Regionale 2010 - projekte :grün


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projekte :grün

Das Kulturlandschaftsnetzwerk der Region Köln/Bonn

Mit dem Kulturlandschaftsnetzwerk und seinem Instrumentarium – dem "masterplan :grün" – geht die Region Köln/Bonn innovative Wege, um die Zukunft ihrer Kulturlandschaften zu sichern und aktiv zu gestalten. Das Besondere dabei ist, dass der Ansatz aus der Region entwickelt und realisiert wird.

Regionales Denken und Handeln gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Dabei ist die Regionalisierung eine notwendige Antwort auf die Veränderungen, die die Globalisierung der Wirtschaft und die europäische Integration mit sich bringen. "Zukunft gemeinsam gestalten" lautet das Credo des Kulturlandschaftsnetzwerkes der Region Köln/Bonn, als dessen "Leitgerüst" für die zukünftige Entwicklung fungiert der "masterplan :grün". Er manifestiert den gemeinsamen Gestaltungswillen, den eine Region sich selbst gibt, und definiert eine auf Qualität ausgerichtete Zukunftsplanung.

Projekt :regio grün (www.regio-gruen.de)

Projektverantwortlich

Stadt Bedburg | Stadt Bergheim | Stadt Bergisch Gladbach |Stadt Bornheim | Stadt Brühl | Stadt Erftstadt | Stadt Frechen | Stadt Hürth | Stadt Kerpen | Stadt Pulheim | Stadt Wesseling |Rhein-Erft-Kreis | Stadt Köln| Stadt Bonn | Rhein-Sieg-Kreis | Rheinisch-Bergischer Kreis, in Kooperation mit dem Erftverband, Freundeskreis Belvedere, Naturpark Rheinland, Unterhaltungsverband Pulheimer Bach, Zweckverband Stöckheimer Hof

Status

A-Projekt

Beschreibung

"RegioGrün" entwickelt aufbauend auf dem historischen Erbe des inneren und äußeren Kölner Grüngürtels fünf Freiraumkorridore, die als „Radiale“ die Erftaue und die bewaldete Ville erreichen und diese Landschaftselemente zu einem dritten Kölner Grüngürtel machen. Sie gliedern und strukturieren den suburban geprägten linksrheinischen Raum und sollen seine Siedlungsentwicklung steuern. Das System der Ring-Korridore wird als methodischer Ansatz aufbauend auf dem existierenden äußeren Köln-Deutzer Grüngürtel auch auf der rechten Rheinseite entwickelt, wobei der sechste "Radiale" durch die ,Kulturlandschaftlandschaftsachse Strunder Bach´ fortgesetzt wird. Zwei weitere Verbindungen führen zum ,Grünen Fächer Leverkusen‘ und zum ,Königsforst_Wahner Heide‘.

Die sieben Korridore im Gesamtsystem von ,RegioGrün´ erfassen Landschafts- und Kulturräume verschiedener Genese und befinden sich in vier verschiedenenen naturräumlichen Grundeinheiten. Die neuere Kulturlandschaftsgeschichte zeigt noch immer ein heterogenes Bild auf, gleichzeitig wiederholen sich eine Zahl von Merkmalen in den Korridoren.

Ziel des Projektes ,RegioGrün‘ ist die Herausstellung der landschaftlichen Alleinstellungsmerkmale der unter landschaftlich, naturräumlich, kulturhistorisch und technisch-industriell bedeutsame charakteristische Aspekten ausgewählten Freiraumkorridore. Dabei werden Potenziale im Hinblick auf die im Masterplan :grün angestrebte Vernetzung der Kulturlandschaften aufgezeigt. Die so erarbeiteten Grundlagen zur Erschließung der Landschafts- und Freiraumstrukturen, dienen der behutsamen Weiterentwicklung und „Neupräsentation“, sodass ihre spezifischen Qualitäten gestärkt werden.

Planungsaufgabe

Der große Landschaftsraum von ,RegioGrün´ ist sowohl von landschaftlichen Gegensätzen wie von einer dynamischen Siedlungs- und Verkehrsflächenentwicklung der Region Köln/Bonn geprägt, großflächige Tagebauten von Braunkohle und Kies und Flächen der Hochleistungslandwirtschaft vervollständigen das Bild. Vor dem Hintergrund eines weiterhin starken räumlichen Wachstums in der Region Köln/Bonn kommt den Freiräumen eine große Bedeutung hinsichtlich der Konturierung und Qualifizierung zu, was nicht nur ihre Sicherung und ihren Erhalt, sondern auch ihre Weiterentwicklung betrifft. Unter dem Aspekt von Standortqualität für Wohnen und Arbeiten sind attraktive Freiräume in den Bereichen der „urbanen Landschaften“ von hoher Bedeutung. Die landschaftlichen Primärstrukturen wie Topografie, Gewässer oder Wald sind in den Bereichen der zunehmenden Verstädterung überformt und verändert. Es gilt, die vorhandenen Landschaften zu akzeptieren und in sie mit gezielten Interventionen zu qualifizieren.