In Kfz-Betrieben, Tankstellen oder an Fahrzeugwaschplätzen entsteht durch den Umgang mit Treibstoffen, Ölen, Fetten usw. mineralölhaltiges Abwasser. Bevor dieses in die Kanalisation eingeleitet wird, muss das Abwasser zunächst vorgereinigt werden.

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Dabei spricht man von einer Indirekteinleitung, d. h. das Abwasser wird zunächst in einer kommunalen Kläranlage gereinigt und erst danach in ein Gewässer geleitet. Es findet also keine unmittelbare, sondern nur eine indirekte Einleitung in ein Gewässer statt. Im Gegenzug betreiben einige größere Firmen eigene Kläranlagen und leiten ihr Abwasser direkt in ein Gewässer; sie sind also Direkteinleiter.

Als relativ einfache Reinigungsmöglichkeit bietet sich ein Benzin- oder Koaleszenzabscheider an. Dabei wird das Schwerkraftprinzip ausgenutzt: weil Mineralöl leichter als Wasser ist, trennt es sich nach einer Beruhigungszeit von dem Wasser, schwimmt nach oben und lässt sich abschöpfen. Falls mit einem Hochdruckgerät und mit Reinigungsmitteln gearbeitet wird, können Emulsionen, also relativ stabile Wasser-Öl-Mischungen, entstehen, die sich ohne weiteres nicht mehr trennen.

Dann wird der Einsatz eines Koaleszenzabscheiders erforderlich, bei dem sich die fein im Wasser verteilten Tröpfchen an einem Kunststoffmaterial anlagern, dort zu größeren Tropfen zusammenwachsen (Koaleszenz = Verbindung) und sich dann abtrennen lassen. Weitere Informationen sind dem "Merkblatt Mineralölhaltiges Abwasser" im Downloadbereich zu entnehmen.

Wenn Abscheider betrieben werden, ist alle fünf Jahre eine Funktions- und Dichtigkeitsüberprüfung erforderlich. Diese wird von Fachfirmen angeboten. Details über die Art und Dauer der Prüfung finden sich in der DIN 1999 Teil 100. Die regelmäßigen Wartungsarbeiten, die bei bedarfsgerechter Entleerung an Abscheidern durchgeführt werden müssen, sind im zugehörigen merkblatt auf dieser Seite (Downloads) aufgelistet.