Konjunkturpaket II
Zuständige Dezernenten mit Umsetzung äußerst zufrieden
Das Konjunkturpaket II (Pakt für Beschäftigung und Stabilität in Deutschland zur Sicherung der Arbeitsplätze, Stärkung der Wachstumskräfte und Modernisierung des Landes) war ein Konjunkturprogramm in Deutschland, das im Januar 2009 von der Bundesregierung beschlossen wurde, um die Auswirkungen der internationalen
Finanzkrise auf die Realwirtschaft zu mildern und die schwere Rezession im Winterhalbjahr 2008/09 zu überwinden.
Hierauf basierend erhielt der Rhein-Erft-Kreis im April 2009 einen Bewilligungsbescheid i.H.v. 7.394.010 € zur Umsetzung in den Investitionsschwerpunkten "Bildungsinfrastruktur und Infrastruktur".
Mit der Umsetzung des KP II beauftragte Landrat Werner Stump den Dezernenten Anton-Josef Cremer. Bereits vor Erhalt des Bewilligungsbescheides wurden zwischen Verwaltung und Politik Gespräche über die Verwendung der KP II-Mittel geführt.
Schon früh stand fest, aus Mitteln des KP II das "Energie-Kompetenz-Zentrum" in Kerpen-Horrem zu errichten. Auch der Bau eines neuen Frauenhauses im Rhein-Erft-Kreis sollte aus Mitteln des KP II erfolgen. Ferner verständigte man sich auf einen behindertenfreundlichen Ausbau der Jugendbildungsstätte des Rhein-Erft-Kreises in Blankenheim, ebenso wie einen Anbau und die energetische Sanierung an der Milos-Sovak-Schule, einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt "Sprache", in Hürth.
Die Aufgabe des Arbeitskreises KP II war es, das Gesamtkonzept verwaltungsintern zu begleiten und zu koordinieren.
"Von Anfang an war klar, dass die Umsetzung des KP II nur dann funktionieren kann, wenn wir diese Aufgabe als Gemeinschaftsleistung der gesamten Kreisverwaltung sehen und leben. Der Arbeitskreis hat daher frühzeitig alle zuständigen Bereiche der Kreisverwaltung ins Boot geholt, um diese anspruchsvolle Aufgabe anzupacken und
zu einem guten Abschluss zu bringen," so Anton-Josef Cremer.
In die Verwirklichung der einzelnen Maßnahmen wurden folgende Mittel aus dem Konjunkturpaket II investiert:
· Errichtung des Energie-Kompetenz-Zentrum (EKoZ) 3.188.407 €
· Anbau und energetische Sanierung der Milos-Sovak-Schule in Hürth 1.475.000 €
· Errichtung eines Frauenhauses 1.333.000 €
· Sanierung und behindertengerechter Ausbau der Jugendbildungsstätte in Blankenheim 1.397.603 €
Sämtliche Maßnahmen wurden unter strikter Beachtung der Förderauflagen aus dem Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung vom 08.04.2009 basierend auf den Vorschriften des Zukunftsinvestitionsgesetzes und des
Investitionsförderungsgesetzes rechtzeitig zum 31.12.2011 fertiggestellt. Alle dem Rhein-Erft-Kreis zur Verfügung stehenden Mittel wurden bei der Landesregierung termingerecht abgerufen.
Während der zeitgleichen Arbeit an vier Projekten kam es in der Umsetzungsphase aber immer wieder zu besonderen Heruasforderungen, welche es aufgrund des engen Zeitfensters auszuräumen galt.
"Das war zeitweise ein Ritt auf der Rasierklinge", so Baudezernent Michael Vogel. "Denn wir mussten immer das enge Zeitfenster im Auge haben, zum 31.12.2011 mit allen Baumaßnahmen gleichzeitig fertig zu werden. Und gerade die Errichtung des Energie-Kompetenz-Zentrums war hierbei eine besondere Herausforderung, sowohl
baulich als auch zeitlich. Wurde doch direkt zu Beginn der Bauarbeiten für das EKoZ, ohnehin auf schwierigem Baugrund, eine alte Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, die dann direkt zu einer Bauverzögerung geführt hat, denn die Zuwegung zum Gebäude musste komplett überdacht und neu geplant werden", so Vogel weiter.
Besonders lobend äußerten sich beide Dezernenten über die Arbeit des Hochbauamtes.
"Einen Großteil der Maßnahmen haben wir als Kreis selber geplant, die Bauleitung und die Umsetzung lagen in der Verantwortung von Udo Hambach, Amtsleiter des Hochbauamtes. Hier wurde hervorragende Arbeit geleistet, galt es doch, vier Baustellen gleichzeitig im Wege der Bauleitung zu betreuen. Bei der Errichtung des Frauenhauses hat unsere Architektin, Verena Stupp gezeigt, dass das gesamte technische und organisatorische know-how im Kreishaus vorhanden ist. Wir können schon ein Stück weit stolz sein auf die Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Cremer und Vogel unisono.









