Personen, die durch eine Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 Satz 1 SGB IX wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind, erhalten Leistungen der Eingliederungshilfe.

Bild zeigt Frau im Rollstuhl bei der Arbeit
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Laut Gesetz erhalten sie diese Leistungen wenn und solange nach der Besonderheit des Einzelfalles, insbesondere nach Art und Schwere der Behinderung, Aussicht besteht, dass die Aufgabe der Eingliederungshilfe erfüllt werden kann.

Die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ist eine Leistung der Sozialhilfe und teilweise abhängig vom Einkommen und Vermögen der antragstellenden Person. Zu beachten sind vorrangige Leistungsträger, z.B. die Krankenkassen. Folgende Leistungen werden zur Eingliederungshilfe gezählt:

  • Frühförderung
  • Feststellung der Behinderung
  • Einzelfallhilfen in Kindertagesstätten
  • Einzelfallhilfen in Schulen
  • Rechnungsabwicklung
  • Klassenfahrten mit Schulbegleitung
  • Therapien
  • Reha-Betriebe/Werkstätten
  • Freizeitassistenz
  • Hilfsmittel
  • Wohnraumanpassung
  • Mobilitätshilfe
  • Behinderte Kinder in Pflegefamilien
  • Betreutes Wohnen über 65 Jahren