Wege in die Zukunft - Gemeinsam.Neues.Gestalten.

Foto zeigt v.l.n.r. Landrat Michael Kreuzberg, Hanno Kempermann und Prof. Dr. Beate Braun
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

„Wir brauchen mehr mutige Querdenker, die sich auch von widrigen Umständen nicht irritieren lassen. Diese Menschen sind es, die Türen für die Zukunft und die Chancen von morgen öffnen“, sagt Bestsellerautorin und Querdenkerin Anja Förster und stiftet das Publikum der REload Status Konferenz 2017 im Kreishaus zum Andersdenken an. Mit dieser Aufforderung kann Landrat Michael Kreuzberg gut leben: „Eine zeitgemäße Antwort auf die wachsenden Herausforderungen in unserer Region braucht mutige Entscheider, die heute schon an morgen denken und erkennen, dass wir diese nur gemeinsam bewältigen können“. Und der Landrat fährt fort: „Das haben wir auch Dank der Studie REload 2030 erkannt und setzen diese nun unter Federführung unserer Wirtschaftsförderung Rhein-Erft um.“

„Auch die Gutachter sollten bei der Erstellung der Standort- und Zukunftsstudie quer denken und neue Wege gehen“

erläutert Hanno Kempermann, Institut der deutschen Wirtschaft, den eingeschlagenen Weg konkrete kurz-, mittel- und langfristige Projektideen für die Zukunftsstudie zu entwickeln. Seit der Vorstellung von „REload- Zukunft Rhein-Erft-Kreis 2030“ im vergangenen Jahr ist eine neue Bewegung im Kreis entstanden, sich in den Bereichen der Fachkräftesicherung, der Innovationsaktivität und der Wohnortattraktivität neu zu positionieren. Um den Rhein-Erft-Kreis zukunftsfähig zu gestalten, machen sich die regionalen Unternehmen, Institutionen, Kommunen und alle Akteure vor Ort auf den Weg – das Ziel: Zukunft Rhein-Erft-Kreis 2030.

Es sind inzwischen vierzehn Projekte zur Umsetzung von REload auf den Weg gebracht worden: von Werkstattgesprächen zu Innovationen und Fachkräften über neue Veranstaltungsformate zu einem Schulwettbewerb und Wohnprojekten.

„Die Zukunft aktiv mit zu gestalten und sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen, das ist die Motivation der Akteure, die sich mit frischem Mut auf den Weg von „REload“ machen, denn jeder Einzelne kann sich für neue Ideen öffnen“

so fasst es Prof. Dr. Beate Braun, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH, zusammen.

Ob demografische Entwicklung oder Digitalisierung, um wettbewerbsfähig zu bleiben, gehen Unternehmen neue Wege und punkten nicht nur mit ihren Produkten oder Dienstleistungen. Aspekte des Innovationsmanagements werden gezielt aufgegriffen und die Arbeitgeberattraktivität gesteigert.

Die zunehmende Digitalisierung hat Einfluss auf Geschäftsmodelle und deren Kernprozesse. Daraus resultierenden Bedarfe und notwendigen Schritte für die regionalen Unternehmen sind Themen in Werkstattgesprächen und Workshops.

Fünf Unternehmen aus dem Rhein-Erft-Kreis berichten, was sie auf dem Weg zum attraktiven Arbeitgeber unternommen haben. Eine aussagekräftige Dokumentation gibt Aufschluss über die Beweggründe und Aktivitäten der Einzelnen.

Für die Gewinnung von zukünftigen Fachkräften gilt es heute schon die Schülerinnen und Schüler zu begeistern. Mathematik, Technik und Naturwissenschaften müssen kein trockener Unterrichtsstoff mehr sein. Die Projektgruppe JuNa („Jugendliche unterrichten Naturwissenschaften“), Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Frechen, haben die Anregung zu einem kreisweiten Schulwettbewerb des Kreises und der WFG aufgenommen und sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: sie entwickeln ein Video, dass Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 zur Teilnahme am Wettbewerb „ScienceTube Rhein-Erft“ animieren soll.

Beispiele für die Entwicklung einer unternehmerischen Innovationskultur geben Unternehmen aus dem Kreis, die die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Rhein-Erft-GmbH schätzen. Sie wollen frühzeitig die Weichen stellen und Schritt halten mit den sich verändernden Bedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft.

„Innovationstransfer ist keine Einbahnstraße“

erläutert Dr. Johannes Mandelartz, Dezernent Innovation / neue Technologien der FH Aachen, die Möglichkeiten von Wissensaustausch und Projektkooperationen zwischen den kleinen und mittleren Unternehmen des Rhein-Erft-Kreises und den Wissenschaftseinrichtungen im Umfeld. Die Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH begleitet den Prozess und unterstützt bei der Etablierung von Netzwerken.

Um den Kreis auch für junge und gut ausgebildete Menschen weiterhin attraktiv zu gestalten und Ansprüchen an Nachhaltigkeit und Effizienz gerecht zu werden, entwickeln auch Kommunen innovative Ideen und Visionen für die Stadt der Zukunft. Aspekte wie architektonische Attraktivität, Energieeffizienz, Wohnkomfort und Wirtschaftlichkeit sind genauso wichtig wie der Anspruch an Qualität, Flexibilität. Material und Design. Die Stadt Frechen präsentiert ein Beispiel für einen attraktiven Wohnort und eine lebenswerte Stadt. Dieser nimmt sich auch Prof. Dr. Frank Lohrberg, RWTH Aachen, Fakultät für Architektur, mit Studentinnen und Studenten des Lehrstuhls für Landschaftsarchitektur an.

Zum jetzigen Zeitpunkt haben sich zehn Unternehmen im Kreis besonders um den REload verdient gemacht und erhalten als besondere Visionäre, Anpacker und Networker die Auszeichnung als TOP-REloader mit dem REload-Award 2017.

„Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde ich mich freuen, wenn aus den vielen kleinen Ideen, die schon entstanden und in der Umsetzung sind, ein richtiges Innovationsklima im Rhein-Erft-Kreis entstehen würde“, fasst Johannes Klapper, Argentur für Arbeit Brühl die Stimmung des Nachmittags zusammen. „Der Prozess ist angestoßen und weitere Schritte auf dem Weg in die Zukunft folgen“

bekräftigt Prof. Dr. Beate Braun, Geschäftsführerin Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH und kündigt weitere innovative Veranstaltungen für das Jahr 2018 an.

REload erleben können die Besucher auf einer Entdeckungstour rund um die Veranstaltung im Kreishaus. Dabei stehen u.a. der Breitband@Mittelstand Roadshow-Truck mit der HoloLens, ein Security Parcours sowie eine Lernfabrik und ein virtuelles Klassenzimmer zur Erkundung bereit.

Die Zukunftsstudie REload – Zukunft Rhein-Erft-Kreis 2030 ist eine Studie, die die Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH (WFG) in Auftrag gab und die vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln ausgearbeitet wurde. Die Themenschwerpunkte bilden zum einen die Förderung einer innovationsstärkeren Wirtschaft und zum anderen die ausreichende Versorgung mit Fachkräften sowie ein attraktives Wohnumfeld mit entsprechender Infrastruktur im Rhein-Erft-Kreis bis 2030.

Durch die aktuellen und weiterfolgenden Inhalte der Website werden die konkreten Handlungsanweisungen der Studie aufgegriffen und umgesetzt, um den Rhein-Erft-Kreis wirtschaftlich auch in Zukunft handlungsfähig sowie attraktiv zu halten. Details auf der Webseite (www.reload2030.de).