Berufsorientierung


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Berufsorientierung

In der Abteilung Berufswahlorientierung sind eine Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben angesiedelt.

Im Fokus

Angefangen bei der Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW" mit der Kommunalen Koordinierungsstelle über den Potentialcheck, das Projekt "Komm auf Tour", die Ausbildungsbörse Bergheim im Medio bis hin zu Maßnahmen im Übergang und die Unterstützung regionaler Arbeitsmarktprojekte, deckt die Arbeit der Abteilung 40/4 von der schulischen Berufs- und Studienorientierung bis letztlich zur regionalen Arbeitsmarktlage viele Bereiche ab.

Die Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss- Übergang Schule – Beruf in NRW" (KAoA) zielt darauf ab, erfolgreiche Schulabschlüsse zu sichern und realistische Anschlussperspektiven für eine Berufsausbildung oder ein Studium zu eröffnen. Gute Ansätze und Einzelmaßnahmen sollen gebündelt und in ein Gesamtsystem der Berufs- und Studienorientierung überführt werden. Dabei werden vier zentrale Handlungsfelder benannt: 

  • Berufs- und Studienorientierung 
  • Übergangssystem 
  • Steigerung der Attraktivität des dualen Systems 
  • Kommunale Koordinierung

Die "Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf", die nunmehr seit dem 01.10.2012 beim Rhein-Erft-Kreis eingerichtet ist, hat die Aufgabe, die verschiedenen Maßnahmen - angefangen vom schulischen Bereich der gezielten Berufswahlorientierung und Berufsvorbereitung bis hin zur Steigerung der Attraktivität des dualen Systems - in der Region zu bündeln und zu koordinieren. Aufbauend auf der bisherigen Gremienstruktur werden die bisherigen regionalen Akteure im Rahmen des neuen Übergangssystems Schule-Beruf auch zukünftig eingebunden.

Im Rhein-Erft-Kreis gibt es die "Potenzialanalyse" besser bekannt als Potentialcheck bereits seit Jahren. Der Potentialcheck ist ein eintägiges Kompetenzfeststellungs-verfahren für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bzw. 9, das in allen allgemeinbildenden weiterführenden Schulen im Kreis bereits seit 2007 durchgeführt wird. Knapp 5.000 Schülerinnen und Schüler nehmen jährlich kreisweit teil.

Mit dem Potentialcheck gewinnen die Jugendlichen differenzierte Einblicke in ihre Fähigkeiten und Interessen. Unterschiedliche Testverfahren - je nach Schulform -liefern den Jugendlichen Empfehlungen für die Erkundung von Berufsfeldern und Praktika, die zu ihren Fähigkeiten, Kompetenzen und Interessen passen, und zeigen ihnen schulische sowie berufliche Perspektiven im Hinblick auf ihre weitere Lebensplanung auf.

Im Auftrag des Rhein-Erft-Kreises und der Agentur für Arbeit Brühl führte die Westfälische Wilhelms-Universität Münster eine wissenschaftliche Längsschnittstudie über die beruflichen Orientierungen und Übergangsprozesse der Jugendlichen im Rhein-Erft-Kreis durch. Dabei wurde als Kernelement auch der Potentialcheck evaluiert und als Instrument der BO für geeignet befunden.

Das Projekt "komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft" unterstützt Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen an Haupt-, Gesamt- und Förderschulklassen frühzeitig bei dem Entdecken ihrer Stärken. Das handlungsorientierte Ange-bot fördert die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ausbildungs- und Lebensweg und macht den Jugendlichen geschlechtersensibel ihre Alltagsstärken bewusst. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet interessierten Bundesländern bzw. landesweiten Institutionen eine konzeptionelle Anpassung des Rahmenangebotes "komm auf Tour" auf die landesspezifischen Anforderungen an. Im Rahmen von Landeskooperationen wird "komm auf Tour - meine Stärken meine Zukunft" in Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Regionaldirektion der BA in NRW und dem Schulministerium durchgeführt. Eine Weiterführung im REK wird für das Jahr 2015 angestrebt.

Die Ausbildungsbörse Bergheim findet im und um das MEDIO.RHEIN.ERFT statt und bietet ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm und Informationsangebot für junge Menschen im Rhein-Erft-Kreis. Die Kreisstadt Bergheim und der Rhein-Erft-Kreis laden gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern herzlich ein und möchten interessierte Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern und Lehrer mit den zahlreichen Vertretern der Aussteller sowie Referenten zusammenführen. Durch das breite Angebot der Ausbildungsbörse, wird die Berufsorientierung der jungen Menschen positiv unterstützt und jeder Jugendliche kann für sich wertvolle Informationen mitnehmen.

Wachsende Übergangsprobleme im Bereich Schule-Beruf ließen in NRW eine Vielfalt, Breite und Unübersichtlichkeit berufsvorbereitender Maßnahmen für Jugendliche entstehen. Der Rhein-Erft-Kreis hat als Kommunale Koordinierungsstelle die Aufgabe, eine Einschätzung und einen Abgleich zwischen der Nachfrage der jungen Menschen und den zielgerichteten Angeboten im Dialog mit den örtlichen Partnern vorzunehmen. So koordiniert der Rhein-Erft-Kreis u. a. die Bedarfsermittlungen in der Region für die Landesprogramme Produktionsschule.NRW und das Werkstattjahr. Mit dem Werkstattjahr wurde bereits seit 2011 im Rhein-Erft-Kreis ein niedrigschwelliges Angebot als Maßnahme im Übergang offeriert. Das Landesprogramm Werkstattjahr läuft im Sommer 2015 aus, um Parallelstrukturen mit dem Programm Produktionsschule.NRW zu vermeiden.

Darüberhinaus nimmt die Abteilung 40/4 regelmäßig an Treffen in der Regionalagentur Köln teil. Dort werden Förderprogramme koordiniert, regionale Besonderheiten definiert und durch Projektförderung verbessert. Somit ist auch ein Austausch zwischen dem Rhein-Erft-Kreis und den angrenzenden Regionen in diesem Bereich gegeben.