Sozialpsychiatrischer Dienst
Der Sozialpsychiatrische Dienst berät und unterstützt Menschen mit psychischen Erkrankungen, mit gerontopsychiatrischen Störungen oder mit einer Suchtproblematik wie zum Beispiel Alkoholmissbrauch.
Die wichtigsten psychischen Erkrankungen sind
- Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis,
- Depressionen,
- bipolare Störungen oder
- neurotische Störungen wie Angst- und Panikstörungen,
- Zwangsstörungen,
- Burn-Out-Syndrom oder
- posttraumatische Belastungsstörungen.
Die beiden häufigsten gerontopsychiatrischen Erkrankungen sind die senile Demenz vom Alzheimer-Typ sowie wiederum Depressionen. Die häufigste Suchterkrankung in Deutschland ist der Alkoholismus.
Wem wird geholfen?
Die Beratung durch den Sozialpsychiatrischen Dienst ist kostenlos. Es ist nicht erforderlich, dass die Betroffenen krankenversichert sind. Der Sozialpsychiatrische Dienst wendet sich daher insbesondere auch an volljährige Bürger aus dem Rhein-Erft-Kreis, die aus dem Netz der kassenärztlichen Versorgung herausgefallen sind und/oder sich schon längere Zeit nicht mehr in ärztlicher Behandlung befinden.Der Sozialpsychiatrischen Dienst führt selbst keine ärztliche Behandlung durch, sondern zeigt Betroffenen und Angehörigen Wege auf, das in der Region vorhandene psychiatrische Betreuungs- und Behandlungsangebot in Anspruch zu nehmen.
Ziel der Hilfen
Ziel der Hilfen ist es, den betroffenen Menschen ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Die Hilfen können allerdings nur dann geleistet werden, wenn sie auch freiwillig angenommen werden. Alle Gespräche werden vertraulich behandelt. Der Sozialpsychiatrische Dienst unterliegt der Schweigepflicht.
Unterstützung auch für Angehörige
Nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch Angehörige, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen können sich an den Sozialpsychiatrischen Dienst wenden, sofern sie ihren Wohnsitz im Rhein-Erft-Kreis haben.
Art der Hilfen
Zu den Arbeitsweisen des Sozialpsychiatrischen Dienstes gehören insbesondere:
- Beratung und Hilfestellung in der Beratungsstelle und
- und bedarfsweise auch im Rahmen eines Hausbesuches,
- Koordination von Hilfsmaßnahmen,
- Diagnostik im Sinne einer medizinischen Abklärung des Einzelfalls sowie
- Vorsorgende Hilfen, um bei Beginn der Erkrankung oder Wiedererkrankung und bei sich anbahnenden Konfliktsituationen in hohem Maße sicher zu stellen, dass die Betroffenen einer rechtzeitigen Diagnostik und Therapie zugeführt werden können oder diesbezüglich zumindest aufgeklärt und beraten werden.
- Nachgehende Hilfen, um den Personen, die aus stationärer psychiatrischer Behandlung entlassen werden, durch individuelle Betreuung, Beratung und Einleitung geeigneter Maßnahmen die Wiedereingliederung in die Gemeinschaft zu erleichtern sowie eine erneute Krankenhausaufnahme zu vermeiden.
Kooperation
Eine enge Zusammenarbeit erfolgt mit anderen psychiatrischen Fachdiensten, sowohl ambulant als auch stationär, einschließlich der regional zuständigen Fachkliniken in Zülpich, in Düren und in Bonn sowie der Tageskliniken in Bedburg und in Hürth.
