Aktuelles - Runder Tisch gegen häusliche Gewalt


Sie sind hier: Startseite > Themenbereich > Aktuelles > Meldung
Lesehilfen:lineare Seitendarstellung mehrspaltige Seitendarstellung Schriftgrad erhoehen Schriftgrad verkleinern

Runder Tisch gegen häusliche Gewalt

26.11.15 16:04 Uhr
Präsentation einer Notfallkarte
Bild von: Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat
Landrat Michael Kreuzberg und aktive Frauen des „Runden Tisches gegen häusliche Gewalt“ bei der Präsentation der Notfallkarte
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Gestern, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen traf sich der „Runde Tisch gegen häusliche Gewalt an Frauen und deren Kinder“ zu einer Veranstaltung im Kreishaus in Bergheim, um eine aktualisierte Fassung der sog. Notfallkarte vorzustellen.

Der Runde Tisch arbeitet jedes Jahr zu einem Schwerpunktthema. Die Schwerpunktthemen in diesem Jahr waren die Erstellung eines Leitfadens „ Hilfe bei häuslicher Gewalt“, eine Arbeitshilfe für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Job-Centers Rhein-Erft und externer Beratungsstellen sowie die Neuauflage, Aktualisierung und Übersetzung der sogenannten „Notfallkarte“ in neun Sprachen. Die Notfallkarte beinhaltet eine Sammlung von Kontaktdaten relevanter Hilfseinrichtungen. Sie wird den betroffenen Frauen direkt von der Polizei und beratenden Institutionen ausgehändigt.

Landrat Michael Kreuzberg betonte in seinem Grußwort, wie wichtig die in den vergangenen Jahren geschaffenen Strukturen im Rhein-Erft-Kreis gegen die häusliche Gewalt sind.

„Die Erfahrungen des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt an Frauen und deren Kindern im Rhein-Erft-Kreis haben gezeigt, dass sich durch das Gewaltschutzgesetz und infolge guter Kooperationen vor Ort die Hilfsangebote für Frauen, die häusliche Gewalt erleben, bewährt haben“, so Kreuzberg.

Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt an Frauen und deren Kinder besteht seit 2002. Seit dieser Zeit ist das Gewaltschutzgesetz in Kraft. Fachleute aus Politik, den kommunalen Verwaltungen, der Justiz, der Polizei, dem Opferschutz, den Beratungsstellen, dem Frauenhaus, den Frauenberatungsstellen und die Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Erft-Kreises arbeiten gemeinsam daran, die Situation von gewaltbetroffenen Frauen und deren Kinder öffentlich zu machen.

Nur mit der notwendigen öffentlichen Sensibilität können Strukturen sichtbarer – und damit auch verändert werden. Damit geht natürlich auch einher, dass den betroffenen Frauen die Einrichtungen bekannt gemacht werden, die ihnen Schutz und Hilfe bieten.