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Waffen- und Munitionssammler

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Waffen und Munition als - Kulturgegenstände - Geschichtsdokumente - Forschungsobjekte. Wir sind eine Gruppe von organisierten Sammlern aus dem Rhein-Erft-Kreis und Köln

Kontakt:

  • Herr Gregor Wensing
    Johann-Schmitz-Platz
    50226 Frechen
    Tel.: 0221-5901644
    Fax: 0221-5908485
    E-Mail: erftkreis-sammler@web.de

Spendenübergabe

Spendenübergabe
Hans Techel, Karin Brings sowie ganz rechts Johann Schneider von den Organisatoren überreichen nach der Ausstellung "Im Dienste der Sicherheit - Polizei in Deutschland nach 1945" im April 2006 Karl-Heinz Holtheuer vom "Familien- und Krankenpflegeverein Köln-Pesch e.V." die Spendenbox mit ca. 370€.

Schiavona

Schiavona
Der typische Korb als Handschutz bei einer Schiavona - ein Exemplar aus unserer Ausstellung im Rahmen des Pulheimer Stadtfestes 2008

Die Pistole 08 - unverkennbar in ihrer Silhouette

Die Pistole 08  - unverkennbar in ihrer Silhouette
Ausstellung 30. und 31. August 2008 in Köln-Esch: In zwei Weltkriegen und während fast 40 Jahren war die am 31. August 1908 eingeführte Pistole 08 Ordonnanzwaffe der deutschen Streitkräfte sowie Dienstwaffe der Polizei der Weimarer Republik, des III.Reiches - und der DDR.

Preußenausstellung in Pulheim 2009

Preußenausstellung in Pulheim 2009
Alltagsgegenstände und Waffen - allesamt Zeugen der Zeitgeschichte. Ein breites Spektrum an Exponaten entführte die Besucher in 100 spannende Jahre rheinisch-preußischer Geschichte.

Preußenausstellung in Pulheim

Preußenausstellung in Pulheim
Eine Munitionskiste des Deutschen Schützenbundes von 1929 mit abgeschossenen bzw. gezünderten Hülsen der Schützenpatrone "8,15 x 46R Modell Frohn".

Plakat zur Ausstellung \\\\

Plakat zur Ausstellung \\\\
... man sieht, wir haben auch einen Grafiker in unserer Sammlergruppe ... Diese vorletzte Ausstellung in Köln-Esch 2008 zeigte die bunte Breite privater Sammlungen und die Idee, welche hinter jeder einzelnen steckt.

Tag des Forts 2008

Tag des Forts 2008
Einige frühe Faustfeuerwaffen und Handgranaten der preußischen Streitkräfte

Pulheimer Stadtfest 2009

Pulheimer Stadtfest 2009
Interessierte Besucher umlagerten quasi ständig unsere Präsentation

Altbewahrtes in Pulheim 2010

Altbewahrtes in Pulheim 2010

Eine deutliche Warnung: Diese Mauser-Pistole ist nahezu 100 Jahre alt; sie liegt vor den Resten einer ähnlich betagten Schwester, die dem Wahn zum Opfer fiel, man könne die Innere Sicherheit durch die Vernichtung von Antiquitäten verbessern.

FORTIS COLONIA 2011

FORTIS COLONIA 2011

Preußische Langwaffen mit verschiedenen Zündsystemen: "Reparaturgewehr 1809/13" (Steinschloss), "Infanteriegewehr U/M" (Perkussionsschloss) und Füsiliergewehr M/60 (Zündnadelschloss).

Das Stadtfestteam 2011

Das Stadtfestteam 2011

Im Hintergrund und in der Vitrine die Plakate - die Waffen gut unter Verschluss

Karl-May-Ausstellung 2012

Karl-May-Ausstellung 2012
Ein Blick in die Abteilung "Vorderer Orient und Schwarzafrika"

Indianistik-Ausstellung Kölner Bank 2012

Indianistik-Ausstellung Kölner Bank 2012

Farbenfreude war wohl immer Merkmal indianischer Utensilien

UNICEF-Tag der kulturellen Vielfalt 2012

UNICEF-Tag der kulturellen Vielfalt 2012
Auch das Schnittmodell des BREN-MG fand reges Interesse, da man an dieser Unterrichtswaffe der britischen Rhein-Armee gut die Funktionsweise automatischer Maschinengewehre erläutern kann.

Im Dienste der Sicherheit - Ausstellung Mai 2013

Im Dienste der Sicherheit - Ausstellung Mai 2013

Eingebettet in ein didaktisches Konzept schreckten auch die Schpagin-Maschinenpistole sowie das Maxim-Maschinengewehr der Volkspolizei der DDR keinen der Besucher

FORTIS COLONIA 2013

FORTIS COLONIA 2013

"Zündende Ideen" - ein Streifzug durch die Entwicklung der chemischen Zündung mit Realstücken aus 7 Jahrhunderten im Rahmen der Großveranstaltung FORTIS COLONIA 2013

: Tromblon (Afghanistan) und Bündelrevolver (Belgien) links (beide Perkussionszündung); Zündnadelrevolver (Deutschland) und -salonpistole (Belgien) rechts (alle Mitte 19. Jahrhundert)

Pulheimer Stadtfest 2013

Pulheimer Stadtfest 2013

Handwerkskunst in Stahl - oben Reste eines Wikingerschwertes;

darunter Werder-Pistole M/1869 (Zentralfeuer) und Perkussions-Tromblon, darunter Jarrée-Harmonikapistole (Stiftfeuer), Mitrailleuse-Repetierpistole (Zentralfeuer) und Kolibri-Selbstladepistole (Zentralfeuer), unten britischer Beamtendegen

Vitrine in der KÖLNER BANK

Vitrine in der KÖLNER BANK

Kunden der KÖLNER BANK konnten sich vom 09. April bis zum 23. Mai 2014 über die Historie von (erwerbscheinfreien) Druckluftwaffen aus zwei Jahrhunderten informieren.

Ausstellung 2014: \"Kimme, Korn und ruhige Hand - der Schütze im Wandel der Zeit\"

Ausstellung 2014: \

Der 1. Vorsitzende des *Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V.*, Hans-Peter Schmid, überreicht der 1. Stellvertretenden Bürgermeisterin Elisabeth Rehmann einen Scheck über 500 €uro für den Fonds "Cents für Pänz"

Pulheimer Stadtfest 2014

Pulheimer Stadtfest 2014

Besucher aus der englischen Partnerstadt freuten sich zu sehen, dass Gegenstände der britischen Geschichte auch in Deutschland geschätzt und geschützt werden. Die Erläuterungen werden von einem Mitglied der Sammlergemeinschaft in der originalen Uniform eines Musikers der Irish Guard des Buckingham Palace den interessierten Besuchern gegeben.

Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin 2015

Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin 2015

Die eindrucksvolle Präsentation der Blankwaffen hätte bei der Sonderausstellung "Gehorsam" ohne die vielen Exponate unserer Mitglieder nicht realisiert werden können.

Pulheimer Stadtfest 2015

Pulheimer Stadtfest 2015

Ein Blick in die Vitrine mit britischen Raritäten - in der Mitte das unten angesprochene seltene Revolvergewehr.

\"Danke Berlin!\" - Ausstellung in Fort X Juni 2015

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Eine Auswahl preußisch-deutscher Militärhelme und Säbel.

Stommelner Woche 2015

Stommelner Woche 2015

Stangenbüchsen, Lunten-, Rad-, Stein- und Perkussionsschloss: technische Lösungen zum Zünden einer Pulverladung aus 6 Jahrhunderten

KÖLNER BANK 2016

KÖLNER BANK 2016

Der mächtige Schädel eines pleistozänen Auerochsen zeigte den Besuchern, mit welch wehrhafter Jagdbeute es unsere Vorfahren - lediglich mit Pfeil und Bogen oder einem Speer bewaffnet - zu tun hatten.


Weitere Informationen

Treffen an jedem 1.Mittwoch im Monat ab 19:00 Uhr im FRECHENER HOF - Schützenhaus -, Johann-Schmitz-Platz, 50226 Frechen.


Jeder Gast, der sich seriös für die Technik und Geschichte von Waffen und ihrer Munition interessiert, ist herzlich willkommen. Vorkenntnisse sind nicht zwingend notwendig, sondern nur das ernsthafte Interesse an der Thematik des 'ältesten Begleiters des Menschen' durch seine Geschichte sollte vorhanden sein. Die Teilnehmer des Sammlertreffs sind Mitglieder des Kuratorium zur Förderung Historischer Waffensammlungen e.V. sowie der Patronensammlervereinigung e.V. und anderer nicht ausschließlich sammlerisch orientierter Gruppierungen, die sich zum regelmäßigen Gedankenaustausch treffen. ==================================================


                                          AKTIVITÄTEN  


 


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                                   AUSBLICKE 


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aktuelle Ausstellung:


Wir laden ab dem 18. Februar 2016 in der Zweigstelle Köln-Esch der KÖLNER BANK eG zu einem Ausflug in die Steinzeit ein. Mit zahlreichen Exponaten werden die Lebensumstände der Menschen in vorgeschichtlicher Zeit dargelegt. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf eiszeitlichen Funden, die aus Kiesgruben der Umgebung stammen.


Die Gegend des Kölner Nordens ist bereits seit dem ausklingenden Pleistozän besiedelt: Der aufmerksame Wanderer kann daher bei Spaziergängen durch die umgebenden seit langem landwirtschaftlich genutzten Felder mit kundigem Blick immer wieder Relikte der Vergangenheit finden.


Die Ausstellung endet am 05. April 2016.


Die Öffnungszeiten der Zweigstelle Köln-Esch der KÖLNER BANK eG, Chorbuschstraße 41, 50765 Köln (siehe: http://www.koelnerbank.de/) sind:


Montag/Dienstag/Donnerstag: 9.00 - 13.00 und 14.00 - 18.00 Uhr
Freitag: 9.00 - 13.00 Uhr


 


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                                                     Vorträge:


 


02. März 2016: Volker Stibbe & Franz Zimmer: Rollenverschlußsysteme mit dem Schwerpunkt auf G 3 u. MP 5


 


06. April 2016: Rainer Hellberg: "Amerikanische Randfeuerpatronen" 


 


04. Mai 2016 Ulf Anhäuser & Gregor Wensing: Frühe Militärrevolver


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                                             RÜCKBLICKE


04. und 07. Juni 2015; „Stommelner Woche“, Ausstellung „Zündende Ideen" im Stommelner Heimatmuseum, Kattenberg, 50259 Pulheim-Stommeln.


Dass für ein geschichtsinteressiertes Publikum auch Wiederholungen lohnend sind, zeigte wieder einmal diese Ausstellung, welche erneut zahlreiche Besucher ins Heimatmuseum lockte. Zündsysteme von Feuerwaffen aus dem ausklingenden 14. Jahrhundert, der Zeit der Hussitenkriege und dem Dreißigjährigen Krieg waren Wegbereiter für zahlreiche Erfindungen vornehmlich des 19. Jahrhunderts, in welchem die grundlegenden Techniken entwickelt wurden, mit denen heute Schusswaffen abgefeuert werden. Erfreulicherweise zeigten auch diesmal unsere Besucher keinerlei Berührungsängste gegenüber uns und unseren Exponaten, wie es heutzutage bei manchen Zeitgenossen zur Imagepflege leider in Mode ist.


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20./21. Juni 2015: FORTIS COLONIA - 2000 Jahre wehrhaftes Köln; Ausstellung "Preußische Militärgeschichte in Köln" in Fort X, Neusser Wall 33, Köln.


Der Landschaftsverband Rheinland hatte gerufen - und zahlreiche private Initiativen waren gefolgt, der Großveranstaltung "Danke Berlin - 200 Jahre Preußen im Rheinland" einen würdigen Rahmen zu geben. Weitgehend von der Presse ignoriert - es herrschte Verständnislosigkeit hierfür bei unseren Besuchern - waren dennoch viele Kölner und angereiste Interessierte begierig, mehr über die Geschichte ihrer Stadt bzw. ihrer Region zu erfahren.


Unsere Ausstellung über das Preußische Militär im Rheinland erfreute sich desselben guten Zuspruchs wie in den vergangenen Jahren. Es wurden von der Steinschlossmuskete bis hin zum Karabiner 98a sämtliche Langwaffen der preußischen - später der deutschen - Streikräfte präsentiert, welche in den Jahren zwischen 1815 und 1918 eingeführt waren. Aber nicht nur diese ... denn unsere Ausstellung bietet viel mehr als nur eine "Eisenshow".


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20. Juni 2015: „Pulheimer Stadtfest 2015“ ("Sammlerschätze")


Zeitgleich mit dem ersten Tag der Großveranstaltung "Danke Berlin - 200 Jahre Preußen im Rheinland" in Köln fand das Pulheimer Stadtfest statt, bei dem diesmal Raritäten aus vier Sammlungen gezeigt wurden, die man normalerweise nie zu Gesicht bekommt - wie uns zahlreiche Besucher versicherten. Exemplarisch sei genannt ein Revolvergewehr aus dem mittleren 19. Jahrhundert, von dem es weltweit nur noch ein weiteres gibt, welches in der Sammlung eines Australiers ruht. Und wer hat schon einmal einen Katzbalger oder einen indischen Pata bzw. eine Kolibri-Pistole samt Patrone gesehen?


Dass wir gleichzeitig mit zwei völlig verschiedenen Ausstellungen an die Öffentlichkeit traten, stellte uns schon vor logistische Probleme; andererseits erlaubt es die Fachkompetenz unsere Mitglieder, auch eine solche Herausforderung zu meistern.


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Im Jüdischen Museum Berlin fand in der Zeit vom 22. Mai - 13. November 2015 eine Sonderausstellung zum Thema "Gehorsam" statt. Zentrales Thema der Ausstellung ist die Erzählung von Urvater Abraham, der bereit ist, auf Gottes Befehl seinen eigenen Sohn zu opfern. Diese Geschichte findet sich in den Schriften aller drei monotheistischen Weltreligionen, erfährt aber dabei unterschiedliche Bewertungen.


Mit Filmprojektionen, Rauminstallationen, kostbaren Objekten und einem eigenen Soundtrack wird die biblische Erzählung als sinnlich wahrzunehmendes und emotionales Schaustück in 15 Teilen inszeniert.


Großen Raum nehmen dabei die Blankwaffen von zwei Mitgliedern unserer Sammlergruppe ein (die eingesprungen sind, nachdem öffentliche Museen von einer Unterstützung des Jüdischen Museums Berlin abgesehen hatten) und die auf einer großen Wand präsentiert werden.


 


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Beim Pulheimer Stadtfest (28. Juni 2014) war unsere Ausstellung "Made in England - kulturhistorische Gegenstände von der Insel" eine der Attraktionen für die Delegation aus der englischen Partnerstadt Fareham, sind doch Waffensammlungen in England seit über 15 Jahren nicht mehr möglich (was im Übrigen auf die Kriminalitätsentwicklung keinen positiven Effekt hatte, denn der Schusswaffengebrauch ist nach dem Verbot kulturhistorischer Betätigung z.T. auf das Vierfache angestiegen .. das sollte zum Nachdenken animieren!).


Neben Revolvern, Gewehren und Pistolen aus englischen Waffenschmieden gab es natürlich auch andere historische Kostbarkeiten wie die "Penny Black" - die erste Briefmarke der Welt - und ihre Nachfolgerin, die "Penny Red", Goldmünzen, Bücher, Silberwaren, Uhren und militärisches Gerät.


Viele Gespräche mit Besuchern zeigten erneut, dass in der Bevölkerung - entgegen der veröffentlichten Meinung- ein großes Interesse an diesen Dingen besteht.


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Am 14. und 15. Juni 2014 haben wir erneut im Rahmen der Großveranstaltung FORTIS COLONIA im Fort X (Neusser Wall/Eisstadion) die Mitglieder der "Arbeitsgemeinschaft Festung Köln" mit einer Ausstellung "Köln als preußische Festung und Garnison" unterstützt. Dass "unser" Fort erneut die meistbesuchte Lokalität der gesamten Veranstaltung war, erfüllt uns mit Freude - vor allem aber, weil uns neben zahlreichen Besuchern auch der Vorstand von FORTIS COLONIA Dank und Anerkennung gezollt hat.


Neben einem Stzreifzug durch die Palette der preußischen Blank-, Kurz- und Langwaffen der Zeit zwischen 1815 und 1918 konnte sich der Besucher über die Uniformierung der Streitkräfte Preußens,  Lage und Aussehen der diversen Kasernen, das Sanitäts- und das Fernmeldewesen und die Kommandanden der Festungsstadt Köln informieren.


Besondere Aufmerksamkeit erregte die Auflistung Kölner Straßennamen mit militärhistorischem Hintergrund (wie "Neusser Wall", "Schwertfegergasse", "Moltkestraße", etc)


 


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Ausstellung „Kimme, Korn und ruhige Hand – der Schütze im Wandel der Zeit“ im Kultur- und Medienzentrum der Stadt Pulheim.24./25. Mai 2014


 


Unsere insgesamt 16. Ausstellung im Rheinland – dabei das 6. Mal in Folge im Kleinen Saal des Kultur- und Medienzentrums der Stadt Pulheim – fand leider nicht das erhoffte Besucherinteresse. Ob es daran lag, dass die Wochenzeitschriften PULHEIMER STADTBLATT und PULHEIMER WOCHENENDE trotz mehrfacher Erinnerung und einer zusätzlichen Presse-Information aus dem Büro des Bürgermeisters erneut nicht auf unser Projekt hingewiesen haben, steht sicherlich zur Diskussion. Dass die anderen Medien durch entsprechende Vorberichte manchen Besucher ins KMZ gelockt haben, nehmen wir dagegen erfreut zur Kenntnis.


Insgesamt 27 Personen aus unserem Sammlerkreis sowie unserem Umfeld sorgten für die Verwirklichung unseres Projektes, welches nach rund 9monatiger Vorbereitungszeit von Dr. Georg Kippels (CDU/MdB), Ralph Bombis (FDP/MdL), Rita Klöpper (CDU/MdL), 1. Stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Rehmann (CDU), Hans-Herbert Keusgen (Vorsitzender des WFSA = World Forum on the Future of Sport Shooting Activities, dem Welt-Dachverband für den Schießsport), Frank Göpper (Geschäftsführer FORUM WAFFENRECHT) sowie dem kompletten Vorstand des *Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V.* am 24. Mai eröffnet wurde.


Eine sicherlich herausragende Sondervorführung bot die sehbehinderte Biathletin Susanne Groneberg (u.a. Ex-Europameisterin und zweifache Bronzemedaillengewinnerin bei den Paralympics), welche interessierten Besuchern den Umgang mit ihrem Lichtzielgewehr zeigte und diese selber erfahren ließ, wie das Schießen nach Gehör funktioniert.


Der Deutsche und Europameister im Westernschießen – Peter Kautz aus Pulheim – und seine Frau Bettina (internationale Niederländische und Deutsche Meisterin in derselben Disziplin) gaben Einblick in diese wenig bekannte und dennoch hochinteressante Variante des Bewegungsschießens.


An einem anderen Stand konnte man sich im Stundenrhythmus in die Geheimnisse der Eigenanfertigung von Munition – angefangen bei papierenen Zündnadel- bis hin zu großkalibrigen Zentralfeuerpatronen – einführen lassen.


Der Bogen der Ausstellung war gespannt beginnend bei steinzeitlichen Pfeilspitzen und ethnischen Bögen samt ihrer Pfeile über Armbrust und Vorderlader bis hin zu den modernen Disziplinen, wobei auch komplexe Sportarten wie „Moderner Fünfkampf“ und „Biathlon“ ihren verdienten Platz fanden.


Alles war erneut nachzulesen in der umfangreichen Begleitschrift zur Ausstellung, für die wir sogar aus Österreich Zuspruch und Lob erfuhren.


Aufgrund des Besucherzahl-bedingt geringen Spendenaufkommens rundete der Vorstand des *Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V.* die Summe, welche wieder dem Fonds „Cents für Pänz“ zukommt, auf 500 €uro auf.


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Handwerkskunst in Stahl - das Pulheimer Stadtfest am 13.07.2013 erlebte eine Präsentation erlesener Blank- und Feuerwaffen aus 3 Jahrhunderten, die handwerkliche Kunstfertigkeit  belegen. Wieder nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, Dinge aus Privatsammlungen von Nahe zu sehen und erläutert zu bekommen, die man sonst nur in Museen zu Gesicht bekommt.


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Führung des Pulheimer Geschichtsvereins am 08.06.2013 in Fort X, Neusser Wall 33 mit Präsentation „Die Faustfeuerwaffen der preußischen Streitkräfte zwischen 1800 und 1918“.


Die Erläuterung der rasanten Entwicklung, welche die Zündsysteme im 19. Jahrhundert erfuhren durch Mitglieder unserer Sammlergemeinschaft erfolgte anhand wertvoller Realstücke. Die Ausrüstung der preußischen – später der deutschen – Streitkräfte mit Feuerwaffen repräsentiert die technische Revolution auch auf diesem Sektor. Hatte das frühe 19. Jahrhundert noch bei allen Streitkräften Waffen mit Steinschlosszündung gesehen, so wurden die neuen Entdeckungen und Entwicklungen auf dem Sektor der chemischen Zündung rasch in den Militäralltag eingegliedert. Über das Perkussions-, das Zündnadel- und das Stiftfeuersystem geht ein nahezu gerader Weg hin zur metallenen Einheitspatrone mit zentralem Zündhütchen, wie es noch heute Usus ist.


Die parallel stattfindende Besichtigung des Forts unter Führung von Mitgliedern der „Arbeitsgemeinschaft Festung Köln“ bot den zahlreichen Besuchern Einblick in die Festungsbaukunst und den Alltag in einem Fort. Die Kooperation mit der „Arbeitsgemeinschaft Festung Köln“ hat sich als sehr fruchtbar erwiesen, da unsere beiden Gruppen sich hinsichtlich der fachlichen Kompetenz in nichts nachstehen.


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„FORTIS COLONIA - 200 Jahre wehrhaftes Köln“  am 15. + 16.06.2013.


Wir waren am Erfolg der Präsentation der „Arbeitsgemeinschaft Festung Köln“ beteiligt-  zum vierten Mal und diesmal im Zwischenwerk IIIb. Unsere Teilnahme stand unter der Überschrift „Zündende Ideen“ und zeigte anhand von grafischen Darstellungen und Realstücken die Entwicklung der Zündsysteme vom ausklingenden 14. Jahrhundert bis zur aktuellen Gegenwart.


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15. Ausstellung: Im Dienste der Sicherheit – die Polizei in Deutschland nach 1945


Unsere Sammlergemeinschaft richtete in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte am 4. und 5. Mai 2013 im Kultur- und Medienzentrum der Stadt Pulheim, Steinstraße, eine neue Ausstellung aus.


Wir zeigten, wie sich das Erscheinungsbild der deutschen Polizei im Verlauf der vergangenen mehr als 65 Jahre – aber auch in West und Ost - gewandelt hat.


Es gibt wohl weltweit keine Ordnungsmacht, die innerhalb von knapp 7 Jahrzehnten derartige Veränderungen erfahren hat wie die Polizei in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.


In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e.V. kamen am 4. und  5. Mai 2013 im Kultur- und Medienzentrum der Stadt 50259 Pulheim unter der Schirmherrschaft unseres Bürgermeisters Frank Keppeler rund 500 Exponate zur Darstellung.


Die Kapitulation der Deutsche Wehrmacht als Ende des Zweiten Weltkrieges, der Aufbau von neuen – möglichst unbelasteten – Ordnungsstrukturen in Ost und West,  das Entstehen zweier deutscher Staaten, die den beiden neuen Machtblöcken zugeordnet wurden,  der Kalte Krieg, die RAF, der Mauerbau und schließlich die Wiedervereinigung haben das  Bild der deutschen Polizei nach dem Krieg bis heute bestimmt. Ihre Geschichte repräsentiert daher im Wesentlichen auch die Geschichte des besiegten Deutschlands, seine neue politische Ausrichtung innerhalb der Machtblöcke, die Entstehung zweier deutscher Staaten und letztendlich das Zusammenwachsen nach dem Ende des Warschauer Paktes.


Die dem Thema geschuldete Waffen- und Patronenlastigkeit der Ausstellung (über 200 Waffenexponate aus Ost und West), welche den Bogen spannte vom französischen Armeerevolver Modèle 1873 (noch 1945 in der französisch besetzten Zone ausgegeben) bis zu den aktuellen Polizeiwaffen unter Einbeziehung von Scharfschützenwaffen und Maschinenpistolen sowie deren Munition, wurde durch insgesamt 17 Schaufensterpuppen in historischen Uniformen von 1946 – 2005, Dioramen zu verschiedenen Einsatzlagen, Holstern, Dokumenten sowie Hilfsmitteln des polizeilichen Alltags wie z.B. Utensilien zur Spurensicherung aufgelockert. Auch das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln hatte sich mit Materialien zu „belasteten Polizeibeamten im Nachkriegsdeutschland“ beteiligt. An den Schöpfer der im Kölner Raum wohlbekannten Comicfigur „Oskar, der freundliche Polizist“, dem kürzlich verstorbenen Grafiker Otto Schwalge, wurde mit einer kleinen Präsentationen von Originalzeichnungen erinnert.


Sehr erfreulich war die Presseresonanz, die einhellig die Ausstellung lobte.


Noch erfreulicher aber war, dass ein „Leistungskurs Geschichte“ des Geschwister-Scholl-Gymnasiums die Gelegenheit nutzte, durch eine geplante Führung „Geschichte zum Anfassen“ zu erleben, die immer motivierender ist als lediglich Schulbuchstudium. Für diese Führungen standen Mitglieder des Rheinischen Sammlerkreises, aktive Polizeibeamte sowie Angehörige der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte zur Verfügung.


Abgerundet wurde die Ausstellung durch eine Vorführung der Hundestaffel des PP Köln am Sonntag, den 5. Mai, welche bei den Besuchern ebenfalls auf großes Interesse stieß.


Der Besuch der Ausstellung war wie immer kostenlos – Sammler sind eben ehrenamtlich tätig! Es wurden aber Spenden für den Fonds „Cents für Pänz“ gesammelt. Zusammen mit dem Erlös aus dem Verkauf von (z.T. auch von örtlichen Bäckereien) gespendetem Kaffee und Kuchen sowie der Schutzgebühr von 3 €uro für die umfangreiche Begleitschrift von fast 200 Seiten und einer Aufstockung des Betrages durch das *Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V.* flossen beinahe 600 €uro in diesen Fonds, der sich um sozial benachteiligte Kinder kümmert.


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Am 05.11.2012 wurde im Kölner Historischen Rathaus der 9. Band der Kölner Stadtgeschichte "Köln in preußischer Zeit  1815-1871" von Dr Wolfgang Herres vorgestellt. Es war eine große Veranstaltung mit ca. 300 Gästen, darunter der Kölner OB Jürgen Roters, sein Vorgänger Fritz Schramma, mehren MdL und MdB, hochrangige Militärs und viele Honoratioren der Stadt. Wir konnten Dank der Fürsprache der Geschäftsführerin der Historischen Gesellschaft Köln ev., Frau Hadmut Jäger, in diesem Rahmen eine Präsentation von Objekten aus dem besprochenen Zeitabschnitt vornehmen. Mit lediglich fünf Wochen Vorlauf ist es gelungen, aus unseren Sammlung eine stimmige und anerkannt hochklassige Präsentation zum Thema abzuliefern.


 
Die Organisatoren sind nach dem offiziellen Teil sofort in intensive Gespräche verwickelt worden und durften sich über ein sehr interessiertes und aufgeschlossenes Publikum freuen, welches viele Fragen beantwortet haben wollte. Es gab auch kaum negative Äußerungen (die man beim Thema „Waffen“ immer befürchten muss), obschon (weil?) das Publikum ja völlig unvorbereitet auf die Ausstellung traf. Ein uns bisher wenig gestellter Fragenkomplex tauchte allerdings in diesem Rahmen auf und ist wohl der Tatsache geschuldet, dass unsere Ausstellung im Vorfeld nicht bekannt gemacht worden war: Wer seid ihr, wo kann man die Exponate normalerweise besichtigen, gibt es die Möglichkeit eines Kontaktes? Groß war dann die Überraschung zu erfahren, dass alle Objekte aus nicht öffentlichen Privatsammlungen stammten und wir diese Präsentation nur eigens für diesen Anlass konzipiert hatten. Sorgen über eine missbräuchliche Verwendung (oder die Unterstellung einer solchen) klangen dabei nicht an …
 


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Vom 20. Mai bis zum 10. Juni 2012 stellten wir unter dem Titel "Zündende Ideen" im Heimatmuseum Stommeln, Kattenberg 5, 50259 Pulheim-Stommeln (siehe: http://www.heimatmuseumstommeln.de/page/index.php?action=termine) zu den dortigen Öffnungszeiten Zündsysteme aus 6 Jahrhunderten aus.


Im Laufe seiner Evolution war die Entwicklung neuer Werkzeuge und Waffen Garant für das Überleben und die Weiterentwicklung des Menschen in einer gefährlichen Umwelt.


Über Jahrtausende waren diese Waffen in ihrer Wirksamkeit mehr oder weniger von der Körperkraft ihres Trägers abhängig – selbst bei der Armbrust, bei der die Energie durch die gespannte und arretierte Sehne gespeichert und gezielt abgegeben werden kann, muss diese Energie zunächst mit Muskelkraft durch das Spannen der Sehne erzeugt werden.


Dies änderte sich in dem Moment, als unsere Vorfahren erkannten, dass auch chemischen Verbindungen Energie innewohnt, die man gezielt freisetzen kann (wie heutzutage z.B. durch Entzünden des Benzin-Luft-Gemisches im Verbrennungsmotor).


Es waren die Byzantiner, welche erstmals brennende Substanzen als Waffe einsetzten: die allgemein „Griechisches Feuer“ genannte Brandwaffe, die besser mit „Flüssiges Feuer“ zu beschreiben ist. Der erste überlieferte Einsatz erfolgte 677 n. Chr. während der Belagerung von Konstantinopel durch die Araber.  Es war der erste Flammenwerfer der Welt, dessen Brandmittel Erdöl oder Asphalt als Grundlage hatte, Stoffe, die man im byzantinischen Reich in der Nähe des Schwarzen Meeres an der Erdoberfläche finden konnte und die durch Erhitzen und danach Entzünden aus einer Kupferröhre einen Flammenstrahl entweichen ließen.


Diesen Naturstoffen wurden im Verlauf der Geschichte auch Baumharz, Schwefel und gebrannter Kalk und ab dem 10. Jahrhundert dann Salpeter zugemischt. Damit konnte man zwar über Distanzen Brände erzeugen - diese Mischungen waren aber nicht geeignet, Gegenstände  zu beschleunigen.


Mit der Erfindung des Schwarzpulvers, welche in die Herrschaft der chinesischen Han-Dynastie (206 v.Chr. – 220 n.Chr.) gelegt wird, in eine Zeit also, in der in Europa das Römische Reich noch in voller Blüte stand, war in China in einer Mischung aus Holzkohle, Salpeter und Schwefel das Treibmittel gefunden worden, mit dessen Hilfe jahrhundertelang und noch bis heute Projektile aus Schusswaffen verfeuert wurden.


Die Chinesen verwandten es aber zunächst nur in Feuerwerksraketen mit dem Ziel, bei Festen Gäste und Zuschauer zu unterhalten. Aus dem 13.Jahrhundert sind aber auch schon Berichte über das Verschießen von Projektilen aus Bambusrohren bekannt.


Vermutlich machten (arabische) Händler die Rezepturen auch in den europäischen Ländern bekannt. Anders als in Fernost erkannte man in Europa den militärischen Nutzen dieser Salpeter-Schwefel-Holzkohle-Gemische erheblich schneller – oder war aufgrund des engen Zusammenlebens und der dadurch bedingt immer wieder aufflackernden Streitigkeiten zwischen den Völkern in Europa und ihren zahlreichen (Klein-)Staaten eher geneigt, den Satz Heraklits (ca. 550 – 480 v.Chr.) zu bestätigen, dass der Krieg ... der Vater aller Dinge sei.


Kaum in Europa angekommen, tauchten in der Mitte des 14.Jahrhunderts bereits die ersten Feuerwaffen auf – flaschenartige Geschütze (Feuertöpfe), aus deren Hals ein Pfeil verschossen wurde, nachdem eine im Flaschenbauch gelagerte Schwarzpulverladung durch einen glühenden Draht entzündet war.  


Unsere Ausstellung im Stommelner Heimatmuseum befasst sich mit den verschiedenen Techniken, dieses Pulvergemisch zu entzünden. Es blieb nämlich nicht lange beim glühenden Draht bzw. der von Hand geführten Lunte:  Im Verlauf der Jahrhunderte wurden die Mechanismen immer komplizierter und ausgeklügelter, durch welche das für den Schuss notwendige Treibmittel (zunächst Schwarzpulver und seit dem Ende des 19. Jahrhunderts Nitropulver) zur Entzündung gebracht werden konnte.


Diese verschiedenen Mechanismen werden anhand von wertvollen Exponaten aus sechs Jahrhunderten dargestellt. Kompetente Erläuterungen zu diesen durch unsere Mitglieder lassen die Reise durch die Vergangenheit zu einem Erlebnis werden.


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Vom 23. April - 31. Mai 2012 waren in der Ausstellung "Waffen die Leben retten" in der Zweigstelle Köln-Esch der Kölner Bank eG (siehe: http://www.koelnerbank.de/), Chorbuschstraße 41, 50765 Köln Leucht- und Signalmittel aus 2 Jahrhunderten zu sehen.


Waffen, die Leben retten...


  – welch ein Unfug, mag da manch ein Betrachter denken! Das gibt´s doch gar nicht!


 „Waffen sind nur zum Töten geschaffen“ ist doch die breite Mehrheitsmeinung. 


 Weit gefehlt, denn Leucht- und Signalpistolen sind Schusswaffen mit humanitärem Hintergrund!


Verfolgt man die Einsatzberichte in den Jahrbüchern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) oder jene der U.S. Coast Guard, stößt man immer wieder auf Schilderungen glimpflich verlaufener Bergungsaktionen, denen ein abgeschossenes pyrotechnisches Notsignal vorausging. Regelmäßig wurden und werden auf den Meeren der Welt Havaristen aufgefischt, die auf ihre missliche Lage durch den Gebrauch einer Signalpistole aufmerksam machen konnten. Wo Funklöcher, Spannungsabfall oder feuchtigkeitsbedingte Kurzschlüsse das Mobiltelefon sabotieren, funktionieren die seit über 100 Jahren in ihren Wesensmerkmalen und Funktionsprinzipien nahezu unveränderten Signalpistolen immer noch und leisten somit wirksame Beiträge zur Rettung von Menschenleben aus See- und Bergnot.


Die Entstehungsgeschichte der Leucht- und Signalpistolen ist  untrennbar mit der Seefahrt verbunden, deren weltumspannende Expansion im 19. Jahrhundert automatisch mehr Unglücke und Havarien zur Folge hatte. Für derlei Notsituationen entstand speziell in den großen traditionell seefahrenden Nationen wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den USA ein wachsender Bedarf an Seenotgerätschaften, weshalb sich gerade in diesen Ländern zahllose Entwicklungen finden, die sich ideal als Sammlungsobjekte für den maritim Interessierten bieten. Während Leucht- und Signalpistolen in nahezu allen anderen Ländern der Welt nicht als Waffen, sondern nur als Notsignalgeräte klassifiziert sind, die dort keiner waffenrechtlichen Genehmigung bedürfen, fallen sie hierzulande leider unter die Definition des Waffengesetzes für Schusswaffen und unterliegen somit deutlich erschwerten Erwerbsbedingungen.


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                             "Karl May und der Traum vom Abenteuer"


Am 21. und 22. April 2012 spürten wir im Kultur- und Medienzentrum der Stadt Pulheim dem Phänomen „Karl May“ nach.


Anlass war der 100. Todestag des wohl bedeutendsten deutschen Autoren von Abenteuerromanen im März dieses Jahres. Nach der offiziellen Eröffnung der Ausstellung durch den Pulheimer Bürgermeister Frank Keppeler und dem 1. Stellvertretenden Landrat des Rhein-Erft-Kreises Willi Harren (in Gegenwart der Landtagskandidaten Isabelle Batzdorf (FDP) und Michael Wiecki (CDU), der Fraktionsvorsitzenden im Pulheimer Stadtrat Luzia Kilias (FDP) und Michael Stroschein (SPD), der Parteivorsitzenden Marlies Stroschein (SPD) und Christoph Ostendorf (FDP), der Bezirksdirektorin der Kreissparkasse Köln, Rosemarie Katzenbach, der Stellvertretenden Vorsitzende des Pulheimer Geschichtsvereins, Annette Gregor und  Karl-Heinz Grebe, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Philatelistenverbandes Mittelrhein), strömten über 400 Besucher an den beiden Tagen in das Kultur- und Medienzentrum. Auch der Landtagskandidat der SPD – Guido van den Berg – machte den Sammlern und Historikern im Verlauf der Ausstellung seine Aufwartung. Lediglich von den  ebenfalls eingeladenen GRÜNEN konnte kein Vertreter der Weg ins Kultur- und Medienzentrum finden.


Unser eingespieltes Team hatte kompetente Verstärkung erfahren durch Wolfgang Trunschke vom „Kriminalpanoptikum“ (dem Polizeimuseum Aschersleben/Sachsen-Anhalt) und Wolfgang Andrée (Alsdorf, Goldmedaillengewinner des Wettbewerbes „Thematische Philatelie“ vom 13.04.2012), Wilhelm "Husky" Linz, europaweit bekannter Falkner und Indianistik-Sammler aus Frechen sowie den Karl-May-Freunden Angelika Meyer und Alexander Glahn  aus Mannheim. Weiterhin wurden wir durch Unmengen von Exponaten privater Sammler außerhalb unserer Gruppe und des Karl-May-Museums aus Radebeul unterstützt.


Die Spenden (bei freiem Eintritt) sowie der Erlös aus dem Verkauf der 90 Seiten starken Begleitschrift und gespendetem Kaffee und Kuchen flossen wiederum dem Fonds „Cents für Pänz“ zu.


Die Reichhaltigkeit der gezeigten Exponate ist schwerlich zu überbieten: Wer hat schon einmal eine chinesische, eine japanische, eine russische, eine finnische, eine … Ausgabe eines Karl-May-Romanes gesehen? Bücher in zwölf verschiedenen Sprachen warteten auf den Besucher – und natürlich die Komplettausgabe des gesamten Werkes inklusive verschiedener Ausgaben diverser Verlage von 1885 bis zu Gegenwart.


Der Ausstellungssaal wurde dominiert von einem indianischen Tipi von über fünf Metern Höhe und dem Fell eines nordamerikanischen Schwarzbären davor. Nicht minder eindrucksvoll war aber auch das Inventar eines Beduinenzeltes oder die Bekleidung und Ausrüstung südamerikanischer Gauchos und ihres Estancieros. Alle diese Exponate gaben Einblicke in die verschiedenen Kulturen, die Karl May in seinen Abenteuerromanen beschrieb. Vitrinen zum Thema „Schwarzafrika“ hielten moralische Tiefpunkte wie Sklavenjagd und Handel mit menschlicher Beute vor Augen,  die Karl May in seinen Romanen „Im Land des Mahdi“ und „Die Sklavenkaravane“ angeprangert hatte.  Objekte von Polizei und Justiz aus Sachsen erinnerten aber auch an die kriminelle Vergangenheit Karl Mays.


Mit dem Philatelisten Wolfgang Andrée war zudem ein frischgekürter Goldmedaillengewinner anwesend, der mit seiner Dokumentation den Lebensweg Karl Mays anhand von z.T. höchst raren philatelistischen Kostbarkeiten nachgezeichnet hat und die hier zum ersten Male überhaupt außerhalb des Kreises von Briefmarkenfreunden gezeigt wurde.


Gleichwohl wir Organisatoren Waffen- und Munitionssammler sind, wurde der Besucher nicht von den zeitgenössischen Blank- und Schusswaffen sowie die dazugehörigen Patronen aus den Regionen erschlagen, in denen „Old Shatterhand“ und „Kara ben Nemsi“ ihre Abenteuer erlebten, da diese harmonisch in Gegenstände des täglichen Alltags eingebettet waren. So konnte selbst der unbedarfte Besucher leicht erkennen, dass auch Waffen und ihre Munition nichts anderes sind als „Fingerabdrücke der Geschichte“, um deren Erhaltung man sich ebenso kümmern muss wie um die anderer Relikte der Vergangenheit.


Und die ausgestellte Silberbüchse von „Winnetou“, der Bärentöter „Old Shatterhands“ sowie diverse Waffen und andere Ausstattungsutensilien der Kinoerfolge von Rialto-Film weckten bei vielen Besuchern augenscheinlich nachhaltige Jugenderinnerungen.


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Bis einschließlich zum 20. April 2010 war in der


Zweigstelle Köln-Esch der Kölner Bank eG (siehe: http://www.koelnerbank.de/)


Chorbuschstraße 41, 50765 Köln


noch eine Indianistik-Ausstellung zu sehen. Wir stellen erneut die Lebenswelt von Menschen dar, die dem Expansionsdrang der weißen Rasse zum Opfer gefallen sind.


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Unsere Sammlergruppe erinnerte mit der Ausstellung


                                 „Blankwaffen aus Zentralafrika“


an die Völker, die am meisten unter dem Kolonialismus und der Jagd nach Sklaven gelitten haben. Einige von diesen sind von der Landkarte verschwunden und nur ihre Hinterlassenschaften belegen noch, dass es diese Völker einmal gegeben hat.


Die Ausstellung war bis Ende November 2011 zu besichtigen in den Geschäftsräumen der


Zweigstelle Köln-Esch der Kölner Bank eG (siehe: http://www.koelnerbank.de/)


Chorbuschstraße 41, 50765 Köln.


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Im Rahmen der Öffnung des Forts X am Neusser Wall beim „Tag des Offenen Denkmals“ (Thema: Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert) am 11. September 2011 zeigten wir eine spezielle Variante der industriellen Revolution, welche die (vermeintliche) Romantik des Soldatendaseins realistisch betrachten ließ.


 Wenn man den Begriff „Revolution“ hört, ist man geneigt, zunächst – oder vielleicht sogar ausschließlich – an den bewaffneten Kampf zu denken und übersieht dabei, dass sich z.B. auch im industriellen Bereich „Revolutionen“ i.S. von rasanten Veränderungen abspielen können.


Das 19. Jahrhundert begann in der ausklingenden Steinschlossära und sah in seinem Verlauf eine stürmische Entwicklung über das Perkussions-Zündsystem, die Zündnadel- und die Stiftfeuerzündung bis hin zur metallenen Einheitspatrone mit Rand- und Zentralfeuerzündung.


 Parallel dazu kam es zu einer ebenso rasanten Waffenentwicklung in der Art, dass die zu Anfang des 19. Jahrhunderts dominierenden Vorderlader bis zur Wende zum 20. Jahrhundert zumindest im militärischen Bereich vollständig von Hinterlader-Waffen mit Metallpatronen abgelöst wurden und im zivilen Bereich die Verdrängung durch Selbstladewaffen begann. Eine derart fulminante Entwicklung hat es im vergangenen 20. Jahrhundert nicht mehr gegeben.


Mit entsprechenden Exemplaren aus dem Bereich der Lang- und Kurzwaffen sowie der dazugehörigen Munition gewannen die zahlreichen Besucher einen Einblick in diese Facette unserer Geschichte. 


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Beim 30. Pulheimer Stadtfest am 16. Juli 2011 bot unsere Sammlergruppe eine Präsentation, welche sicherlich ihresgleichen sucht (und einen Besucher zur Bemerkung veranlasste: „Ihr seid die Einzigen, die sich jedes Jahr etwas Neues einfallen lassen; alle anderen Stände sehen immer gleich aus: War man einmal da, kennt man alles wieder …“.


 


Wir zeigten diesmal Hauptdarsteller vieler berühmter Filme, welche ungerechterweise weder im Vor- noch im Nachspann erwähnt werden, ohne deren Mitwirken diese Filme aber nicht zustande gekommen wären: die darin verwendeten Waffen.


 


Diese Waffen nun konnten unsere Besucher auf oder neben Plakaten und Szenenbildern eingehend betrachten.


 


-          Fluch der Karibik (Felddegen aus dem 30jährigen Krieg und Steinschloss-Pistole)


-          Lawrence von Arabien (Nimcha, Mauser C96, Webley Mk. V und Lee Enfield S.M.L.E.)


-          Liebesgrüße aus Moskau (Walther LP53 [im Film als „Raketenpistole“ gezeigt]  mit einer Handvoll Diabolos sowie vier Gyrojet-Patronen und Walther PPK)


-          Die Maske des Zorro (Glockendegen)


-          Spiel mir das Lied vom Tod


-          Für eine Handvoll Dollar


-          Big Jake


Für die Western standen je ein Colt M1851 und ein Colt M1860, zwei Colt M1873 mit unterschiedlicher Lauflänge sowie zwei verschiedene Winchester M1873 parat.


 


Als Leihgabe des Karl-May-Museums in Radebeul war uns zudem ein Original-Filmplakat von „Winnetou 1” anvertraut worden.


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FORTIS COLONIA 2011


Unter der Schirmherrschaft des Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters fand am Wochenende des 25. und 26. Juni 2011 zum zweiten Male an vielen Stellen der Stadt die Veranstaltung „FORTIS COLONIA – 2000 Jahre wehrhaftes Köln“ statt (vgl.: www.fortis-colonia.de).


Im preußischen Fort X (vgl.: http://www.festungsbauten.de/fortx.htm) unterstützten Mitglieder des Kuratoriums zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V. und der Patronensammlervereinigung e.V. mit einer Ausstellung „Köln als preußische Festung und Garnison 1815 – 1918“ das dortige Programm.


Einblick in die Kölner Militärgeschichte boten zunächst Übersichten und Schautafeln zur politischen Lage sowie zur Entwicklung Kölns als Festung und Garnison mit ihren  Kasernen und Forts. Sodann wurden die stationierten Waffengattungen vorgestellt.


Glanzlichter der Ausstellung waren natürlich die Waffen. Gezeigt wurden in chronologischer Folge Handfeuerwaffen mit ihren Blankwaffen vom „Reparaturgewehr“ M1809/13 bis zum Karabiner 98a. Faustfeuerwaffen von der Kavalleriepistole M1850 bis zur langen Pistole 08 rundeten das Bild ab. Daneben gab es auch die zugehörige Munition, von Papierpatronen bis hin zur Patrone 8 x 57 IS.


Ebenso komplett war die Reihe der blanken Infanterieseitenwaffen: die  zu den Langwaffen gehörenden Bajonette und  Seitengewehre sowie die Infanteriesäbel bis zum SG 14, ergänzt durch einen Infanterie-Offizierdegen 89 und einen Artilleriesäbel.


Nicht vergessen werden dürfen Patronentaschen, Koppelschuhe und andere „Zutaten“ in Form von Dienstvorschriften, Zeichnungen,  Kriegserinnerungen, Orden u.a.m. Sogar einige frühe Handgranatenmodelle des Ersten Weltkriegs konnten gezeigt werden.


Regelmäßig weckte der Hinweis der Aussteller Erstaunen, dass die waffen- und munitionstechnische Evolution im 19. Jahrhundert mehrere Quantensprünge erlebt hatte: Steinschloss – Perkussionsschloss – Zündnadelverschluss  und letztlich das moderne Hinterladersystem mit Zylinderverschluss, wie es noch heute bei Jagdgewehren Verwendung findet.


Das ständige Kommen und Gehen zahlreicher interessierter Besucher, die von den Festungskundlern nach deren Führungen durch die Anlage zu den Waffen- und Munitionskundlern geleitet wurden, zeigte, dass in der Bevölkerung ein großes Bedürfnis besteht, auch diese Facette der Geschichte unvoreingenommen zu betrachten und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.


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Das unruhige Jahrzehnt – die 1920er Jahre


 


Am 14. und 15. Mai 2011 luden wir Interessierte zu unserer neuen Ausstellung ein und nahmen sie mit auf eine Zeitreise ins „Unruhige Jahrzehnt – die 1920er Jahre“. Doch wieso „unruhiges Jahrzehnt“? Tragen nicht gerade die 1920er Jahre den Titel „Die goldenen Zwanziger“? Die Ausstellung zeigte den Gästen beides:


 


§   die unruhige erste Hälfte des Jahrzehnts, die geprägt war von den Nachwehen des verlorenen Ersten Weltkriegs, von Hunger, existentieller Not und Inflation. Die dramatische politische und wirtschaftliche Situation gab den extremistischen Strömungen nachhaltig Auftrieb und rechte wie linke Parteien kämpften bürgerkriegsähnlich um ihre Positionen. Die Bewaffnung von Reichsheer, Freikorps, Einwohnerwehren und die Lage der Polizei sowie Ruhrkampf, Inflation und Selbstschutz in der Weimarer Republik wurden anhand von Exponaten thematisiert.


§ die Jahre von 1924 bis 1929, die auch als die „Goldenen Zwanziger“ bezeichnet werden. Sie brachten relative Stabilität, wirtschaftliche Erholung sowie außenpolitische Anerkennung und Wertschätzung und wurden den Besuchern anhand der sich explosionsartig entwickelnden Unterhaltungsindustrie, mittels kurzlebiger Modetänze und frecher Schlagertexte sowie freizügiger Mode eindrucksvoll dargestellt, aber auch durch Ausstellungsstücke, die die Entwicklung von Sport, Technik und Verkehr in der damaligen Zeit demonstrieren. Geschichte ist eben nicht nur Politik, sondern gerade auch Alltag!


 


Wieder ging das Konzept unser  Sammlergemeinschaft auf, Waffen und Munition ganz selbstverständlich einzubinden in andere – „ungefährliche“ – Sammelobjekte. Die Besucher lobten in Wort und Schrift (Gästebuch) die bunte, abwechslungsreiche Mischung an Exponaten, die Geschichte anschaulich und anfassbar vermittelt, ebenso wie die ausführlichen persönlichen  Erläuterungen der anwesenden Sammler, die dazu verhalfen, die Ausstellungsstücke im richtigen Kontext zu sehen.


 


Bei der Eröffnung, die durch den Bürgermeister der Stadt Pulheim Frank Keppeler, die beiden stellvertretenden Landräte Harald Dudzus (Rhein-Erft-Kreis) und Dr. Hans-Ulrich Klose (Rhein-Kreis Neuss) sowie die stellvertretende Vorsitzende des örtlichen Geschichtsvereins Annette Gregor erfolgte, wurde die Auseinandersetzung der Aussteller mit dieser wechselhaften Epoche deutscher Geschichte ebenso anerkannt wie der kulturelle Wert von uns privaten Sammlern, die wir durch unsere Arbeit unwiederbringliche Zeugen der Vergangenheit vor dem Untergang bewahren und für die Nachwelt sichern. Dass unsere Sammlergemeinschaft mittlerweile als fester Bestandteil der örtlichen Kulturszene akzeptiert ist, wird auch durch die Anwesenheit von Vertretern der bürgerlichen Parteien bei der Ausstellungseröffnung bestätigt: Willi Zylajew, MdB, Rita Klöpper, MdL und Gregor Golland, MdL (alle CDU) sowie Hans Ehm, MdK (FDP).


Der Eintritt zur Ausstellung war wie immer frei, der Inhalt der Spendenbox sowie der Erlös aus dem Verkauf der 116-seitigen Begleitschrift zur Ausstellung und des Kuchens (Spenden der Bäckereien Kayser und Meiners sowie von Mitgliedern und "Sympathisanten" unserer Gruppe) flossen
– wie in den vergangenen Jahren auch – dem Fonds „Cents für Pänz“ zu, aus dem Pulheimer Kinder in außergewöhnlichen Notsituationen unterstützt werden.


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PULHEIMER STADTFEST 2010


Wir waren erneut beim Pulheimer Stadtfest am Samstag, 10. Juli 2010 von 10:00 - 19:00 Uhr präsent (http://www.pulheim.de/29_stadtfest/?id=1572) und haben in der Ausstellung „Als der Westen noch wild war“ mit Gegenständen aus der us-amerikanischen Geschichte im mittleren 19. Jahrhundert an die Epoche erinnert, in der den Indianern ein ganzer Erdteil weggenommen wurde.


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FORTIS COLONIA 2010


Am Wochenende des  5. und 6. Juni 2010 fand unter der Schirmherrschaft des Kölner Regierungspräsidenten Hans Peter Lindlar die Veranstaltung „2000 Jahre befestigtes Köln“  mit 30 Attraktionen bzw. Aktivitäten an verschiedenen Stellen statt (vgl.: http://www.fortis-colonia.de/). Wie nun zu erfahren war, hat wohl das Fort X von all den vielen Veranstaltungen den größten Publikumszulauf gehabt - was sicherlich auch unserer Präsentation geschuldet ist, denn viele Besucher kamen auf Anregung von Freunden oder Angehörigen zu uns.


Denn wir waren auch dabei und haben im Fort X (am Neußer Wall) eine Ausstellung mit preußischen Hand- und Faustfeuerwaffen gezeigt, wie sie in der Zeit von 1815 – 1918 von den in Köln stationierten Truppenteilen verwandt wurden. Die Palette der Langwaffen reichte von Musketen mit Stein- und Perkussionsschloss (ein Reparaturgewehr 1809/13 und ein Gewehr U/M) zum Zündnadelgewehr M/41 und weiter zu den Systemen für Metallpatronen M/71, M 71/84, 88 und 98.


An Faustfeuerwaffen lagen die Kavalleriepistole M/50, die beiden Reichsrevolver M/79 und M/83 sowie die Pistole 08 in der Normalausführung wie auch als Lange Pistole 08 aus.


Zu allem kam noch das entsprechende Zubehör wie Patronentaschen, Zeichnungen bzw. Modelle der verwendeten Patronen, Futterale und Anschlagschaft. Die dazugehörigen Seitengewehre waren selbstredend auch dabei – Anlass für die Frage, warum eine Blankwaffe denn als „Gewehr“ bezeichnet wird und warum man denn nicht einfach „Bajonett“ zu allen Stoßwaffen sagen darf, die man an einem Gewehr resp. Karabiner befestigen („aufpflanzen“) kann*.


Abgerundet wurde diese Präsentation durch Bild- und Textmaterial zur Kölner Militärgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert.


Unsere Freunde vom  Offizierverein der Deutschen Armeekorps 1914 e.V. , welche mit Idealismus dabei sind, das Fort X zu restaurieren, leiteten an diesen Tagen zahlreiche Führungen (in zeitgenössischen Uniformen) durch das Innere des Forts und die Außenanlagen. Am Sonntagabend konnten sie hochzufrieden von mehr als 1.100 Besucher berichten. Zwar war nicht jeder Besucher auch in unsere Ausstellung gekommen, aber dennoch herrschte in unseren Räumen ebenso ein reger Andrang.


Ein derart großes Interesse der Bürger an der Geschichte ihrer Stadt sowie an der Bewaffnung der preußischen Streitkräfte hatten wir uns alle in unseren kühnsten Träumen nicht ausgemalt – wir hatten kaum Gelegenheit zum Essen und Trinken, da immer wieder Fragen zu Technik, Taktik, Kriegs- und Sozialgeschichte u.a.m. zu beantworten waren.


Fazit: Das Interesse an der Waffen- und Munitionstechnik und –geschichte wächst und immer mehr Bürger nähern sich uns unvoreingenommen.


 


 


* Die Bezeichnung „Seitengewehr“ leitet sich aus alter Zeit ab, als das Wort „Gewehr“ (man findet den Wortstamm „wehren“ darin) die Waffe an sich bezeichnete und man zwischen dem „Obergewehr“ (Lanze, Spieß, Hellebarde und ihre Abarten) und dem „Untergewehr“ (Säbel, Schwert, Dolch, etc.) unterschied. Die Stangenwaffen, welche dem Träger eine größere Reichweite und damit Schutz vor der Kavallerie verliehen, verloren mit Aufkommen der Feuerwaffen ihre Bedeutung, während sich die Hieb- und Stoßwaffen bis zum Ersten Weltkrieg behaupten konnten. Das „Obergewehr“ wandelte sich zum „Gewehr“ als Bezeichnung für lange Schusswaffen, während das „Untergewehr“ zum „Seitengewehr“ wurde. Um den Infanteristen mit ihren einschüssigen und in der Vorderladerzeit  nur sehr langsam zu ladenden Gewehren Schutz vor heranpreschender Kavallerie zu bieten, wurde Mitte des 16. Jahrhunderts das „Bajonett“ erfunden, ein langer Dorn aus Eisen, der zunächst in die Mündung gesteckt („Spundbajonett“) und später an einer Vorrichtung am Lauf („Dillenbajonett“) befestigt wurde. Diese Bajonette waren lediglich zum Stich geeignet und stellten – am Gewehr befestigt – einen Lanzenersatz zum Schutz vor allem gegen angreifende Kavallerie dar. Mitte des 19. Jahrhunderts dann verlieh man der seitlich getragenen Blankwaffe eine Nut im Griffstück, mit deren Hilfe diese wie ein Bajonett an dem Gewehr befestigt werden kann. Das „Seitengewehr“ ist also eine Blankwaffe, welche einen größeren Einsatzraum besitzt als ein Bajonett – und das zudem bei spezialisierten Truppen („Genietruppen“, später „Pioniere“) als Werkzeug einzusetzen war (z.B. „Faschinenmesser“).


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Altbewahrtes  Sammelobjekte erzählen Geschichte(n) im Kultur- und Medienzentrum der Stadt Pulheim, Steinstraße, 50259 Pulheim am 01. und 02. Mai 2010.


Vorab: mehr als 600 Besucher ließen fast 900 €uro Spenden an den Fonds „Cents für Pänz“ fließen! Wieder eine Wiederholung ... aber lediglich der Idee, denn neue Mitaussteller und neue Exponate brachten eine völlig andere Ausstellung zusammen als vor zwei Jahren in Köln-Esch.


Auch diese Ausstellung war wieder ein voller Erfolg: Der Landrat des Rhein-Erft-Kreises Werner Stump (CDU), der Pulheimer Bürgermeister Frank Keppeler (CDU) und der Pulheimer Kulturdezernent Florian Herpel (SPD) stellten uns in ihren Grußworten für die Begleitschrift ein gutes Zeugnis aus und wiesen damit jene in die Schranken, welche unsere kulturpolitisch wichtige Tätigkeit immer wieder in ein schlechtes Licht zu rücken versuchen. Unser Dank gilt daher diesen drei Politikern, die uns so den Rücken stärken, weiterhin historisch-technische Themen einem breiten Publikum zu präsentieren. Unter diesem befanden sich mit Gabriele Molitor (FDP) und Willy Zylajew (CDU) auch zwei Abgeordnete, die den Erftkreis im Deutschen Bundestag vertreten.


 


Wir hatten in unserem Umfeld Sammlerfreunde gebeten, die wichtigsten Stücke ihrer Sammlungen auszustellen und deren allgemeine wie auch die spezielle Geschichte niederzulegen. Rund 30 Sammler waren diesem Aufruf gefolgt: Entsprechend bunt und vielseitig – und damit auch anspruchsvoll – war daher diese Ausstellung.


 


Begrüßt wurden die Besucher schon auf dem Vorplatz des Dr.Hans-Köster-Saales von Autos des „Ford Oldtimer- und Motorsport Club Cologne e.V.“, die in wechselnder Besetzung einen Streifzug durch 70 Jahre Automobilgeschichte erlaubten. Hatte der Geschichtsinteressierte die Freitreppe überwunden, so empfing ihn noch in der Halle Musik aus historischen Grammophonen des frühen 20. Jahrhunderts – selbstverständlich von ebensolchen Schallplatten und anderen Tonträgern abgespielt. Der Initiator des zukünftigen Dormagener Grammophon-Museums (Eröffnung am 20. Juni 2010 um 11:00 Uhr  - http://www.boogie-friends.de/News/news.html) ließ so u.a. Enrico Caruso erklingen – auf einer Originalschallplatte und einem zeitgenössischen Abspielgerät: Besser war der Eindruck nicht zu vermitteln, den unsere Urgroßväter und –mütter empfanden, wenn Anfang des 20. Jahrhunderts ein Musikabend angesagt war. Ebenfalls vor dem Eingang zum eigentlichen Kultur- und Medienzentrum ließen 6 Motorräder aus der Zeit zwischen 1924 und 1961 die Augen der Besucher glänzen.


Nicht allein Kinderaugen wurden groß beim Betrachten der Vitrinen mit exotischen - heute artgeschützten - Schmetterlingen, die man allenfalls sonst in großen Naturkundemuseen finden kann.


Weiter ging der Rundgang vorbei an Silberstiftzeichnungen von vier Generationen einer sächsischen Kaufmannsfamilie aus dem frühen 20. Jahrhundert hin zu wertvollem Porzellan namhafter in- und ausländischer Manufakturen (Königszelt, Fürstenberg, Herend, Limoges, Lomonosov u.a. mehr) und Glaskunst aus der kurzen aber gestaltungsreichen Epoche des Jugendstils.


Hauswirtschaftliches Gerät des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts erzeugte bei so manchem Besucher ein Déja-Vue-Erlebnis: „Das kenne ich doch noch …“. Sehr lebendig wurde es am Stand der Trachtensammler aus der hessischen Schwalm, hatten die Aussteller doch nicht allein Schaufensterpuppen drapiert sondern sich auch gleich selber in die Tracht geworfen.


Wichtige Exponate aus der Entwicklungsgeschichte des Radios fanden sich neben mechanisch funktionierenden Apparaturen aus dem Bereich der Fernmeldetechnik – zwei Sammelgebiete, deren Gegenstände mit der Einführung elektronischer Geräte quasi über Nacht überholt waren. Dasselbe Schicksal ereilte die Hilfsmittel früherer Schülergenerationen (Logarithmentafeln, Rechenschieber, -walzen und –uhren). Apropos Uhren: Freunde von Taschenuhren kamen ebenso auf ihre Kosten wie diejenigen von Kamin- und Reiseuhren.


Aber waren die Organisatoren des Spektakels nicht Waffen- und Munitionssammler? Natürlich nahmen unsere Exponate den breitesten Raum ein  – ist ja auch die Spanne der Themen, welche wir rheinländischen Sammler bearbeiten können, recht groß.


So wurde der Besucher in die Zeit eines Wolfgang Amadeus Mozart zurückversetzt, als Dame und Herr beim Flanieren zwei obligate Akzessoires trugen: Galanteriedegen und Fächer. Zwar auch als Waffe einzusetzen war der Galanteriedegen des Rokoko mehr ein Statussymbol, welches der Umgebung den gesellschaftlichen Platz und den finanziellen Hintergrund des Trägers zeigte – und so der Damenwelt Hinweise gab, ob und wie sie ihren Fächer als Signalgeber einsetzen sollte …


Korbschwerter („Schiavona“) der Leibgarde des Dogen von Venedig aus der Zeit von 1600 – 1750 stellten die insgesamt ältesten Exponate dar – die seltensten dagegen waren Waffen des berühmten Karabinierkorps des Herzogtums Schaumburg-Lippe, welches selbst in seiner bedeutendsten Zeit lediglich aus maximal 90 hervorragend trainierten Soldaten bestand, deren militärische Aktionen im mittleren 18. Jahrhundert ihnen bei den Franzosen den respektvollen Namen „Les Diables de Buckbourg“ einbrachten. Die komplette Ausrüstung eines solchen Jägers – bei uns zu sehen - dürfte kein öffentliches Museum besitzen.


Viele Besucher schreckten zuerst zurück: Handgranaten sind nun wirklich optisch nicht schön und von ihrer Zweckbestimmung her auch durchaus furchteinflößend. Aber mit einer einfühlsamen und faktenreichen Erklärung (welche im Übrigen alle Aussteller den Besuchern boten) erkannten die meisten, dass auch diese Relikte unserer Geschichte des Aufhebens wert sind – zumal gerade die älteren Exponate sehr selten sind, da sie immer nur zum Einmalgebrauch gedacht waren ...


Erwecken Handgranaten schnell Vorstellungen von (Graben-)Krieg, Tod und Verwüstung, so lassen Kleinstbildkameras Visionen von geheimnisvollen Aktionen dunkler Figuren entstehen. Dabei war eine geheimdienstliche Verwendung dieser Fotoapparate sicherlich eher die Ausnahme – und die erste Zielgruppe des Erfinders der MINOX-Kamera war sicherlich der Fotofreund, der mit einer kleinen und leichten aber dennoch leistungsfähigen Kamera überall Schnappschüsse machen konnte. „Schnappschüsse“ … natürlich ist es ein Mitglied unserer Sammlergruppe, welches als zweites Standbein eine MINOX-Kollektion pflegt.


Mit „Schutz und Trutz aus alter Zeit“ waren die Vitrinen überschrieben, in denen verschiedene Helme des 16. bis zum frühen 17. Jahrhunderts ausgestellt waren; ihnen gegenüber standen mit Säbeln, Degen und Schwertern Angriffswaffen aus zweihundert Jahren und von zwei Kontinenten.


Dass auch „Kleine Kaliber“ sammelwürdige Schusswaffen darstellen, belegten die liebevoll zusammengestellten Vitrinen mit kleinkalibrigen Kurz- und Langwaffen zusammen mit entsprechendem Zubehör (Kästen, Zielfernrohre, Einstecksysteme, Bedienungsanleitungen, etc.) behördlicher und ziviler Herkunft.


Ein Sammlerfreund aus Osnabrück bereicherte nicht zum ersten Mal eine unserer Ausstellungen. Er zeigte nicht allein seltene Grubenlampen, mit welchen die Bergleute seinerzeit "unter Tage" gingen, sondern vor allem hervorragend erhaltene Handfeuerwaffen englischer Provenienz aus der Blütezeit des British Empire. Die ausgestellten Stücke sind im gerade erschienen Buch unseres Sammlerfreundes abgebildet. Auch ein französischer Militärrevolver aus unserer Ausstellung war Fotomodell für ein anderes Standardwerk, dasjenige über europäische Militärrevolver: in unserer Ausstellung sah er sich friedlich in der Vitrine ruhend seinem „Konkurrenten im Schützengraben“ – der deutschen „Lange Pistole 08“ gegenüber.


Unter „Waffen die Leben retten“ stellt sich der Laie regelmäßig polizeiliche Scharfschützenwaffen vor, mit denen – um eben das Leben Unschuldiger zu retten – das eines Straftäters ausgelöscht wird. Weit gefehlt: Leucht- und Signalmittel sind oftmals die letzte Möglichkeit, auf Notlagen aufmerksam zu machen und manchmal bedarf es eines Leinenschussgerätes, um Menschen von havarierten Schiffen zu bergen. Alle diese Gegenstände werden in Deutschland als „Schusswaffe“ eingestuft und unterliegen denselben überstrengen gesetzlichen Bestimmungen wie Sport- oder Jagdwaffen. Darauf hinzuweisen hatten die Sammler viel Mühe verwandt und dem Besucher über ausführliche Erklärungen dargelegt, wie hürdenreich und dornig doch der Weg ist bis zum legalen Besitz einer Schusswaffe und welche Probleme auch danach noch auf den Legalbesitzer warten – und wie unbeschwert es sich doch lebt, wenn man eine behördlich nicht bekannte (= illegale) Waffe besitzt, denn alle Maßnahmen zur „Verbesserung“ der „Inneren Sicherheit“ setzen am sicherheitspolitisch irrelevanten legalen Waffenbesitz an.


Dass jemand das Erbe seiner Altvorderen ehrt, ist heute leider keine Selbstverständlichkeit mehr; ein Mitglied unserer Gruppe hat sich diesem ehrenden Andenken aber verschrieben und sammelt Zündnadelwaffen, deren System sein Ururgroßvater im frühen 19. Jahrhundert erfunden und welches damals Preußen die militärische Vormachtstellung in Europa verschafft hatte.


Auch eine junge Dame aus unserem Sammlerkreis, die das Erbe ihres waffensammelnden Vaters angetreten hat, ehrte dessen Andenken, indem sie eine Palette von 6 Kurzwaffen präsentierte, die sie mit weiblicher Intuition ausgesucht hatte – was auch den „alten Hasen“ unter uns einen neuen Blickwinkel erschloss, unter dem man Sammelobjekte betrachten kann.


Und noch eine Ehrerbietung: mit „In Memoriam“ erinnerte ein Sammler an seine Mentoren, die ihn auf seinem sammlerischen Weg begleitet und geführt hatten und die auf der Endstrecke ihres Lebens Gegenstände aus ihren Kollektionen in jüngere Hände geben wollten – nicht, um im Herbst des Lebens noch einen großen Gewinn abzuschöpfen, sondern um im Bewusstsein aus diesem Leben scheiden zu könne

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