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Viele Wege, ein Ziel

18.03.14 12:20 Uhr
Wegbegleitung Berufsorientierung an Haupt- und Förderschulen
Bild von: Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat
v.l.n.r.: Teilnehmerin Jennifer und Projektleiterin Nadine Heyer
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

"Auch wenn es ein längerer Weg ist, ich habe mein Ziel klar vor Augen und werde diesen Weg gehen!" ist Jennifer sich sicher, "Ich habe diesen Weg mit unserer Wegbegleiterin erarbeitet. Ich bin glücklich mit meiner Entscheidung und fühle mich wohl hier!". Jennifer kommt von einer Förderschule und macht gerade im CJD Bildungswerk Frechen eine Ausbildung zur Hauswirtschaftshelferin. Dort erhalten rund 300 junge Menschen mit Lernbehinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf im Rahmen einer beruflichen und sozialen Rehabilitation die Chance auf Ausbildung mit Kammerabschluss in 30 anerkannten Berufen. Die Ausbildungen und berufsvorbereitenden Maßnahmen im CJD Frechen werden im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt. Zuvor war Jennifer Teilnehmerin des Projekts "Wegbegleitung Berufsorientierung an Haupt- und Förderschulen".

"Die Wegbegleitung Berufsorientierung war ein wichtiger Baustein im Übergang Schule-Beruf. Die guten Quoten belegen der Erfolg der Maßnahme", so Anton-Josef Cremer, Schul- und Sozialdezernent des Rhein-Erft-Kreises.

In der Maßnahme "Wegbegleitung Berufsorientierung", getragen vom Rhein-Erft-Kreis und dem Jobcenter Rhein-Erft, wurden ausgewählte Jugendliche an Haupt- und Förderschulen im Übergang Schule-Beruf individuell gefördert. In den Blick genommen wurden bei den Jugendlichen vor allem die sozialen Kompetenzen, wie zum Beispiel ein freundlicher Umgang mit anderen Personen oder Verantwortungsbewusstsein. Aber auch die individuellen Stärken und Interessen jedes Schülers und jeder Schülerin wurden aufgedeckt und gefördert. Alle Jugendlichen haben sich während der individuellen Beratung, die ab der achten Klasse erfolgt ist, stetig nach ihren Möglichkeiten positiv entwickelt und fast alle waren beim Abgang von der Schule in der Lage, für sich selbst klare Ziele und einen Weg zu benennen.

Im Übergang sind 33 von 37 Jugendlichen aus dem Projekt ihren geplanten Weg gegangen und an ihrem Ziel angekommen. Diese Erfolgsquote beruht nicht zuletzt auch auf der Vorbereitungsarbeit und Unterstützung durch die Wegbegleiterin. Ein wichtiges Ziel des Projekts mit präventivem Ansatz war es, die Jugendlichen zu befähigen sich selbst helfen zu können und eigenständig Entscheidungen zu treffen.

Zentral war auch das Stärken der Handlungsfähigkeit und des Selbstvertrauens jedes Schülers und jeder Schülerin durch die Wegbegleiterin. Die Jugendlichen haben gelernt, sich selbst mehr zuzutrauen und sich ihnen stellenden Aufgaben positiv und handlungsorientiert zu begegnen. Diese Ziele wurden nach Einschätzung aller Projektbeteiligten erreicht. Die Jugendlichen starten somit positiv in ihren neuen Lebensabschnitt.

Herbert Botz, Geschäftsführer des Jobcenter Rhein-Erft zeigte sich über das Projekt erfreut. "Dieser Projektverlauf bestätigt meine Einschätzung, dass Jugendliche mehr Potenzial haben, als ihnen vielerorts zugetraut wird. Nur, wir alle dürfen unsere jungen Leute nicht hängenlassen, sondern wir müssen sie aktiv und individuell unterstützen", so Botz.

Jennifer ist glücklich im CJD Bildungswerk in Frechen und sieht ihrer Zukunft positiv entgegen. Sie fühlt sich schulisch gut unterstützt und hat durch ein Praktikum schon ihre Traumarbeitsstelle fest im Blick: "Ich möchte später einmal als Hauswirtschaftshelferin im Altenheim arbeiten", so Jennifer.