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Stress im Beruf macht krank

31.01.13 07:27 Uhr
Landrat Werner Stump ergreift Initiative

Die Pressemeldungen sind in diesen Tagen stark von dem Thema "Stress im Beruf" geprägt. In der öffentlichen Verwaltung wie auch in der Privatwirtschaft werden die Folgen der Überbelastung deutlich. Hohe Krankenziffern belegen das.

Hier ist "Multitasking" eine neue Ursache und Zeiterscheinung. Wir telefonieren, wir faxen und mailen, wir facen und twittern und wir rationalisieren, wo immer es nur geht.

Der Arbeitsdruck durch Arbeitsverdichtung wie auch durch die Bewältigung privater Belastungen Erziehung/Pflege naher Angehöriger) verstärkt den Druck auf die Menschen.

Die Ursachen liegen häufig auch darin begründet, dass mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllt werden müssen, der Termin- und Leistungsdruck zunimmt, die häufige Unterbrechung durch "Multitasking" stark zugenommen hat, Erholungspausen ausgelassen werden, Samstags- und Sonntagsarbeit zur Gewohnheit geworden ist, die regelmäßige Arbeitszeit weit überschritten wird und letztlich wiederum durch "Multitasking" die ständige Ruf- und Einsatzbereitschaft, also Verfügbarkeit, Normalität ist.

Stump: "Ich selber habe diesen Druck immer auch bei mir erlebt und habe mich für einen weiteren Lebensweg entschieden, der auf "Entschleunigung" setzt."

Landrat Werner Stump will nicht nur auf Ursachenforschung gehen. Er will aus Erkenntnissen und den damit verbundenen Auswertungen auch konkrete Schlussfolgerungen ziehen. Diese müssen Veränderungen in der Arbeitswelt wie auch in der familiären Verantwortung nach sich ziehen.

"Therapien für den gesunden Menschen" fordert der Landrat, also vorsorgliches Handeln, damit der Mensch erst gar nicht krank wird, denn, so Stump, wir müssen doch nicht immer in der Reparaturwerkstatt landen. Diese ist auch nicht mehr in der Tragweite der Entwicklung bezahlbar.

Der Landrat, Vorsitzender des regionalen Projektausschusses der "Regionale 2010", ein Strukturwettbewerb für die Großregion Köln/Bonn und umliegende Kreise, weist auf ein Projekt der "Regionale 2010", dem Forschungslabor ":envihab" im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln hin. Hier sollen komplexe Fragestellungen eines geschlossenen Lebenserhaltungssystems "environmental habitat", kurz ":envihab" genannt, und die Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt erforscht werden.

Das kurz vor der Fertigstellung stehende Forschungslabor soll einen Auftrag durch das Land NRW zur Ursachenforschung und Folgenabschätzung für den Bereich "Polizei" erhalten.

Landrat Werner Stump, Chef der Kreispolizeibehörde im Rhein-Erft-Kreis, sieht hier einen konkreten Handlungsansatz. In einer Zuschrift an den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen empfiehlt er auf der Grundlage einer Projektskizze die Erstellung einer Studie, mit der der besonderen Belastung von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Wach- und Wechseldienst nachgegangen wird. Letztlich sollen aus den Untersuchungsergebnissen Konsequenzen für den Alltag in der Polizeiarbeit gezogen werden.

Der Landrat will zusammen mit dem Innenminister das Großlabor besuchen und für einen ersten Untersuchungsauftrag durch das Land werben.

Stump: "Wir müssen alles unternehmen, um den Menschen in einer Zeit der Hochtechnologie den Raum für ein gesundes Leben zu sichern. Eigentlich fängt das Thema schon in der Kindheit an. Die erhebliche Zunahme von hyperaktiven Kindern ist erschreckend".