Teilnehmer diskutierten grundsätzliche Ziele und Möglichkeiten im Kreishaus

Zahlreiche Teilnehmer kamen zur Auftaktveranstaltung des Gesundheitsamtes im Kreishaus zusammen
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Rhein-Erft-Kreis

Zahlreiche Teilnehmer kamen zur Auftaktveranstaltung des Gesundheitsamtes im Kreishaus zusammen

Kinder psychisch kranker Eltern haben ein erhöhtes Risiko für vielfältige Belastungen im Alltag wie beispielsweise Stigmatisierung, vorübergehende mangelnde Versorgung oder Überforderung. Zudem werden sie häufiger auch selbst psychisch krank. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, im Rahmen der Behandlung und Versorgung der Eltern frühzeitig die Kinder in den Blick zu nehmen und niedrigschwellige sowie spezifische Hilfsangebote, passend für die ganze Familie, zu ermöglichen.

Im Kreishaus in Bergheim hatten Anfang Juli der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes des Rhein-Erft-Kreises unter Leitung von Herrn Lüdigk, Arzt für Psychiatrie, und der Amtsleiter für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Erftstadt, Herr Joachim Feldmann, gemeinsam zu einer ersten Auftaktveranstaltung zum Thema „Verbesserung der Kooperation zwischen Erwachsenenpsychiatrie und Jugendhilfe im Rhein-Erft-Kreis“ eingeladen.

Rund 55 Teilnehmer aus verschiedenen Institutionen der Gesundheits- und Jugendhilfe, u.a. auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der psychiatrischen Kliniken, Dienste für ambulant betreutes Wohnen, Jugendämter, Sucht- und Drogenberatung, Familienberatungsstellen u.v.m) kamen zusammen und diskutierten grundsätzliche Ziele und Möglichkeiten für eine langfristig angedachte Zusammenarbeit in Anlehnung an das bestehende Kooperationsmodell der Stadt Köln. Leitendes Ziel ist es, die derzeitige Situation von Kindern und Jugendlichen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist weiter zu verbessern und im Bedarfsfall auch effektive, multiprofessionelle Hilfen den betroffenen Familien anzubieten.

Im Ergebnis zeigten sich bei den Teilnehmern ein großes Interesse an einer kreisweiten Umsetzung und bereits konkrete Bedarfe hinsichtlich einer koordinierten und verbindlicheren Versorgung von psychisch kranken Eltern und ihren Kindern. Jetzt gilt es, bestehende Ressourcen zu bündeln und mithilfe einer Arbeitsgruppe ein regionsspezifisches Konzept zu erarbeiten.