Interkulturelle Kommunikation im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst ist aktueller denn je

Bild zeigt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildung
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Gemeinsam mit der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf bildet der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Kreisgesundheitsamtes 18 medizinische Fachkräfte und Ärzte aus ganz Deutschland zum Thema „Interkulturelle Kommunikation im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst“ im Kreishaus in Bergheim fort. Auf den Einführungskurs am 26./27. Januar wird im März ein vertiefender Aufbaukurs folgen.

Die Arbeit mit Kindern und Eltern mit Migrationshintergrund ist seit Langem von Bedeutung für die kommunalen Kinder- und Jugendgesundheitsdienste. Es ist seit jeher die Aufgabe der Gesundheitsämter, Schuleingangsuntersuchungen bei schulpflichtigen Kindern vorzunehmen. Die Flucht- und Zuwanderungsbewegungen der vergangenen Monate verstärken die Notwendigkeit, das Personal der Kinder- und Jugendgesundheitsdienste auf den Umgang mit Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen und bei Sprachbarrieren vorzubereiten. Insbesondere der Umgang mit Flüchtlingen aus Kriegsgebieten sowie die Versorgung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge sind extrem anspruchsvoll, aber inzwischen auch alltägliche Aufgabe.

Ziel der Veranstaltung ist die Stärkung der Fachkräfte im Umgang mit Eltern und Kindern verschiedener kultureller Herkunft. Die Teilnehmer der Fortbildungen erhalten Einblick in kulturelle Besonderheiten im Umgang mit Krankheit, Gesundheit und Heilung. Gleichzeitig werden präventive Ansätze zur Vermeidung interkultureller Missverständnisse und Konflikte vermittelt.