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Gesundheitsamt Rhein-Erft-Kreis erinnert an den Welt-Aids-Tag

01.12.14 12:02 Uhr
Der Welt-Aids-Tag am 01. Dezember wurde erstmalig 1988 von der WHO ausgerufen und gehört seit 1996 zum ständigen Programm der UNAIDS, einer Unter-Organisation der UNO.

Alle mit dem Thema befassten Einrichtungen nutzen den 01. Dezember seitdem zu Aufklärungskampagnen, um global auf das Schicksal von HIV-Infizierten und an AIDS erkrankten Menschen hinzuweisen und Vorurteile bzw. Ängste in der Bevölkerung abzubauen.

Denn auch 27 Jahre nach dem 1. Welt-Aids-Tag erfahren die Betroffenen immer noch Diskriminierung und Stigmatisierung! Nach einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts leben in Deutschland zurzeit etwa 80.000 Menschen mit einer HIV-Infektion. Dank moderner Medikamente haben die meisten von ihnen eine fast normale Lebenserwartung. Beruf und Freizeit können gestaltet werden, wie bei jeder/m anderen auch – zumindest theoretisch. Praktisch gestaltet sich das Zusammenleben oft komplizierter, wenn im näheren Umfeld immer noch die unbegründete Angst vor einer Ansteckung existiert.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat daher die Kampagne "Positiv zusammen leben" ins Leben gerufen und möchte damit zu mehr Gelassenheit im Umgang mit HIV-Positiven aufrufen. "Dürfte Dein Kind mit einem HIV-Positiven Kind spielen" oder "Würdest Du mit einem HIV-Positiven zusammen ziehen" wird zum Beispiel auf Plakaten und Postkarten gefragt und gleichzeitig erklärt, warum es hierbei kein Ansteckungsrisiko gibt. So soll die unbegründete Angst vor einer HIV-Übertragung thematisiert und Respekt wie auch Normalität im Umgang mit HIV-positiven Menschen gefördert werden.

Dr. Franz-Josef Schuba, Leiter des Gesundheitsamtes, weist darauf hin, dass es leider immer noch zu viele Menschen gebe, die nichts von ihrer Infizierung wissen und somit weitere Personen unbewusst anstecken könnten. Darüber hinaus gelte der Grundsatz: Je früher mit einer Therapie begonnen wird, desto größer sind die Chancen auf ein langes Leben trotz einer HIV-Infektion (laut Robert-Koch-Institut leben in Deutschland immer noch etwa 14.000 Menschen, die von ihrer HIV-Infektion keine Ahnung haben). Daher sei das Benutzen eines Kondoms nicht nur eine Verhütungsmethode, sondern immer noch der sicherste Weg, sich vor einer Infektion zu schützen.

Die AIDS-Beratungsstelle des Gesundheitsamtes bietet einen kostenlosen, anonymen und freiwilligen HIV-Test an. Darüber hinaus wird jeden Dienstag eine offene Sprechstunde zwischen 9 – 11 Uhr angeboten. Eine vorherige Terminabsprache ist empfehlenswert. Ansprechpartnerin ist Frau Kaienburg, Telefon 02271/ 83 – 4354.

Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 01. Dezember wird die AIDS-Beratungsstelle des Gesundheitsamtes des Rhein-Erft-Kreises einen Informationsstand am Haupteingang der Kreisverwaltung aufbauen und steht für Fragen zum Thema AIDS/HIV zur Verfügung.