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Energie Spartipp: Die Energiesparlampe

85 % aller Haushalte haben keine einzige Energiesparampe. Würden diese Haushalte sich nur je 3 Energiesparlampen anschaffen, so könnten allabendlich 5 Kernkraftwerke, bzw. 9 Kohlekraftwerke vom Netz gehen.

Unser tägliches Licht....

Damit wir tagein und tagaus in unseren Gebäuden gut beleuchtet sind, spendieren wir etwa 5-10 % unseres Stromverbrauches für das Betreiben von Lampen und Leuchten. Vor mehr als 100 Jahren erfunden, hat sich an der Technik der Glühbirnen nicht viel verändert und es ist fraglich, ob diese noch zeitgemäß ist. Denn es werden bei herkömmlichen Glühbirnen lediglich 10% der aufgenommenen Energie in Licht umgewandelt, der Rest entschwindet als Wärme. Energiesparlampen haben leider immer noch vielfach mit Vorurteilen zu kämpfen, daß das Licht ungemütlich sei und die Augen durch Flackern ermüden, die Lampen durch häufiges Ein- und Ausschalten sehr schnell kaputt gehen. Auch sind sie durch ihre höheren Anschaffungskosten scheinbar schnell im Nachteil. Bevor auf diese Dinge näher eingegangen wird, sollen zunächst die im Alltag am häufigsten gebrauchten Leuchtmittel vorgestellt werden:

Glühbirnen

Grundlage für das Licht der Glühbirne ist die Leitung elektrischen Stromes durch einen dünnen Wolframdraht in einem Vakuum. Das Metall fängt dabei an zu glühen und sendet, neben der fühlbaren Wärmestrahlung, auch sichtbares Licht aus. Die Lichtausbeute ist im Verhältnis zum Energieeinsatz ziemlich gering (10 %). Vorteilhaft sind lediglich die geringen Herstellungskosten.

Halogenlampen

Im Prinzip den Glühbirnen ähnlich, arbeiten die Halogenlampen im Glaskolben lediglich mit einer speziellen Gasfüllung, im wesentlichen Bromverbindungen. Diese sorgen dafür, daß sich der Glühfaden, der zudem viel dicker ist, regenerieren kann. Beide Umstände führen dazu, daß in der Regel die Lebensdauer verlängert wird und die erhöhte Glühfadentemperatur für eine 50 % größere Lichtausbeute sorgt.

Leuchtstofflampen

Im Inneren der Röhren der Leuchtstofflampen ist in einem Fast-Vakuum etwas Quecksilberdampf enthalten. Durch das Anlegen eines elektrischen Stromes werden diese Quecksilberatome so angeregt, daß sie ultraviolettes Licht abgeben. Erst eine spezielle Leuchtschicht am Glaskolben wandelt das kurzwellige UV-Licht in langwelliges, sichtbares Licht um, daher "Leuchtstofflampe". Im Verhältnis zur Glühbirne brachte diese Lampenart eine Steigerung der Lichtausbeute um das 5- bis 6-fache im Verhältnis zum Energieeinsatz.Ein direktes Anschließen von Leuchtstoffröhren ist nicht möglich. Sie benötigen einen Starter und eine Drosselspule (Vorschaltgerät). Beides macht die Lampe sehr schwer und unhandlich.Die ersten Generationen von Energiesparlampen versuchten die Form zu verbessern und in eine normale Glühlampenfassung zu integrieren.

Moderne Energiesparlampen

Die Weiterentwicklung der zuvor beschriebenen Leuchtstofflampen hat mit mehreren Nachteilen aufgeräumt. Zunächst wurde, trotz notwendigem aber nun wesentlich kleinerem Vorschaltgerät, das Gewicht und Volumen erheblich reduziert; deshalb auch die Bezeichnung Kompaktleuchtstofflampen.

Moderne Technik räumt mit alten Vorurteilen auf...

Die neuen elektronischen Vorschaltgeräte sind so gebaut, daß sie wesentlich mehr Ein- und Ausschaltvorgänge überstehen, als dies bei alten Lampen der Fall ist. Zum anderen wurde der 50 Hz Wechselstrom (50 Schwingungen pro Sekunde) elektronisch auf 30.000 Schwingungen pro Sekunde hochgeregelt. So konnte das Flimmern bzw. die Lichtschwankungen beseitigt werden.

Ein Weg aus der Energieverschwendung...

Energiesparlampen haben eine 5 X höhere Lichtausbeute als Glühlampen, da sie 80 % der eingespeisten Energie in Licht und nicht in Wärme umsetzen. So wird für die gleiche Lichtintensität 5 X weniger Energie verbraucht.

Längere Lebensdauer bei geringerem Stromverbrauch...

Ein entscheidendes Argument für die Nutzung derartiger moderner Leuchten ist die Tatsache, daß die Lebensdauer mehr als das 8-fache der von konventionellen Glühbirnen entspricht (Glühbirnen = 1000 Stunden, Energiesparlampen = mind. 8000 Stunden).