Kennzeichnung von Eiern im Einzelhandel
Die Kennzeichnung von Eiern ist genau geregelt.
Auf jedem Ei muss mittels Stempelaufdruck der Erzeugercode angebracht sein.
Der Erzeugercode gibt Auskunft über die Haltungsform ( 0=ökologisch, 1=Freiland, 2= Bodenhaltung, 3= Käfighaltung ), das Herkunftsland und die Betriebsnummer.
Damit kann der Verbraucher auch feststellen, ob es sich um ein Ei aus Deutschland handelt. Deutschland hat die Abschaffung der Legebatterien bereits jetzt umgesetzt. Deshalb kommen Eier, die mit 3-DE…. abgestempelt sind, zwar von Käfighühnern, aber nicht mehr aus Legebatterien sondern von Hühnern, die in sogenannten ausgestalteten Käfigen gehalten werden. Eier von Käfighühnern aus dem EU-Ausland oder aus Drittländern kommen mit großer Wahrscheinlichkeit noch aus Legebatterien.
Eierverpackungen müssen folgende Kennzeichnung haben:
- Güteklasse ( im Einzelhandel nur Güteklasse A)
- Gewichtsklasse
- Anzahl der Eier
- Name und Anschrift des Herstellers oder des Verpackers
- Mindesthaltbarkeitsdatum ( Legedatum plus maximal 28 Tage )
- Verbraucherhinweis (..nach Kauf bei Kühlschranktemperaturen aufbewahren)
- Haltungsform der Legehennen
- Packstellennummer
Beim Loseverkauf im Einzelhandel sind auf einem Schild an der Ware folgende Angaben verpflichtend:
- Güteklasse ( nur A)
- Gewichtsklasse
- Mindesthaltbarkeitsdatum
- Haltungsart
- Erläuterung des Erzeugercodes
Eier, die vom Erzeuger direkt ab Hof, auf einem Markt oder direkt an der Tür verkauft werden (max. 100 km Entfernung), müssen nur den Stempel mit dem Erzeugercode tragen. Eine Einstufung nach Güte- und Gewichtsklasse erfolgt dabei nicht.
Eier der Güteklase B dürfen nur an die Nahrungsmittelindustrie nicht aber über den Handel abgegeben werden.
Im Haushalt ist es wichtig, richtig mit Eiern umzugehen, weil möglicherweise Salmonellen oder andere gefährliche Keime verbreitet werden können.
Bakterien können vor allem auf der Schale sein.
Deshalb immer die Hände waschen, wenn man rohe Eierschalen angefasst hat. Auch Arbeitsflächen, und Geräte, die zur Zubereitung benutzt worden sind, müssen gründlich gespült werden, bevor sie wieder mit anderen Lebensmitteln in Kontakt kommen.
Wer ganz sicher gehen will, muss Eier so zubereiten, dass das Eigelb nicht mehr flüssig ist.
