Regionale 2010 - projekte :kulturelles erbe


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projekte :kulturelles erbe

Sicherung und Entwicklung des Kulturellen Erbes

Innerhalb des Arbeitsbereiches :stadt und vor allem innerhalb des Arbeitsbereiches :grün haben sich im Rahmen des Qualifizierungs- und Entwicklungsprozesses Projektansätze herauskristallisiert, die sich der Sicherung, Entwicklung und Aufwertung des kulturellen Erbes der Region widmen und im Spannungsfeld kulturlandschaftlicher, städtebaulicher und touristischer Entwicklung stehen. Damit leisten die Projekte neben ihrem strukturfördernden Impuls für die Region im Bereich der städtebaulichen und landschaftlichen Entwicklung sowie touristischen Erschließung auch einen substanziellen Beitrag zum Kulturlandschaftsnetzwerk der Region Köln/Bonn.

Projekt :erlebnisraum römerstrasse – agrippastraße köln-trier

Projektträger

Stadt Erftstadt, Stadt Hürth und Stadt Köln
In Projektkooperation mit den Kommunen Bad Münstereifel, Blankenheim, Dahlem, Kall, Mechernich, Nettersheim und Zülpich

Status

A-Projekt

Beschreibung

Mit ihrer linearen Trassenführung zählt die Römerstraße noch heute zu den markantesten in der Landschaft ablesbaren Elementen der historischen Kulturlandschaft. Die ehemalige römische Staatsstraße von Köln, der einstigen Hauptstadt der Provinz Niedergermanien, ist über weite Strecken im Gelände noch erfahrbar. Sie dokumentiert regionale und überregionale Geschichte. Als interkommunales Projekt unter der Federführung der Stadt Erftstadt soll die Römerstraße Köln-Trier, die so genannte Agrippa-Straße beispielhaft in ihrem Landschaft prägenden Charakter wieder dargestellt und zu einem einzigartigen Erlebnisraum mit angrenzenden „Zeitfenstern“ quer durch alle geschichtlichen Epochen werden. Alleinstellungsmerkmale des landschaftlichen und kulturhistorischem Erbes sollen eine behutsame und nachhaltige Entwicklung erfahren und in ihrer Bedeutung und Linienführung wieder in der Landschaft nachvollziehbar sein – die Römerstraße soll wieder erschließen, zusammenführen und verbinden.

Den mit dem Projektansatz „Erlebnisraum Römerstraße“ der Regionale 2010 verbundenen Zielen sind, mit der Unterzeichnung der „Erftstädter Erklärung“, die Städte und Gemeinden der ILEK-Region „Kalkeifel“ sowie die Anrainerkommunen der durch die EuRegionale 2008 konzipierten „Via Belgica“ (Köln - Boulogne-sur-Mer) grenzüberschreitend beigetreten. Gemeinsam und in enger Abstimmung wird nun über Kreis- und Regionale- Grenzen hinweg angestrebt den historischen Trassenverlauf der „Agrippa-Straße“ und „Via Belgica“ erlebbar zu machen und in geeigneter Form zu vermitteln.

Die Basis für die zukünftige Sicherung, gestalterische Inwertsetzung und Erlebbarmachung dieses einzigartigen kulturellen Erbes stellt eine Rahmenplanung dar, die das Büro WGF Landschaft (Prof. Gerd Aufmkolk), gemeinsam durch die EuRegionale 2008 und die Regionale 2010 beauftragt, zurzeit parallel für beide Römerstraßen erarbeitet und deren Ergebnisse bis Ende 2008 in einem Memorandum zusammengefasst werden.

Projekt :wasserlandschaft/mühlen links und rechts des rheins

Projektträger

Arbeitskreis ,Mühlen links und rechts des Rheins'

Status

C-Projekt

Beschreibung

Mühlen und Hämmer sind ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes der Region. Ihre Bedeutung erschließt sich nicht nur im historischen Wert der Anlage als Zeugnis einer bestimmten geschichtlichen Epoche oder Entwicklung, sondern auch in ihrer landeskundlichen Bedeutung – im Landschaftsbild oder im Zeugniswert für die industriegeschichtliche Entwicklung einer Kulturlandschaft.

Im Mittelpunkt des Projektansatzes steht der Wunsch, aktiv zur Erhaltung und nachhaltigen Sicherung bestehender Wasserkraftanlagen beizutragen.

Als Projektziele sind zu nennen:

  • Die Inwertsetzung des Themas Wasserkraft als Teil des kulturellen Erbes aus archäologischer, baulicher und landschaftlicher Sicht in der Region, sowie zur Erhaltung und Sicherung der Chancen für eine regenerative Energienutzung 
  • Die Erfassung und Bereitstellung von Informationen über die Wasserkraftanlagen in der Region als Informationsangebot an Verwaltung, Ehrenamt und Öffentlichkeit
  • Die Vermittlung und touristische Inwertsetzung der Thematik Wasserkraftanlagen links und rechts des Rheins in Form von vielgestaltigen Produkten, die eine Fülle von Informations- und Erlebnismöglichkeiten bieten 
  • Die Einbindung bereits bestehender, etablierter oder in anderen Projekten realisierter Standorte als Ergänzung des zu entwickelnden Angebots

Als Projektbasis und Grundgerüst der Datenlage fungiert die Literaturauswertung der vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) geförderten Arbeit im Auftrag des Mühlenverbandes Rhein-Erft-Rur (MVRER). Darauf aufbauend hat eine Erfassung und Verortung durch den LVR-Fachbereich Umwelt und eine Einspeisung der Daten in das Informationssystem KuLaDigNW (www.kuladignw.de) stattgefunden. Diese Daten stehen der Öffentlichkeit mit geringen Einschränkungen zur Verfügung.

Weitere Projektbausteine werden im Zuge des Projektfortschrittes zur Vermittlung des kulturellen Erbes der Region aufgebaut und als Informationsangebote zur Verfügung stehen.

Meilensteine

  • Abschluss der Bestandsanalyse/Mühleninventar
  • Erfassung der Mühlenstandorte im KuLaDigNW
  • Werkstatt zur Konkretisierung der Projekumsetzung

Ausblick

  • Aufbau einer Internetpräsenz
  • Teilnahme am Mühlentag
  • Verknüpfung mit dem Freizeitplaner 2010
  • Planung der touristischen Umsetzung des Vermittlungskonzepts in buchbare Angebote