Runder Tisch Acker-Artenvielfalt tagt in Bedburg

Teilnehmer des Runden Tischs zur Förderung der Acker-Artenvielfalt im Rhein-Erft-Kreis
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Rhein-Erft-Kreis

Teilnehmer des Runden Tischs zur Förderung der Acker-Artenvielfalt im Rhein-Erft-Kreis

Das Amt für Umweltschutz und Kreisplanung des Rhein-Erft-Kreises weitet die Zusammenarbeit mit den hiesigen Landwirten beim Artenschutz aus. In den vergangenen Tagen trafen sich Landwirte, die Ackerflächen rund um den Tagebau Garzweiler und im Bereich der Rekultivierungsflächen in Bedburg-Königshoven bewirtschaften. Im Rahmen des „Runden Tischs zur Förderung der Acker-Artenvielfalt im Rhein-Erft-Kreis“ trafen sich Vertreter der Landwirtschaftskammer, der Kreisbauernschaft, der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft, des Rhein-Erft-Kreises, um miteinander Maßnahmen zur Unterstützung gefährdeter Feldvögel wie Feldlerche, Rebhuhn und Grauammer zu beraten. Beim letzten Treffen nahmen auch Teilnehmer der RWE Power AG teil.

Zu den besprochenen Schutzmaßnahmen, welche die Landwirte freiwillig einhalten, gehören Blühstreifen an Feldrändern, die mit heimischen Ackerkräutern bepflanzt werden. Diese Flächen dienen als Anziehungspunkte für Insekten, welche den Feldvögeln damit Nahrung, Brutflächen und Deckung im Winter bieten.

„Ich kann auf meinen Feldern endlich wieder Rebhühner beobachten. Das ist ein schöner Erfolg und ich merke auch, wie sich Spaziergänger und Anwohner über die bunt blühenden Flächen sowie die dort lebenden Vögel freuen“ berichtet Landwirt Manfred Riesen aus Kerpen von seinen Erfahrungen mit den Naturschutzmaßnahmen.

„Durch den kooperativen Ansatz zwischen Landwirtschaft und Naturschutz im Kreis sehen wir die Sorgen und Nöte beider Seiten. Das ermöglicht einen konstruktiven und fairen Umgang miteinander. Darum sind wir auch sehr glücklich über die durchweg positive Resonanz der Landwirte aus Königshoven und ihre Bereitschaft, zum Erhalt der Feldvögel beizutragen“ ergänzt der Vorsitzende der Kreisbauernschaft, Willy Winkelhag.

Auf lange Sicht streben alle Beteiligten an, aus einer Vielzahl einzelner Maßnahmenflächen ein dichtes und kreisweites Netz von Schutzflächen entstehen zu lassen.

Mehr Informationen zu Artenschutzmaßnahmen für Feldvögel im Rhein-Erft-Kreis sowie Förderprogramme geben Elisabeth Verhaag (0176-81024438) von der Landwirtschaftskammer Köln-Auweiler sowie Matthias Schindler (0176-78621112) und Bernd Arnold (0177-3081170) von der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft.