Muttermilch
Schadstoffbelastungen in der Muttermilch sind zurückgegangen!
Die "Nationale Stillkommission" am Robert-Koch-Institut in Berlin (vormals Bundesgesundheitsamt) hat mitgeteilt, daß aufgrund von getroffenen Maßnahmen ( wie z. B. Anwendungsverbote bzw. -empfehlungen) die Rückstände an persistenten (langlebigen) Organochlorverbindungen in den vergangenen Jahren erheblich zurückgegangen sind. Das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises möchte daher an dieser Stelle die werdenden Mütter über den derzeitigen Sachstand informieren. Als in der Muttermilch vorkommende Schadstoffe sind in erster Linie die langlebigen Organochlor-verbindungen zu nennen. Hierzu gehören:
- die Organochlorpestizide wie DDT, Lindan
- die polychlorierten Biphenyle (PCB) und die Dioxine und Furane
- Vom Alter der Mutter. Je älter die Mutter, umso höher die Gehalte.
- Von der Zahl der gestillten Kinder. Beim zweiten Kind sind die Gehalte niedriger (Auswaschungseffekt)
- Vom Gewicht der Mutter. Übergewichtige Mütter haben wegen der Konzentrierung der chlororganischen Substanzen im Fettgewebe häufiger eine geringere Belastung. Wie bereits oben schon erwähnt, konnte eine Beeinflussung durch den Wohnort, aber auch durch den Beruf bisher nicht festgestellt werden. Da die Schadstoffanreicherung im menschlichen Fettgewebe über viele Jahre erfolgt ist, bewirkt auch eine kurzfristige Nahrungsmittelumstellung vor Beginn des Stillens keine Reduzierung der Schadstoffbelastung. Sollte in einem besonderen Fall doch eine Muttermilchuntersuchung gewünscht werden, können die betroffenen Mütter sich an das Chemische Landes- und Staatliche Veterinäruntersuchungsamt, Postfach 1980 in 48007 Münster, Tel. 0251/9821-213 (Herr Dr. Fürst) wenden. Gegen Zahlung eines geringen Betrages wird die Muttermilch auf die o.g. Organochlorverbindungen untersucht. Für weitere Auskünfte steht Ihnen Herr Boll vom Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises zur Verfügung. Telefon: 02271/83-4535.
