Von der kommunalen Neugliederung bis heute
Im Rahmen der kommunalen Neugliederung im Jahre 1975 entstand aus den früheren Kreisen Köln und Bergheim sowie Teilen des Kreises Euskirchen der heutige Rhein-Erft-Kreis. Er umfasst die 10 Kommunen Bedburg, Bergheim, Brühl, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim und Wesseling.
Die Wappen der ehemaligen Kreise sind erloschen. Im neuen Wappen des Rhein-Erft-Kreises wird der Name durch das grüne Schildhaupt zum Ausdruck gebracht, in dem das Silberband die Erft darstellt. Der schwarze Jülicher Löwe (mit roter Zunge auf goldenem Fond) und das kurkölnische schwarze Kreuz (auf silbernem Fond) erinnern dagegen an die alten Territorien und früheren Landesherren, die Herzöge von Jülich und das Kurfürstentum in Köln.
Der Rhein-Erft-Kreis hat sich seit seiner Entstehung fast vollständig gewandelt. Landwirtschaft, Braunkohletagebau und große chemische Betriebe stellten lange Zeit die wirtschaftliche Basis des Kreises dar. Auf der einen Seite wurde hier der Grundstein für eine wirtschaftlich starke Branche gelegt, auf der anderen Seite implizieren Monostrukturen auch ein nicht unerhebliches Risiko für den Standort und fordern deshalb die kommunalen Handlungsträger ständig heraus, den Weg für neue Unternehmen zu ebnen. Dies wurde geschafft. Neben den traditionellen Bereichen wandelt sich der Kreis in großen Schritten zum Dienstleistungszentrum mit einer breiten Palette innovativer mittelständischer Unternehmen. Bei den Industrieumsätzen zeigt sich immer noch ein Vorsprung der sich kontinuierlich entwickelnden Bereiche Chemie und Energie, aber Wachstumsbranchen wie EDV, Medien oder Umweltschutztechnologien stehen den Großbetrieben mittlerweile fast gleichwertig gegenüber.
Fühlungsvorteile, verkehrsgünstige Gewerbeflächen und ihre moderate Preisgestaltung haben sicherlich mit dazu beigetragen, dass der Rhein-Erft-Kreis heute einer der wirtschaftlich stärksten Kreise in Nordrhein-Westfalen ist. Auch die Braunkohle hat günstige Konditionen für Betriebsgründungen und -verlagerungen eröffnet. Ein Faktor, der deutlich zur Attraktivität des Standortes beiträgt, ist die wirtschaftsgeographisch günstige Lage. Benachbarte Wirtschafts- Dienstleistungs- und Forschungszentren in Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen sind schnell und bequem zu erreichen.
