J1-JA KLAR!?
917 Schüler im Alter zwischen 10 und 12 Jahren wurden getestet. Bei 201 (21,9%) der Untersuchten wurde ein auffälliger Sehtest festgestellt. 56 (6,1%) der Untersuchten hatten einen auffälligen Hörtest. Jugendliche dieser Alterstufe werden in der J1-Untersuchung zur Früherkennung und Prävention angesprochen.
Die genannten Zahlen belegen hinsichtlich der Hör- und Sehleistung die Notwendigkeit einer solchen Untersuchung. In diesem Alter liegt die letzte Vorsorgeuntersuchung (U9, falls wahrgenommen) bereits 5-7 Jahre zurück.
Im Frühjahr 2010 haben Mitarbeiterinnen des KJGD eine Befragung zur Akzeptanz der J1-Untersuchung aller 9. Klassen an 47 weiterführenden Schulen im Rhein-Erft-Kreis durchgeführt. 4180 Schüler nahmen an der Befragung teil (632 Jungen und 550 Mädchen).
Wer?
47 weiterführende Schulen (Haupt-, Real-. Gesamtschulen, Gymnasien) im Rhein-Erft-Kreis
Ziel:
Erhebung der Ausgangslage zur J1-Akzeptanz im Rhein-Erft-Kreis
Ergebnis:
- 47 weiterführende Schulen werden besucht (Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien)
- 4180 befragte Schüler (2120 Jungen, 2060 Mädchen)
- 1182 Schüler geben einen Migrationshintergrund an (632 Jungen, 550 Mädchen)
- 1548 (37,3%) der befragten Schüler haben die J1 wahrgenommen
- Mädchen (840) nahmen die J1 häufiger wahr als Jungen (708)
- Schüler mit Migrationshintergrund nahmen die J1 seltener in Anspruch (148 Jungen und 163 Mädchen)
- Schüler der Gymnasien nahmen am häufigsten an der J1 teil (759), gefolgt von den Schülern der Realschulen (492), Hauptschulen (171) und Gesamtschulen (135)
- 633 Schüler gaben gesundheitliche Probleme an
Fazit:
Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst im Rhein-Erft-Kreis beabsichtigt in einem Zeitraum
Von 3 Jahren Maßnahmen durchzuführen, die zur Verbesserung der Teilnahme an der J1 führen.
Dazu gehört z.B. ein Hör- und Sehtest mit Impfpasskontrolle und Bewerbung der J1 in den 6. Klassen
der weiterführenden Schulen. 2013 soll eine erneute Schülerbefragung durchgeführt werden. Über die
Ergebnisse werden wir informieren.
