Wasserstoff-Hybridbusse jetzt im Linienverkehr
Kurz nach 12.00 Uhr verließ der futuristisch anmutende Gelenkbus die Haltstelle am Kreishaus, um den Linienverkehr der Linie 960 aufzunehmen.
Ein öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ohne jegliche Schadstoffemissionen ist daher im Rhein-Erft-Kreis und in Köln von nun an keine Zukunftsmusik mehr. Seit heute verkehren hier erstmals zwei Brennstoffzellen-Hybridbusse mit Wasserstoffantrieb. Die Busse werden gleichermaßen im Stadtverkehr von Hürth und Brühl sowie auf den Regionallinien des Rhein-Erft-Kreises eingesetzt. Durch den gelegentlichen Einsatz auf der Linie 978 fahren sie auch bis nach Köln zum Hauptbahnhof.
Mit Hilfe einer Brennstoffzelle wird Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt. Die Busse mit der Typbezeichnung "Phileas" stoßen lediglich reinen Wasserdampf aus.
Die Fahrzeuge sind mit 18 Metern die ersten Gelenkbusse mit Brennstoffzellen-Antrieb weltweit. Wasserstoff ist der Kraftstoff der Zukunft: Er belastet die Umwelt nicht mit Kohlendioxyden (CO2) sowie Rußpartikeln und ist im Prinzip grenzenlos verfügbar, da er aus Wasser erzeugt wird. Auch alle weiteren Emissionen werden gegenüber konventionellen Dieselbussen um 99 Prozent reduziert. Die Motoren unterschreiten somit bereits heute alle festgelegten zukünftigen EU-Abgasgrenzwerte.
RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach betont: "Durch diese beiden Busse erleben wir schon heute den ÖPNV der Zukunft. Wir freuen uns, sie jetzt im regulären Linienbetrieb einsetzen zu können. Unser Ziel ist, diese Technologie weiter auszubauen und flächendeckend zu betreiben. Dafür müssen alle Beteiligten aus Politik, Wirtschaft und Forschung weiter an einem Strang ziehen."
Landrat Werner Stump ist ohnehin für neue Technologien zu begeistern und zeigt sich über die Aufnahme des Linienverkehrs sehr erfreut.
"Wir sind eine innovative Region und zeigen dies mit dem Einsatz dieser hochmodernen und energieeffizienten Fahrzeuge im Linienverkehr", so Stump.
