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Wasserstoff-Hybridbusse rollen im Rhein-Erft-Kreis

10.05.11 09:11 Uhr
Seit letzter Woche fahren die ersten beiden schadstofffreien Wasserstoff-Hybridbusse im Rhein-Erft-Kreis.

NRW-Wirtschafts- und Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger, der RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach, RVK-Aufsichtratsvorsitzender Landrat Günter Rosenke und Landrat Werner Stump stellten die beiden Busse offiziell in einer Feierstunde in Hürth vor.

Landrat Werner Stump betonte während der Präsentation im Hürther UCI-Kino, das mit dem Einsatz der Wasserstoff-Hybridbusse ein bedeutender Schritt in eine nachhaltige Mobilität vollzogen wird.

"Dem Ziel, in Zukunft eine unabhängige und klimaschonende Energieversorgung zu gewährleisten, sind wir mit der Realisierung des Projektes ein Stück näher gekommen", so Landrat Werner Stump.

Der Rhein-Erft-Kreis, die Stadtwerke Hürth und Brühl sind neben der Initiative HyCologne e.V. die Kooperationspartner der RVK in diesem Projekt.

Zunächst werden die beiden wasserstoffbetriebenen Busse in einer fünfjährigen Testphase sowohl im Regionallinienverkehr des Rhein-Erft-Kreises und auch im Stadtverkehr in Hürth und Brühl eingesetzt. Es handelt sich hierbei genau genommen um wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Hybridbusse, die im Gegensatz zu Diesel-Hybridbussen keinerlei klimaschädliche Schadstoffe ausstoßen. Lediglich klimaneutraler Wasserdampf wird von diesen Fahrzeugen ausgestoßen.

Die neuartigen Gelenkbusse tragen die Typbezeichnung "Phileas" und sind im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden gefertigt worden. Mit circa 18 Metern Länge sind die Busse die derzeit längsten ihrer Art weltweit. Als Treibstoff dient Wasserstoff, der im Hürther Chemiepark Knapsack als Nebenprodukt anfällt und somit sinnvoll weiter genutzt werden kann. Dort befindet sich auch die erste öffentlich zugängliche Wasserstofftankstelle in NRW, an der die Busse künftig betankt werden.

Der Wasserstoff wird im Bus mit Hilfe einer Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt. Dies geschieht durch eine elektrochemische Reaktion von Sauerstoff und Wasserstoff. Zusätzlich kann das Hybrid-System die bei jedem Bremsvorgang entstehende Energie zwischenspeichern und dann beim Beschleunigen wiederverwerten.

Das Projekt wird in internationalen Initiativen vom Hürther Verein HyCologne-Wasserstoff Region Rheinland e.V. vertreten und von der FH Köln und der RWTH Aachen wissenschaftlich begleitet. Geld kam zur Umsetzung dieses ambitionierten Projektes aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, dem Land NRW, den Städten Hürth und Brühl und dem Rhein-Erft-Kreis.