Die Wärmepumpentechnik ist eine der effektivsten Möglichkeiten zur Energieeinsparung und Minderung von CO2-Emissionen.

Bild über Erdwärme, erneuerbare Energien und Erdwärmepumpen
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Wärmepumpen sind in der Lage, einer Wärmequelle mit relativ niedriger Temperatur (Untergrund) Wärme zu entziehen und unter Zufuhr von mechanischer Energie (Wärmepumpe) auf einem höheren Temperaturniveau wieder abzugeben (Heizung).

In jüngster Zeit werden als Energiequelle zum Betrieb von Wärmepumpen vermehrt sogenannte Erdwärmesonden genutzt. Es handelt sich dabei um geschlossene Röhrensysteme, die vertikal oder horizontal in den Untergrund eingebracht werden. Durch die Zirkulation eines flüssigen Wärmeträgers (Wasser-Glykol-Gemisch) wird dem Boden Wärme entzogen und über die Wärmepumpe der Heizung zugeführt.

Der Einbau und Betrieb von Erdwärmesonden ist eine Gewässerbenutzung entsprechend §9 Absatz 2 Nr. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes. Wegen der Durchdringung von Grundwasserstockwerken, dem Wärmeentzug des Grundwassers und dem Einsatz des Wärmeträgers können solche Anlagen unter Umständen schädliche Veränderungen der physikalischen, chemischen oder biologischen Beschaffenheit des Grundwassers herbeiführen.

Der Einbau und Betrieb von Erdwärmesonden bedarf der wasserrechtlichen Erlaubnis durch die Untere Wasserbehörde. Mit der Erlaubnis werden Nebenbestimmungen festgesetzt, die schädliche Auswirkungen solcher Anlagen auf das Grundwasser verhindern sollen. Ein Merkblatt mit Antragsformular ist unter den Downloads abrufbar. Detaillierte Informationen erhalten Sie unter der zugehörigen Dienstleistungsbeschreibung. Der Schutz des Grundwassers - auch als Trinkwasser - hat Vorrang vor einer Nutzung zur Energieversorgung.