Auch Privathaushalte können Beitrag zur Vorsorge leisten

Bild mit Jäger und seiner Ausrüstung
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Das Kreisveterinäramt und die Kreisjägerschaft haben in dieser Woche präventive Maßnahmen gegen eine Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest besprochen. Die zuständigen Behörden bei Bund und Land befürchten, dass die afrikanische Schweinepest auch in Deutschland auftreten könnte, nachdem diese bereits in einigen osteuropäischen Staaten festgestellt wurde.

Die Afrikanische Schweinepest ist nicht auf den Menschen übertragbar. Wenn sie jedoch bei Wildschweinen oder sogar Hausschweinen auftritt, hat dies weitreichende Folgen für die Fleischwirtschaft. Der Zugang deutscher Fleischprodukte zu ausländischen Absatzmärkten würde sehr wahrscheinlich und in schwer kalkulierbarem Ausmaß eingeschränkt. Nordrhein-Westfalen wäre aufgrund seiner großflächigen Schweine- und Fleischproduktion in den nördlichen Landesteilen besonders betroffen.

Als problematisch bei der Vorbeugung und Bekämpfung der Tierseuche haben sich in Osteuropa Wildschweinpopulationen erwiesen. Bereits geringe Mengen infizierten Blutes oder Fleisches reichen aus, damit sich Tiere anstecken. Da Wildschweine als Allesfresser auch Hausabfälle durchsuchen, können auch Privatpersonen zur Vorbeugung beitragen.

Jegliche Reste von Fleisch und Wurst, ganz besonders Produkte aus den bereits betroffenen baltischen Staaten, sowie Georgien, der Ukraine, Polen, Rumänien und Tschechien sollten immer nur so entsorgt werden, dass Wildschweine diese nicht erreichen können.

Das Verfüttern von Lebensmittelabfällen an Hausschweine ist ohnehin gesetzlich verboten. Auch Halter von Minipigs müssen sich an das Verbot halten, da sich auch diese Tiere mit der Seuche anstecken können.

Daneben ist die Jägerschaft aufgerufen, den Bestand an Wildschweinen entsprechend der waidgerechten Bestimmungen soweit wie möglich zu dezimieren. Der Kreis prüft im Rahmen seiner Kompetenzen zudem Möglichkeiten, die Jäger dabei zu unterstützen, einen Beitrag zu leisten, damit Nordrhein-Westfalen möglichst seuchenfrei bleibt.

Weitere Informationen zur afrikanischen Schweinepest sind auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (www.bmel.de/asp) erhältlich.