Sozialpsychiatrischer Dienst - Psychiatrie und Psychotherapie


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Psychiatrie und Psychotherapie

Psychiatrie ist die Lehre von der Diagnostik, Therapie, Prävention und Rehabilitation psychischer Störungen einschließlich der dazu gehörenden wissenschaftlichen Grundlagenforschung.

Die Sozialpsychiatrie legt den Schwerpunkt auf die Bedeutung von sozialen Einflüssen auf die psychische Gesundheit und Krankheit. Der Gesetzgeber hat im Sozialgesetzbuch bestimmt, dass jeder Bürger, der körperlich, geistig oder seelisch behindert ist oder dem eine solche Behinderung droht, ein Recht auf die Hilfe hat, die notwendig ist, um die Behinderung abzuwenden, zu beseitigen, zu bessern, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu vermindern.

In diesen Kontext lassen sich auch die Aufgaben der unteren Gesundheitsbehörde im Bereich "Psychiatrie und Psychotherapie" einordnen. Das Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst weist den unteren Gesundheitsbehörden als Pflichtaufgabe zu, für die Hilfen an Menschen mit geistigen und seelischen Behinderungen, psychisch Kranken, Abhängigkeitskranken und ihren Angehörigen einen Sozialpsychiatrischen Dienst bereit zu stellen. 

Die Hilfen des Sozialpsychiatrischen Dienstes sind freiwillig, kostenlos, überkonfessionell und unterliegen der Schweigepflicht. Der Fachdienst leistet Hilfestellung zur Bewältigung von Lebensproblemen durch sozialarbeiterische und ärztliche Betreuungs- und Beratungsmaßnahmen. Vergleichen Sie hierzu auch bitte den einführenden Text auf unserer Portalseite.

Die Hilfestellung durch den Sozialpsychiatrischen Dienstes soll insbesondere dazu beitragen, dass Betroffene rechtzeitig medizinisch und ihrer Krankheit angemessen behandelt werden, und sicherstellen, dass zusammen mit der ärztlichen und psychotherapeutischen Behandlung psychosoziale Maßnahmen und Dienste in Anspruch genommen werden.

Schwerpunkt Suchtkrankenhilfe

Hier im Rhein-Erft-Kreis liegt einer der Schwerpunkte der Arbeit des Sozialpsychiatrischen Dienstes in der Suchtkrankenhilfe. Wir sind der führende regionale Dienstleistungsanbieter bei der Bekämpfung der Alkoholkrankheit. 

Ein weiterer Baustein der Suchtkrankenhilfe im Rhein-Erft-Kreis ist die Beratungsstelle des Caritasverbandes in Kerpen-Sindorf. Andererseits werden drogenabhängige Menschen nicht vom sozialpsychiatrischen Dienst des Rhein-Erft-Kreises beraten, sondern finden die notwendigen Hilfsangebote zum Beispiel bei der IBS - Information und Beratung zu Suchtlösungen, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Drogenhilfe Köln gGmbH, die in Bergheim und in Brühl eigene Beratungsstellen unterhält.

Sozialpsychiatrische Zentren

Für die große Gruppe der Psychisch Kranken sind wichtige Anlaufstellen die beiden Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ) in Quadrath-Ichendorf und in Hürth-Hermühlheim. Die Kontakt- und Beratungsstellen in den SPZ überschneiden sich in ihren Aufgabenfeldern teilweise mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst. Von Vorteil ist, dass das SPZ eine große Auswahl "offener" Angebote bereit hält, wo viele Patienten einen wichtigen Anker für ihre Tagesstruktur und für ihre Freizeitgestaltung finden.

Sprechstunden

Aus Gründen der Bürgernähe hat sich auch das Gesundheitsamt dieser regionalen Aufteilung angeschlossen und stellt die Leistungen des Sozialpsychiatrischen Dienstes an zwei Standorten in Hürth und Bergheim zur Verfügung.

Darüber bietet der Sozialpsychiatrische Dienst Sprechstunden vor Ort in den einzelnen Kommunen an.