für Mietwagen:
    wenn Ort des Betriebssitzes mehr als 50.000 Einwohner besitzt: Ortskenntnisprüfung

Kann der Personenbeförderungsschein bei Vollständigkeit der Unterlagen immer sofort ausgehändigt werden?

Grundsätzlich ist das so. Beim Busführerschein verhält es sich jedoch etwas anders. Hier ist ein neuer Führerschein erforderlich, der bei der Bundesdruckerei bestellt werden muss. Der Ablauf ist hier wie bei der Erweiterung/Verlängerung des Führerscheins.

Rechtliche Grundlagen: 
  • Fahrerlaubnisverordnung (FeV)
Gebühren: 

Bei Ersterteilung des Führerscheins für Fahrgastbeförderung werden folgende Gebühren erhoben:

  • 41,60 € ggf. zzgl. Ortskenntnisprüfung 45,00 .

Bei Verlängerung des Führerscheins für Fahrgastbeförderung werden folgende Gebühren erhoben:

  • 37,00
Fristen, zeitlicher Ablauf: 

Nach Vorlage der kompletten Unterlagen wird der Personenbeförderungsschein in der Regel sofort ausgehändigt (Ausnahme: Busführerschein, siehe "FAQs").

Da seitens der Führerscheinstelle ein Auszug aus dem Verkehrszentralregister eingeholt werden muss, ist in der Regel ein nochmaliges Vorsprechen zur Aushändigung des Personenbeförderungsscheines notwendig. An diesem Termin kann dann auch die ggf. erforderliche Ortskenntnisprüfung abgelegt werden und evt. beim ersten Vorsprechen noch nicht vorgelegte Unterlagen nachgereicht werden.

Bei der Verlängerung des Personenbeförderungsscheines sind grundsätzlich dieselben Unterlagen wie bei der Erstbeantragung vorzulegen. Es empfiehlt sich, vorab das Führungszeugnis zu beantragen. In diesem Falle erfolgt eine schriftliche Mitteilung durch die Führerscheinstelle und es ist nur eine Vorsprache erforderlich.