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Prominente Fingerabdrücke auf historischen Waffen

28.10.2017 10:00 Uhr bis 29.10.2017

Indem berühmte Persönlichkeiten und ihre Waffen präsentiert werden, öffnen sich ein paar Fenster der Geschichte, deren Lauf sich oft einer Waffe bedient hat, um seine Richtung zu ändern.

Bild: Schwarzlose-Selbstladepistole Modell 1909
Kaiser WIlhelm II führte auf der Jagd diese Taschenwaffe mit kaiserlichem Emblem

Der „Rheinische Sammlerkreis der Waffen- und Munitionssammler" aus dem Kölner Raum und dem Rhein-Erft-Kreis, öffnet mit seiner nunmehr 9. Ausstellung in Pulheim (und der 18. im Großkölner Raum) erneut ein paar Fenster der Geschichte. Es werden berühmte Persönlichkeiten und ihre Waffen präsentiert. Dabei wird sicherlich das eine oder andere Mal klar, dass sich der Lauf der Geschichte einer Waffe bedient hat, um seine Richtung zu ändern.

Samstag 28. Oktober 2017 von 10:00 – 20:00 Uhr

Sonntag, 29. Oktober 2017 von 10:00 – 17:00 Uhr

Waffen erzählen Geschichten von Helden und Schurken. War z.B. der Attentäter von Sarajevo, der 1914 mit seiner Tat einen Weltbrand auslöste, lediglich ein gewissenloser Fanatiker? Oder war er vielleicht sogar ein Held, der das Ende der Feudalherrschaft herbeiführte? Hierüber lässt sich trefflich streiten.

 

Waffen erzählen aber auch Geschichten vom Erfinder- und Pioniergeist. Über  nichts hat sich der Mensch jemals mehr Gedanken gemacht als über die Technik von Waffen.

 

Dass Personen der (Zeit-)Geschichte Waffen besaßen - und besitzen-, wird heute meist ausgeklammert. Dies ist sicherlich unserem Zeitgeist geschuldet. Dieser personifiziert oftmals Waffen und versieht sie dabei unkritisch mit dem Attribut „böse“. In der Folge werden Waffen dann für viele soziale, kulturelle und gesellschaftliche Fehlentwicklungen verantwortlich gemacht.

 

Lediglich bei den Waffen berühmter fiktiver (Leinwand-)Helden wie z.B. James Bond oder Indiana Jones bzw. Old Shatterhand und Winnetou, wird Nachsicht und Akzeptanz geübt.

 

Dem war nicht immer so. In vergangener Zeit waren Berufe wie „Waffenhändler“ oder „Büchsenmacher“ keineswegs mit einem Negativimage versehen. Genau das Gegenteil war der Fall. Diejenigen, welche diesen Broterwerb ausübten, waren hochangesehene Bürger. Wer weiß heute noch, dass selbst ein Leonardo da Vinci sich nicht zu schade war, neben anderen bahnbrechenden Erfindungen auch modernstes Kriegsgerät zu entwickeln? Erfindungen wie das Radschloss wären ohne das geballte Wissen von Büchsenmachern, Metallurgen und Uhrmachern nie gelungen.

 

Berührungsängste gegenüber Waffen sind daher lediglich ein Phänomen unserer Zeit: In der Vergangenheit schmückten sich gutsituierte Personen gern mit prunkvollen Waffen. Heute verschweigen Prominente dagegen eher, dass sie Waffen besitzen. Wenige Ausnahmen von dieser Regel sind der Politiker Hans-Dietrich Genscher sowie die Schauspieler Henning Baum und Charlton Heston.

Der Eintritt ist (wie immer) frei.

Wir bitten aber um Spenden für den Fonds „Cents für Pänz“. An diesen Fonds fließt auch der Erlös aus dem Verkauf an der Kuchentheke.

 

 

 

Adresse

Kultur- und Medienzentrum der Stadt Pulheim
Steinstraße
50259 Pulheim

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