Integrationsstaatssekretärin Serap Güler hat heute ihre Herbsttour durch Nordrhein-Westfalen gestartet, bei der sie fünf Kommunale Integrationszentren besucht.

Bild zeigt Staatssekretärin Serap Güler beim Besuch des Kommunalen Integrationszentrums des Rhein-Erft-Kreises
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

„Mir ist wichtig, die Integrationsarbeit in den Kreisen und kreisfreien Städten vor Ort persönlich kennenzulernen. Die Bedarfe sind in den Regionen sehr verschieden. Das müssen wir stärker berücksichtigen“, sagte die Staatssekretärin in Bergheim.

Bei einer Sommertour hatte sie sich bereits in 14 Einrichtungen informiert.

Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland, in dem es Kommunale Integrationszentren gibt. Die Einrichtungen bieten Angebote für Kinder und Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte, die die Bildungschancen verbessern sollen. Daneben koordinieren sie die Aktivitäten und Angebote der Kommunen und freien Träger in Bezug auf Integration und das Zusammenleben in Vielfalt. Seit 2015 unterstützen die Kommunalen Integrationszentren Bürgerinnen und Bürger, die sich vor Ort um Geflüchtete kümmern.

Staatssekretärin Güler lobte zum Auftakt ihrer Herbsttour die Arbeit der Einrichtungen:

„Für die bessere Vernetzung der Integrationsarbeit vor Ort sind die Kommunalen Integrationszentren mittlerweile unverzichtbar. Die Landesregierung wird der kommunalen Integrationsarbeit neue Struktur verleihen und hat vereinbart, die Voraussetzung für eine auskömmliche Finanzierung der Einrichtungen aus Landesmitteln bis zum Ende der Legislaturperiode 2022 zu sichern.“

Im Rhein-Erft Kreis liegt ein Schwerpunkt in der Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung der kreisweiten Willkommenskultur. Daneben sollen vor allem Grundschulen bei der Umsetzung zur mehr-sprachigen Bildung und der interkulturellen Schulentwicklung unterstützt werden.

Kreisdirektor Michael Vogel sagte während des Besuchs:

„Integration braucht einen langen Atem. Es ist eine Querschnittaufgabe, an der sich viele Akteure beteiligen müssen. Wir sind dankbar, dass dabei im Rhein-Erft-Kreis neben den Hauptamtlichen auch so viele Freiwillige an einem Strang ziehen. Uns freut umso mehr, dass die Landesregierung bei dieser wichtigen Aufgabe ein verlässlicher Partner ist.“

2012 hatte der Landtag mit den Stimmen der Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP das Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Damit wurde auch der Grundstein für die Einrichtung der Kommunalen Integrationszentren gelegt. Heute verfügen 53 der 54 Kreise und kreisfreien Städte in NRW über ein Kommunales Integrationszentrum. 2016 wurden insgesamt rund 39,4 Millionen Euro für die Arbeit der Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Davon kamen 19,6 Millionen Euro aus den kommunalen Haushalten, 14,5 Millionen Euro waren Landesmittel und fast 5,3 Millionen Euro waren Stiftungs- und Drittmittel.