Der Energiekreis im Wandel
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
In meiner Neujahrsansprache 2004 habe ich dem Rhein-Erft-Kreis die Dachmarke „Energiekreis“ gegeben. Ich möchte hier nun kurz meine Motivation für dieses spannende Tätigkeitsfeld erläutern.
Seit Jahrzehnten wird unser Kreis von der Braunkohle geprägt. Sowohl wirtschaftlich als auch landschaftlich hat sie die Region verändert. Aus ehemaligen Tagebauen im südlichen Revier sind längst unverwechselbare Naherholungsgebiete entstanden, die jährlich tausende Besucher anziehen.
Mit dem modernsten Braunkohlekraftwerk der Welt in Bergheim-Niederaußem, einer Prototypanlage zur Vortrocknung von Braunkohle werden innovative Techniken hier angewandt, die den Rhein-Erft-Kreis weit über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht haben.
Die Weiterentwicklung dieser Technik gilt es zu unterstützen, damit auch künftig die Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit gewährleistet ist.
Diese drei Schlagworte verpflichten aber auch dazu, bereits jetzt darüber nachzudenken, welche Wege beschritten werden müssen, damit nachfolgende Generationen die Energie noch bezahlen können, ausreichend Energie zur Verfügung haben und saubere Luft atmen können.
Alternativen tun sich schon jetzt auf, die heißen: Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Die Betätigungsfelder reichen von der Forschung über die Entwicklung bis hin zur Anwendung. Nur ein ausgewogener Energiemix wird den Anforderungen an eine moderne Gesellschaft auf Dauer gerecht.
Wir sind bereits heute auf dem besten Weg: Im Rhein-Erft-Kreis zeigen sich die unterschiedlichsten Ansätze und Entwicklungen. Ich denke dabei an das neue Gas- und Dampfkraftwerk in Hürth-Knapsack, an die intensiven Bemühungen, die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie im Markt zu etablieren oder die bereits weit fortgeschrittenen Planungen, unter dem Namen „Terra Nova“, u.a. ein interkommunales Forschungs- und Gewerbegebiet zu etablieren, in dem die vorhandenen Kompetenzen im Energiebereich weiter ausgebaut werden sollen.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Blättern auf diesen Seiten, wo Sie weitere Informationen rund um das spannenden Thema „Energie“ erhalten.
Ihr
Werner Stump
Landrat
