Verbraucher- und Umweltschutz - Geflügelpest/Vogelgrippe


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Geflügelpest/Vogelgrippe

16.11.16 14:15 Uhr
Der Begriff "Vogelgrippe" ist der Oberbegriff, für alle Erkrankungen, die bei Geflügel von Influenzaviren ausgelöst werden.

Man unterscheidet dabei hochpathogene (HPAI = high pathogene aviäre Influenza) und niedrig pathogene (LPAI = low pathogene....) Viren. Behördliche Maßnahmen werden erst bei Fällen von hochpathogener Vogelgrippe ausgelöst. Ausschließlich die Erkrankungen durch hochpathogene Varianten heißen auch "Geflügelpest".

Zudem muss man unabhängig von der hohen oder niedrigen Pathogenität unterscheiden, ob die jeweiligen Viren für Menschen pathogen sind.

Derzeit haben wir es in Norddeutschland und Süddeutschland mit H5N8 zu tun, das für Geflügel hochpathogen, für den Menschen nach derzeitiger Einschätzung aber ungefährlich ist.

  • Das Virus H5N8, das die Fälle derzeit verursacht, ist für den Menschen ungefährlich.. 
  • Dem Kreisveterinäramt können tote Wildvögel gemeldet werden. Diese werden dann ggf. zur Untersuchung gebracht, wenn die Amtstierärztin dies in Absprache mit dem LANUV für erforderlich hält. Ein besonderer Verdacht liegt dann vor wenn mehrere tote Wildvögel an einem Ort aufgefunden werden. Dies gilt für Hühnervögel, Gänsevögel, Greifvögel, Eulen, Regenpfeiferartige, Lappentaucherartige und Schreitvögel. Singvögel, und Tauben sind nicht betroffen. 
  • Ab dem 23.12.2016 gilt für das gesamte Gebiet des Rhein-Erft-Kreises eine Aufstallungspflicht für alle Halter von Geflügel. Aufstallung bedeutet Unterbringung in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die nach oben dicht gegen Einträge von Wildvögeln gesichert ist und eine gesicherte Seitenbegrenzung hat, damit keine Wildvögel in Kontakt mit dem Geflügel kommen. Wichtig ist, dass auch das Futter so gelagert wird und Tränken so angebracht sind, dass Wildvögel diese nicht erreichen können. 
  • Weiterhin gilt die Eilverordnung des Bundes. Jeder Geflügelbetrieb, auch Hobbyhalter, muss sogenannte Biosicherheitsmaßnahmen ergreifen. Das bedeutet so wenig Personen wie möglich in die Ställe bzw. zu den Tieren zu lassen und zur Pflege oder Fütterung der Tiere Schutzkleidung und Überschuhe zu tragen. Der Zugang zu den Tieren muss mit einer in Desinfektionsmittel getränkten Matte ausgelegt sein.
    Zudem muss über den Bestand ein schriftliches Register geführt werden, in dem alle Tiere sowie die Zu-und Abgänge verzeichnet sind. Die Eilverordnung des Bundes gilt zunächst bis zum 20.5.2017 
  • Jeder Halter von Geflügel muss die Anzahl der gehaltenen Tiere bei der Tierseuchenkasse melden. Bei einem Ausbruch der Geflügelpest in einem nicht-gemeldeten Bestand ist der Halter regresspflichtig. 
  • Treten in Geflügelhaltungen innerhalb von 24 Stunden Verluste von mindestens 3 Tieren auf, muss der Halter sich beim Veterinäramt melden.
  • Alle Geflügelausstellungen und -börsen sind untersagt.

Bei Fragen können Sie sich an das Veterinäramt unter 02271/83-3901 wenden.

Stand 06.02.2017:
Das Amt für Verbraucherschutz, Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Rhein-Erft-Kreises entlässt sieben der zehn Kommunen des Kreises aus der Aufstallungspflicht für Geflügel.

Für Hürth, Erftstadt und Kerpen gilt wegen der in den Kommunen gegebenen hohen Geflügeldichte die Aufstallungspflicht weiterhin.