Ein-Topf


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"Ein-Topf" - Ein Modellprojekt im Übergang Schule - Beruf

Vortrag vorbereiten

"Ein-Topf" ist ein Modellprojekt des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW zur Berufsvorbereitung für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf. Es wird aus Mitteln des Landes NRW, des Europäischen Sozialfonds (ESF), der ARGE Rhein-Erft sowie des Rhein-Erft-Kreises gefördert. Der Rhein-Erft-Kreis ist zur Zeit eine von insgesamt sechs Modellregionen in Nordrhein-Westfalen. Im Rhein-Erft-Kreis ist das Modellprojekt am 01.09.2009 gestartet und zunächst bis zum 31.03.2011 finanziell gesichert.

Mit dem Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Düsseldorf übernimmt der Rhein-Erft-Kreis die Steuerungsfunktion im Übergangsmanagement. Im Dialog mit der Agentur für Arbeit, den Trägern berufsvorbereitender Maßnahmen sowie den Berufskollegs ist es das Ziel, die Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit der Berufsvorbereitung zu erhöhen. Damit Jugendliche den Übergang besser bewältigen können, setzt das Projekt bereits in der 8. Klasse an, so dass die gute Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht und den einzelnen Schulen im Rahmen des Potentialchecks nun auf das Übergangsverhalten der Jugendlichen ausgeweitet werden muss. Dies geschieht in enger Absprache mit der Berufsberatung.

Warum "Ein-Topf"?

alles ok

Wachsende Übergangsprobleme im Bereich Schule – Beruf ließen in NRW eine Vielfalt, Breite und Unübersichtlichkeit berufsvorbereitender Maßnahmen für Jugendliche entstehen. Die vielfältigen Angebote nach der allgemeinbildenden Schule sind mittlerweile weder für die Jugendlichen selbst noch für die beteiligten Akteure und Institutionen wirklich transparent und durchschaubar. Die Zugänge bzw. Verteilung der Jugendlichen auf die Angebotsvielfalt erfolgen vielfach schematisch bzw. pauschal nach zum Teil problematischen Kriterien.

Es ist unbestritten, dass eine große Zahl der Entlassschüler und -schülerinnen eine zusätzliche Förderung im allgemeinbildenden Bereich und in den Schlüsselkompetenzen zwingend benötigt, wenn sie als Bewerber/-innen auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gelten sollen.

Vor diesem Hintergrund versucht der Rhein-Erft-Kreis mit dem Modellvorhaben "Ein-Topf" den Herausforderungen gerecht zu werden, einen auf die individuelle Förderung der Jugendlichen ausgerichteten Ansatz in der Berufsvorbereitung zu entwickeln. Partner sind hierbei die Agentur für Arbeit, die ARGE, die Träger der berufsvorbereitenden Maßnahmen sowie die Berufskollegs.

Zielsetzung

Das "Ein-Topf-Programm" verfolgt dabei zwei wesentliche Ziele:

  • Die Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf ab der Klasse 8 in enger Zusammenarbeit mit der Schule vor Ort bei ihrer Entwicklung schulischer Kompetenzen sowie ihrer Schlüsselkompetenzen so zu unterstützen, dass sie das Ziel der Ausbildungsreife bzw. Beschäftigungsfähigkeit erreichen und somit ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt erhöhen. Mit dem Potenzialcheck ist hier bereits ein wichtiger Baustein für die gezielte Kompetenzentwicklung gelegt.
  • Die Schaffung einer transparenten Angebotsstruktur der Berufsvorbereitung, die auf den individuellen Förderbedarf der Jugendlichen ausgerichtet ist.

Umsetzung im Rhein-Erft-Kreis

gemeinsam lernen

An dem Programm, dass sich an alle Förder-, Haupt- und Gesamtschulen im Rhein-Erft-Kreis richtet, nehmen zur Zeit acht Hauptschulen, drei Förderschulen und eine Gesamtschule teil. Insgesamt werden derzeit ca. 120 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf der 8. Jahrgangsstufe von den drei Koordinatorinnen auf ihrem Weg in die Berufswelt unterstützt. In drei Jahren werden es dann ca. 300 Schülerinnen und Schüler sein, die von der 8. Jahrgangsstufe bis zum Übergang in eine passende Ausbildung oder Anschlussmaßnahme begleitet werden. In den Abgangsklassen wird der individuelle Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler in einem Beratungs- und Förderteam in Fallkonferenzen unter Federführung der Berufsberatung der Agentur für Arbeit organisiert. Entsprechende berufsvorbereitende Maßnahmen sollen dann entwickelt werden.

Steuerung des Gesamtprozesses

Die Auswahl und die Festschreibung der Inhalte im Rahmen der sogenannten "Ein-Topf-Maßnahme" sowie die Prozessbegleitung und -dokumentation der Entwicklungsprozesse der Jugendlichen, die an einer solchen Maßnahme teilnehmen, obliegt dem "Ein-Topf-Team" also dem Rhein-Erft-Kreis. Die Ausschreibung und Zuweisung der Jugendlichen mit Förderbedarf in diese Maßnahme erfolgt über die Agentur für Arbeit. Für das Gelingen des Vorhabens ist eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Rhein-Erft-Kreis, der Agentur für Arbeit, der Schulaufsicht, der ARGE, den Berufskollegs und weiteren Trägern der Berufsvorbereitenden Maßnahmen sowie den Kammern erforderlich. Die Koordinierungsaufgabe übernimmt hier der Rhein-Erft-Kreis.

Zur Steuerung des Gesamtprozesses wurde ein Beirat gegründet, der sich wie folgt zusammensetzt:

  • Rhein-Erft-Kreis: Dezernat II (Amt 51 Berufswahlorientierung, Amt 40 Schulverwaltung, Regionale Schulberatung)
  • Schulaufsicht für den Rhein-Erft-Kreis
  • ARGE Rhein-Erft-Kreis
  • Kreishandwerkerschaft Rhein-Erft
  • Industrie- und Handelskammer zu Köln
  • Handwerkskammer Köln
  • Regionalagentur Region Köln
  • Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW
  • G.I.B. (Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH)