Die moderne Medizin verfügt über hochwirksame, gut verträgliche Impfstoffe. Grundlage ist der aktuelle Impfkalender.

Bild mit geimpften Kind
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Impfen schützt jedes einzelne Kind vor dem Ausbruch bestimmter Krankheiten und Seuchen, jedes Ungeborene vor dem Risiko einer Erkrankung oder Schädigung.

Wer sollte wann geimpft werden?

Jeder Impfung geht eine individuelle Impfberatung voraus. Sie basiert auf den Empfehlungen der Experten der "Ständigen Impfkommission" beim Robert-Koch-Institut (STIKO). Diese wägen die Vor- und Nachteile der Impfung gegeneinander ab und geben Empfehlungen für den günstigsten Zeitpunkt einer Impfung. Grundlage ist der aktuelle Impfkalender.

Wer soll nicht geimpft werden?

Selten gibt es individuelle Gründe, auf eine Impfung zu verzichten. Hier werden einige sogenannte Kontraindikationen genannt:

  • Schwere Immundefekte oder Immunschwäche
  • Lebend-Impfungen während der Schwangerschaft
  • Lang andauernde Kortisonbehandlung
  • Vorangegangene Unverträglichkeit gegen Bestandteile des Impfstoffes

Vor jeder Impfung wird ein Arzt sorgfältig prüfen, ob geimpft werden kann.

Impfberatung durch das Gesundheitsamt:

Bei fehlendem Nachweis einer durchgeführten Impfberatung nach Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes bietet der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst im Rhein-Erft-Kreis allen Eltern und Jugendlichen zentrale Beratungstermine im Gesundheitsamt an. Im Anschluss einer Beratung erhalten Sie einen entsprechenden Nachweis. Bitte sprechen Sie den Beratungstermin mit einer der angegebenen Mitarbeiterinnen ab.

Die nächsten Beratungstermine:

  • Freitag, 5. Oktober 2018 (Frau Ostendorf, Tel.: 02271/83-15356)
  • Freitag, 16. November 2018 (Frau Volkert, Tel.: 02271(83-15358)
  • Freitag. 7. Dezember 2018 (Frau Döge, Tel.: 02271/83-15348)

Bei Fragen können Sie sich gerne auch an das für die Kommune zuständige Team wenden.

Gibt es Nebenwirkungen von Impfungen?

Die Impfungen sind gut verträglich. Wenn es zu Impfreaktionen kommt, so klingen diese in der Regel nach einigen Tagen wieder ab. Der Ausbruch einer Krankheit ist dagegen sehr viel schwerwiegender und kann zu bleibenden Schäden führen!
Nebenwirkungen von Impfungen sind sehr selten. 2005 kamen auf 100.000 Impfungen 2,6 Verdachtsfälle. Diese werden sorgfältig dokumentiert und vom Paul-Ehrlich-Institut analysiert.

Wie wirken Impfungen?

Impfungen wirken wie ein "Training" für die körpereigene Abwehr, das Immunsystem.
Ein Abbild des Krankheitserregers (in Form von unschädlich gemachten Viren oder Bakterien oder Anteilen von ihnen) wird dem Immunsystem durch Impfung präsentiert.

Danach beginnt die Produktion der spezifischen, gegen die jeweiligen Krankheiten gerichteten Abwehrstoffe. Wenn nun der Krankheitserreger auftaucht, ist das Abwehrsystem vorbereitet und kann den Körper vor der Erkrankung schützen.

Ein vollständiger Impfschutz kann im Kindesalter erreicht werden. Ein vollständiger Impfschutz wird z.B. für Masern, Mumps und Röteln erst mit der zweimaligen Impfung erreicht. Diese zweite Impfung sollte spätestens vor dem Eintritt in die Schule erfolgt sein. Besser: Vollständiger Impfschutz vor Eintritt in den Kindergarten.

Auch für Erwachsene ist eine Auffrischung bei manchen Impfungen notwendig!