Der Rhein-Erft-Kreis und seine Kommunen, Köln, Dormagen und Rommerskirchen unterzeichnen Charta des „Stadt Umland Netzwerks“

Bild zeigt Landrat Michael Kreuzberg (mit Tafel rechts), welcher als Vertreter des Konsortialführers Rhein-Erft-Kreis die Bürgermeister der weiteren S.U.N.-Kommunen im Walzwerk Pulheim begrüßte
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Landrat Michael Kreuzberg (mit Tafel rechts) begrüßte als Vertreter des Konsortialführers Rhein-Erft-Kreis die Bürgermeister der weiteren S.U.N.-Kommunen im Walzwerk Pulheim

„Wenn unsere Zusammenarbeit Früchte tragen soll, wird es unerlässlich sein, nicht nur gemeinsam zu tagen, sondern die konkreten Ergebnisse unserer gemeinsamen Arbeit in die Fortschreibung der Regionalpläne der Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf einfließen zu lassen.“

(Landrat Michael Kreuzberg in seinem Grußwort)

Die Stadt Köln und ihr linksrheinisches Umland wappnen sich für die zukünftigen Herausforderungen der Stadtentwicklung: stark steigende Bevölkerungszahlen mit dem entsprechenden Wohnraumbedarf, Engpässe auf Straßen und Schienen und die drohende Überlastung der Infrastrukturen.

Landrat Michael Kreuzberg unterzeichnete am heutigen Tag ebenso wie Vertreterinnen und Vertreter der weiteren 13 beteiligten Städte und Gemeinden in Pulheim die gemeinsame Charta des linksrheinischen „Stadt Umland Netzwerks“ (kurz S.U.N.). Anlass des Treffens war neben der Charta-Unterzeichnung das letzte von drei Fachsymposien an denen lokale und überregionale Akteure aus den kommunalen Verwaltungen, der Politik, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft teilgenommen haben.

In der S.U.N-Charta vereinbaren die Kommunen eine abgestimmte und bedarfsorientierte Siedlungsentwicklung, gemeinsame multimodale Mobilitätskonzepte, regionale Freiraumachsen, Grünzüge und die Kulturlandschaft zu entwickeln. Langfristiges Ziel der gemeinsamen Abstimmungen ist es, die linksrheinische Stadtregion sowohl als Wirtschaftsstandort für Unternehmen als auch als attraktiven Raum zum Leben und Arbeiten zu stärken.

Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hatte im Sommer 2016 die Großstädte im Land mit ihren regionalen Nachbarkommunen in dem zweistufigen Wettbewerbsverfahren „StadtUmland.NRW“ dazu aufgefordert, interkommunale Zukunftskonzepte zu entwickeln. Auf diesem Weg sollten innovative und tragfähige Modelle entstehen, um zukünftige Herausforderungen gemeinschaftlich zu bewältigen.

Das S.U.N. hat diese erste Phase des Wettbewerbs erfolgreich gemeistert. Aktuell steckt der Verbund am Ende der arbeitsintensiven, mit 200.000 Euro geförderten zweiten Phase des Wettbewerbs.

Die Wettbewerbsbeiträge müssen Anfang April 2017 beim Landesministerium eingereicht werden. Die finalen Preisträger sollen bei der Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer Zukunftskonzepte in besonderer Weise vom Land unterstützt werden; eine Entscheidung wird im Mai 2017 fallen.

Im Linksrheinischen haben sich mit dem S.U.N. die Stadt Köln, der Rhein-Erft-Kreis und seine zehn Städte Bedburg, Bergheim, Brühl, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim, Wesseling, sowie aus dem Rhein-Kreis-Neuss die Stadt Dormagen und die Gemeinde Rommerskirchen nun gemeinsame Ziele gesetzt:

Während die Charta allgemeine Leitlinien der Zusammenarbeit definiert, wird das Zukunftskonzept konkrete Handlungsfelder und Maßnahmen benennen. So werden neue interkommunale Arbeits- und Entscheidungsstrukturen etabliert, Schlüsselprojekte definiert und dabei die örtliche Identität der einzelnen Kommunen des Netzwerks gestärkt.