Sonderschulrektor Winfried Ponsens bekam für sein Lebenswerk die Heinrich-Böll-Friedenstaube überreicht
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- Winfried Ponsens (links) bekommt von Herrn Harren (rechts) die Heinrich-Böll-Friedenstaube überreicht
An der Heinrich-Böll-Schule, Förderschule des Rhein-Erft-Kreises für emotionale und soziale Entwicklung, wurde der langjährige Schulleiter Winfried Ponsens verabschiedet.
Der stellvertretende Landrat Willy Harren erinnerte an die Übertragung der Schulleiteraufgaben 1993 und las aus dem Bewerbungsschreiben vor, in dem Winfried Ponsens sein besonderes Anliegen einer modernen Personalführung und Unterrichtsentwicklung für die Heinrich-Böll-Schule vorgetragen hatte. Er hob hervor, dass Ponsens dies auch umgesetzt und die Schule sich seitdem so weiterentwickelt habe, dass sie heute bei den Eltern schwieriger Schüler trotz ihres Sonderstatus ausgesprochen beliebt sei.
Der Elternvertreter überreichte im Namen der Elternschaft ein großzügiges Geschenk und überschüttete den scheidenden Schulleiter mit Lob für sein besonders Engagement, die Schülerinnen und Schüler wieder in das Regelschulsystem zurückzuführen.
Schulrätin Hedwig Imhoff hob besonders den Gestaltungswillen und die Kompromissbereitschaft hervor, erinnerte an die Gründung und zusätzliche Übernahme der kommissarischen Schulleitung der Albert-Einstein-Schule durch Winfried Ponsens und die in der gesamten Region einmalige Installation eines speziellen Konzeptes und eigener Klassen für autistische Schüler. Der Konrektor der Schule, Johannes Krakau, stellte besonders die hohe Teamfähigkeit seines "Schulleiters" heraus.
Er fasste seine Unterrichtsarbeit im sogenannten "Freio" (Trainingsraum) so zusammen: "Du hast den Schülern die Gelegenheit gegeben, sich selbst zu helfen. Schwierigsten Schülern, an die keiner mehr geglaubt hat, die als nicht beschulbar galten, denen hast du immer wieder eine neue Chance gegeben. Du hast die Uhr wieder auf Null gestellt, ihnen gezeigt, dass sie doch Fähigkeiten haben, du hast immer an ihre Stärken geglaubt und sie unterstützt, sich selbst zu entwickeln."
Für die Schaffung eines solchen Konzepts im Bereich des öffentlichen Schulwesens überreichte der stellvertretende Landrat Willy Harren im Anschluss Winfried Ponsens die Heinrich-Böll-Friedenstaube. Diese Auszeichnung ist vorher schon vielen berühmten Menschen wie dem Dalai Lama; dem Bundespräsidenten Wulff, Papst Benedict und anderen Personen des öffentlichen Lebens verliehen worden. Er überreichte diese Taube im Namen des Künstlers Richard Hillinger, der in diesem Jahr mit der Überreichung der Heinrich-Böll-Friedenstaube einmal nicht die Prominenz sondern die stillen Arbeiter an den Schulen des Landes auszeichnen will für ihren Einsatz für eine friedlichere Welt und die Menschenrechte. Bei der Suche ist er auf die Heinrich-Böll-Schule aufmerksam geworden, die besondere Konzepte entwickelt hat, damit Schule, auch eine Schule für sogenannte schwierige Schüler, ein sicherer und friedlicher Ort für Kinder ist.
Am Ende der Veranstaltung übereichte Winfried Ponsens seinem Nachfolger Johannes Krakau symbolisch den goldenen Generalschlüssel für die Heinrich-Böll-Schule. Johannes Krakau aus Köln wird die Nachfolge des scheidenden Schulleiters antreten. Der zweifache Familienvater ist seit drei Jahren als Konrektor der Heinrich-Böll-Schule tätig und hat sich besonders ausgezeichnet durch seine natürliche Fähigkeit, Impulse zu geben und umzusetzen und ganz besonders Netzwerke des Gelingens aufzubauen.
