Fledermausschutz
Von den 20 heimischen Fledermausarten in Nordrhein-Westfalen sind bereits zwei ausgestorben bzw. verschollen, die übrigen sind mehr oder weniger stark gefährdet.
Ursachen liegen in der Verknappung der Insektennahrung als Folge des intensiven Einsatzes chemischer Bekämpfungsmittel und im Verlust geeigneter Lebensstätten. Fledermäuse benötigen sehr unterschiedliche Teillebensräume:
im Winter sind es die Quartiere für den Winterschlaf, im Sommer die Wohnquartiere und Wochenstuben zur Aufzucht der Jungen sowie Jagdquartiere.
Allgemeine Schutzmaßnahmen sind:
- Verzicht auf Gifteinsätze
- Erhaltung von Bergwerksstollen, Höhleneingängen und Brunnenschächten
- Dachstühle alter Gebäude vor der Renovierung oder vor dem Abriß auf Fledermausquartiere kontrollieren
- ausgehöhlte alte Laubbäume in Parks und Wäldern nicht abschlagen
- Altbauminseln in Forsten erhalten
- Aufstellen von Nistkästen
Oft sind es ehrenamtliche Naturschützer der ortsansässigen Naturschutzverbände, die sich dem Erhalt und der Pflege einzelner Fledermausquartiere annehmen.
