Zinsgünstige Darlehen und Tilgungsnachlässe sind möglich

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Der Abteilung für Wohnungswesen der Kreisverwaltung stehen in diesem Jahr insgesamt rund 20,8 Millionen Euro aus Landesmitteln zur Verfügung, um den sozialen Wohnungsmarkt an Rhein und Erft zu fördern.

Die Summe teilt sich in die Bereiche „Förderung der Schaffung von preisgünstigen Mietwohnungen“ (16,6 Mio. EUR), „Eigenheimförderung“ (2,5 Mio. EUR) und „Förderung der Modernisierung von bestehendem Wohnraum“ (1,7 Mio. EUR) auf.

Antragsberechtigt im Mietwohnungsbau sind sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, die sozialen Wohnraum schaffen wollen. Im Vergleich zum Jahr 2017 ist der Topf zur Förderung des Mietwohnungsbaus in diesem Jahr um 1,5 Mio. Euro angewachsen. Aus diesem Topf tatsächlich abgerufen wurden im Vorjahr 11,3 Mio. Euro. Die durchschnittlichen Fördersummen sind aufgrund der Vielzahl an Faktoren nicht genau zu beziffern.

Im Rhein-Erft-Kreis herrscht eine große Nachfrage an preisgünstigen und barrierefreien Mietwohnungen. In den Städten Brühl, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim und Wesseling herrscht eine hohe Nachfrage, für die Städte Bedburg, Bergheim und Elsdorf ein überdurchschnittlicher Bedarf. Die Fördersätze und die Bewilligungsmieten sind in diesem Jahr angehoben worden.

Im Eigenheimbereich kann bei einem Haushalt mit zwei Kindern mit einem Förderdarlehen von durchschnittlich 130.000 Euro gerechnet werden. Die Eigenheimförderung steht Familien mit wenigstens einem Kind oder einer schwerbehinderten Person in der Hausgemeinschaft zu. Außerdem darf ein gewisses Familieneinkommen nicht überschritten werden. Besonders im Eigenheimbereich wurden die Darlehenssätze in diesem Jahr angehoben und erstmals Tilgungsnachlässe eingeführt. Dies gilt sowohl für den Neubau als auch für den Erwerb einer Bestandsimmobilie.

Neben Bau und Erwerb kann auch die Modernisierung von Bestandsimmobilien gefördert werden. Zu den förderwürdigen und wertsteigernden Maßnahmen zählen die Schaffung von Barrierefreiheit, Energieeffizienzmaßnahmen oder Verbesserungen beim Einbruchschutz. Die Modernisierungsdarlehen dürfen 100.000 Euro pro Maßnahme nicht übersteigen.

Die Förderung aus allen Töpfen erfolgt in Form zinsgünstiger oder teilweise auch zinsloser Darlehen, die mit Tilgungsnachlässen gewährt werden können. Sogar Teilschulderlasse sind in manchen Fällen möglich.

Über die Details der Fördervoraussetzungen aller Töpfe informiert das Amt für Hochbau/Obere Bauaufsicht und Wohnungswesen nach Terminvereinbarung. Kontaktdaten und weitere Informationen sind auf der Homepage des Kreises zu finden.