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Graupapageien stehen seit Anfang Februar unter Höchstschutz

17.02.17 09:08 Uhr
Sie pfeifen, flöten, rufen „Cocco ist lieb“ und imitieren den Klingelton des Telefons. Graupapageien sind bei Vogelhaltern wegen ihrer Intelligenz und ihres Sozialverhaltens besonders beliebt.
© Rhein-Erft-Kreis
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Deshalb wurden die Tiere in den vergangenen 30 Jahren in großen Mengen in ihren natürlichen Lebensräumen in Zentral- und Westafrika gefangen und nach Europa exportiert.

Nach Auskunft des Veterinäramtes des Rhein-Erft-Kreises zählen Graupapageien immer noch zu den am meisten gehaltenen Großpapageien. Beide Vertreter dieser Art, der häufigere Kongo-Graupapagei als auch der seltenere Timneh-Graupapagei, stehen bereits seit 1981 unter Artenschutz und sind seit 1987 meldepflichtig.

Wegen der anhaltend drastischen Bestandsrückgänge in der freien Wildbahn und des illegalen Schmuggels von Wildfängen wurden Graupapageien auf der letzten Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens unter höchsten Schutz gestellt.

Folglich gelten seit einigen Tagen für den Handel mit Graupapageien strengere Regelungen: Wildfänge dürfen nicht mehr kommerziell gehandelt werden, aber auch legale Nachzuchten in Gefangenschaft sind unmittelbar von den Restriktionen betroffen. Graupapageien dürfen somit ab dem 04.02.2017 nicht mehr ohne EG-Vermarktungsbescheinigung verkauft oder in sonstiger Weise vermarktet werden.

Dieses Dokument muss bei der zuständigen Artenschutzbehörde, bei der das Tier gemeldet ist, beantragt werden. Das Veterinäramt erteilt hierzu weitere Auskünfte unter 02271/83-4215 oder auch per Mail an carmen.reinders@rhein-erft-kreis.de.