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Die Kommunen des Rhein-Erft-Kreises vor den Herausforderungen des demografischen Wandels/Schwerpunkt: Wohnen im Alter

"Die Kommunen des Rhein-Erft-Kreises vor den Herausforderungen des demografischen Wandels/Schwerpunkt: Wohnen im Alter – das ist der Projektvorschlag, den ich in Zusammenarbeit mit der Bürgermeisterin der Kreisstadt Bergheim der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) NRW, Abt. Köln, Anfang 2009 für das Projektstudium 2009/2010 unterbreitet hatte, denn sinkende Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung haben zur Folge, dass auch die Menschen in unserem Kreisgebiet immer älter werden. Dieser Trend erfordert von der Kommunalpolitik Richtungskorrekturen in fast allen Lebensbereichen, um den Herausforderungen des demografischen Wandels, insbesondere auch auf dem Gebiet der Seniorenpolitik, zu begegnen. Eine Tendenz in der kommunalen Seniorenpolitik zeichnet sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt deutlich ab: Ambulante Versorgung vor stationärer Unterbringung älterer Menschen – und das möglichst unter Beibehaltung der Eigenständigkeit. Neue Wohnmöglichkeiten, die in anderen Regionen bereits Gang und Gäbe , in unserem Kreisgebiet bisher jedoch nicht etabliert sind, stellen ein generelles Ziel kommunaler Seniorenpolitik dar, dem sich auch der Rhein-Erft-Kreis nicht verschließen möchte", so Landrat Werner Stump.

Der Auftrag an die 14 Studierenden der FHöV NRW, Abt. Köln, zielte u.a. darauf ab, seniorengerechte Wohnmöglichkeiten vorzustellen, die auch im Fall der Pflegebedürftigkeit Lebensqualität bieten und Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen. Ein wichtiges Anliegen ist es, für die Menschen im Rhein-Erft-Kreis ein zuverlässiger und kompetenter Ansprechpartner zu sein. Grundvoraussetzung für bürgernahe Arbeit ist dabei die Einbeziehung der Meinung der Bürgerinnen und Bürger. Aus diesem Grunde war eine aktive Analyse der Wünsche, Vorstellungen und Erwartungen notwendig, die stellvertretend für die Menschen im Kreisgebiet anhand eines Querschnittes am Beispiel der Bergheimer Bevölkerung im Rahmen einer postalischen Bürgerbefragung durchgeführt wurde.

Unterschiedlichste Fragestellungen, die von der Projektgruppe erarbeitet wurden, sollten Aufschluss darüber geben, wie die Bergheimer beispielsweise derzeit leben, künftig leben möchten, was ihnen beim Wohnen im Alter wichtig ist, welche sozialen Angebote bereits genutzt werden bzw. beabsichtigt sind, in Zukunft zu nutzen. Fragen hinsichtlich der Wohn- und Lebensqualität erschienen den Studierenden ebenso wichtig wie die Frage, ob sich die Befragten in ihrem Stadtteil sicher fühlen. Auch die Möglichkeit für Verbesserungsvorschläge sah die Meinungsumfrage vor. Neben der Bürgerbefragung dienten auch die Auswertungsergebnisse von Interviews als Basis für die zu erstellende Projektarbeit, die sowohl mit Experten auf lokaler Ebene als auch mit Experten, die kreisweit tätig sind, durchgeführt wurden.

Neben den unterschiedlichsten Wohnformen wurden in der Zeit vom 27. Oktober 2009 bis 4. Januar 2010 Themenbereiche wie „Demografische Entwicklung“, „Demenz“, „Wohnraumanpassung“, „Wohnumfeld“, „Ehrenamtliches Engagement und Netzwerke“, „Handlungsansätze für öffentliche und gesellschaftliche Akteure“ sowie „Konkrete Handlungsansätze für die Kreisstadt Bergheim“ ausführlich behandelt und zu einer umfangreichen Projektarbeit zusammengeführt.

Es ist zu berücksichtigen, dass es sich bei der Projektarbeit weder um eine demografische Erhebung des Rhein-Erft-Kreises noch um ein Gutachten eines durch die Kreisverwaltung beauftragten Unternehmens handelt.

Strategien gibt es viele. Entscheidend für den Erfolg einer Kommune ist die konkrete Umsetzung vor Ort. Aufgrund des Studiums dieser Projektarbeit hat es jede Leserin und jeder Leser in der Hand, diesem langfristigen Ziel ein kleines Stück näher zu rücken.