Fachtag im Kreishaus sehr gut besucht

Teilnehmer des Fachtages zur Mehrsprachigkeit mit Unterrichtsmaterial
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Rhein-Erft-Kreis

Der Umgang mit Sprache - besonders mit Mehrsprachigkeit - in Kindertageseinrichtungen war Gegenstand des vom Kommunalen Integrationszentrum Rhein-Erft-Kreis ausgerichteten Fachtags „Mehrsprachigkeit in der Kita – Herausforderungen und Handlungsoptionen“ am 21. November.

Die Auseinandersetzung mit dem mehrsprachigen Aufwachsen von Kindern erhält bereits seit einiger Zeit erhöhte Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt wegen der Zuwanderung von Familien mit Fluchterfahrung in den vergangenen Jahren gewinnt das Thema weiter an Aktualität. Das große Interesse im Vorfeld der Veranstaltung bestätigte sich am Fachtag: insgesamt nahmen mehr als 80 vorwiegend Fachkräfte an der Veranstaltung teil.

„Mehrsprachigkeit ist vielschichtig!“. Mit diesen Worten begrüßte Schul- und Sozialdezernent Christian Nettersheim die Erzieherinnen und Fachberatungen der kommunalen Jugendämter und freien Träger sowie einige ehrenamtlich Tätige im Sitzungssaal des Rhein-Erft-Kreises. Dabei verwies Herr Nettersheim nicht nur auf die Sprachen von Neuzugewanderten, sondern betont auch auf die vielen Dialekte und Anglizismen, welche die deutsche Sprachenlandschaft zunehmend prägen.

Wie vielschichtig Mehrsprachigkeit - und der Umgang mit ihr im Arbeitsalltag - ist, zeigte der Vortrag von Herrn Dr. Gantefort vom Mercator Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich mit dem Konzept von Mehrsprachigkeit sowie den Folgen für die pädagogische Praxis. Neben dem theoretischen Wissen zeigte Herr Gantefort am Beispiel des „dialogischen Lesen“ eine Hilfestellung für die Arbeit mit den Kindern auf.

Zum Abschluss des Fachtags konnten die Teilnehmer sich auf einem Markt der Möglichkeiten über konkrete Angebote und Arbeitsmaterialien zum Thema informieren.