Öffentlicher Fachtag im Rahmen der 4. Demenzwoche findet am 25. April im Kreishaus statt

Bild zeigt alten Mann und besorgten Sohn
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Fast jeder vierte Einwohner des Rhein-Erft-Kreises hat einen Migrationshintergrund, alleine 13.000 Menschen davon sind älter als 65. Die Prognosen gehen davon aus, dass sich diese Zahl bis 2030 verdoppeln wird.

Grundsätzlich sind altersbedingte gesundheitliche Einschränkungen bei allen Menschen vergleichbar, die Herkunft spielt dabei keine Rolle. Dennoch gibt es Umstände, die bei der Versorgung älterer Migranten nicht nur die Betroffenen, sondern auch Einrichtungen, Fachkräfte und Angehörige vor besondere Herausforderungen stellen.

Das beginnt bei der weniger stark ausgeprägten Vertrautheit von Migrantinnen und Migranten mit dem deutschen Gesundheits- und Pflegesystem und endet bei gravierenden Problemen im täglichen Umgang mit Pflegebedürftigen. So können die Folgen einer Demenzerkrankung bei Menschen mit Migrationshintergrund so weit gehen, dass sie die erlernte Zweitsprache Deutsch verlernen. Die Folgen für die Betreuung dieser Menschen sind weitreichend.

Mit einer Fachtagung im Rahmen der 4. Demenzwoche Rhein-Erft rückt das Kommunale Integrationszentrum des Kreises das Thema „Migration, Alter, Demenz“ am Mittwoch, den 25. April, in den Fokus. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten – von Laien bis hin zu Fachkräften. Der kostenlose Fachtag beginnt um 9:00 Uhr im Großen Sitzungssaal des Kreishauses (Willy-Brandt Platz 1, Bergheim). Zur besseren Planung sind Anmeldungen dennoch erbeten und an ki [at] rhein-erft-kreis.de zu richten.