16 Mio.-Bau wird bis Mitte 2019 fertiggestellt

Teilnehmer Grundsteinlegung BK Bergheim
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Rhein-Erft-Kreis

(v.l.n.r.) Mit Maurerkelle in Aktion: Heidi Tschepe (Vors. Schulausschuss), Schulleiterin Heike Hesselmann-Grießbach, Erste Beigeordnete Wolfgang Berger, Landrat Michael Kreuzberg, Norbert Gehrmeyer (VINCI Facilities SKE).

Der nächste wichtige Zwischenschritt ist gemacht: Am heutigen Freitag haben Landrat Michael Kreuzberg als Schulträger, der Erste Beigeordnete der Stadt Bergheim, Wolfgang Berger, die Schulleiterin Heike Hesselmann-Grießbach sowie Norbert Gehrmeyer vom beauftragten Unternehmen VINCI-Facilities SKE den Grundstein zum Teilneubau des Berufskollegs Bergheim vor ca. 60 geladenen Gästen gelegt.

Im Dezember 2017 wurde die Firma VINCI Facilities SKE vom Kreistag mit der schlüsselfertigen Errichtung des Schulneubaus mit Sporthalle inklusive zugehöriger Parkplatz- und Freianlagen beauftragt. Seitdem sind alle Vor- und auch die Erdarbeiten nach Plan verlaufen; im Juli 2019 werden die Arbeiten abgeschlossen sein.

Landrat Michael Kreuzberg betonte bei seiner Ansprache: „Der Teilneubau setzt konsequent die Stärkung des Bildungsstandorts Rhein-Erft fort. Wenn der Kreis im großen Stil investiert, dann investiert er in Bildung.“

Als Vertreter der ausführenden VINCI Facilities SKE dankte Norbert Gehrmeyer für das vom Kreis entgegengebrachte Vertrauen und versprach „an dieser Stelle eine qualitativ hochwertige Umsetzung“ auf deren Abwicklung sich das Unternehmen freue.

Das Berufskolleg Bergheim ist derzeit noch auf drei Standorte verteilt: der Hauptstandort befindet sich in der Kettelerstraße in Bergheim, der größere Nebenstandort in Frechen sowie ein weiterer Nebenstandort in Bergheim-Oberaußem. Angesichts steigender Anmeldezahlen für die Bildungsgänge des Berufskollegs haben Kreisverwaltung und Kreistag die Entwicklung der Schule in den vergangenen Jahren systematisch geplant. So stand zu Beginn des Prozesses eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, welche die Reduzierung der Standorte empfohlen hat. Dieser Empfehlung wird mit dem Neubau entsprochen. Während die angemieteten Räume in Oberaußem nicht weiter vom Kreis genutzt werden, ist für die im Kreisbesitz befindlichen Räumlichkeiten in Frechen geplant, sie anderweitig schulisch zu nutzen.

Auftragsumfang

Der Teilneubau des Berufskollegs wird die Klassenräume für die Berufszweige „Körperpflege“ und „Sozialwesen“ aufnehmen. Insgesamt werden somit 16 Klassenräume, drei spezialisierte Praxisräume für einzelne Bildungsgänge der beiden Berufszweige, ein Musikraum, ein Kunstraum und zwei Naturwissenschaftsräume untergebracht. Hinzu kommen die üblichen Lager-, Sanitär- und Nebenräume, ein Lehrerzimmer, Büroräume für die Schulleitung, Räume für die Schulsozialarbeiter und eine Zweifeld-Sporthalle.

Insgesamt wird eine Nutzfläche von etwa 2.800 qm errichtet, weitere rd. 1.300 qm sind für die Sporthalle mit Nebenanlagen geplant. Die Räume werden von schätzungsweise 550 Schülerinnen und Schülern sowie 37 Lehrkräften genutzt.

Der Entwurf des Schulgebäudes weist eine hohe architektonische Qualität auf, welche so auch von der Stadt Bergheim gewürdigt wurde.

Eine Besonderheit bei den Planungen ist die Einrichtung sog. „Cluster“. Damit bezeichnet man Raumgruppen, bei denen Lern- und Unterrichtsräume gemeinsam mit den zugehörigen Differenzierungs-, Aufenthalts- und Erholungsbereichen zu eindeutig identifizierbaren Einheiten zusammengefasst werden. Auf den Multifunktionsflächen kann Unterricht ausgelagert werden und selbstorganisiertes Lernen in Gruppen stattfinden. Die heute beauftragten Ausführungen unterstützen das pädagogische Konzept der Schule zur vollsten Zufriedenheit der Schulleitung.

Konkret ist die Clusterbildung so geplant, dass mehrere Klassenräume jeweils um eine Multifunktionsfläche herum angeordnet werden. Die Klassenräume sollen über große transparente Flächen Blickbeziehungen zu der Multifunktionsfläche bieten.

Kosten

Die Baukosten für das Schulgebäude sowie die Sporthalle betragen insgesamt rund 15,8 Mio. Euro, die Betriebskosten über die 25 Jahre belaufen sich für die Instandhaltung, Wartung, Schönheitsreparaturen sowie Versicherungen auf rd. 144.000 Euro pro Jahr.

Auf Basis des Wirtschaftlichkeitsnachweises ergibt dies über die ÖPP-Laufzeit von 25 Jahren eine Kostenersparnis von 3,2 Mio. Euro im Vergleich zu einer Eigenrealisierung durch den Rhein-Erft-Kreis. Der Effizienzvorteil für den Rhein-Erft-Kreis durch die Wahl des ÖPP-Modells liegt somit bei etwa 12 Prozent.

Bauphase

Die Rohbauarbeiten werden nun beginnen und sollen Ende Dezember 2018 abgeschlossen sein. Die Gesamtfertigstellung ist Mitte Juli 2019 geplant, sodass der Umzug der Schule bis Ende der Sommerferien 2019 abgeschlossen sein kann.