Aktuelles - Landrat Michael Kreuzberg begrüßt erstmalige Aufnahme neuer Rheinquerung in Bundesverkehrswegeplan


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Landrat Michael Kreuzberg begrüßt erstmalige Aufnahme neuer Rheinquerung in Bundesverkehrswegeplan

17.03.16 14:43 Uhr
Der Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans 2030 beinhaltet auch die seit vielen Jahren diskutierte Rheinquerung bei Köln-Godorf/Wesseling/Niederkassel.

Die Rheinquerung ist Bestandteil der 10,2 km langen A 553 (Projektnummer A 553-G10-NW), die die A 555 (Köln-Godorf) mit der A 59 (Köln-Lind) verbinden soll. Bei dem 367,2 Mio. Euro teuren Projekt handelt es sich um ein "Neues Vorhaben-Weiterer Bedarf mit Planungsrecht". In diese Dringlichkeitskategorie werden Vorhaben eingestuft, denen ein grundsätzlicher verkehrlicher Bedarf zugeschrieben wird, deren Investitionsvolumen jedoch den voraussichtlich bis 2030 zur Verfügung stehenden Finanzrahmen überschreitet. Die Projektplanung kann dennoch aufgenommen werden. Wegen des hohen Planungsaufwandes für ein solches Großprojekt wäre ein Baubeginn vor 2030 ohnehin unrealistisch.

"Das die Maßnahme mit einem Nutzen-Koster-Faktor von mehr als 10 bewertet worden ist, zeigt eindrucksvoll", so Landrat Michael Kreuzberg, "welche verkehrliche Bedeutung eine neue Rheinquerung für den nationalen und regionalen Verkehr hat. Da noch keine konkreten Planungen vorliegen und der Bundesverkehrswegeplan nach dem Grundsatz "Erhalt vor Neubau" erstellt worden ist, war von vorn herein klar, dass neue Maßnahmen kaum Chancen hatten, in den "vordringlichen Bedarf" aufgenommen zu werden. Deshalb werte ich es als Erfolg, dass es uns gemeinsam mit unseren Partnern in der Metropolregion Rheinland gelungen ist, die neue Rheinbrücke im Bundesverkehrswegeplan zu verankern; auch angesichts der Mittelaufteilung zwischen Straße, Schiene und Wasserstraße nach dem Verhältnis 49,4 : 41,3 : 9,3".

Die Brücke sollte unbedingt von vorn herein als kombinierte Straßen- und Schienenbrücke projektiert werden. Hierdurch könnten sich völlig neue Perspektiven für den Güterverkehr und den Schienenpersonennahverkehr ergeben. Von einer besseren Schienenanbindung an Köln würde auch der Rhein-Sieg-Kreis sehr profitieren.

Das Thema "Bundesverkehrswegeplanung" steht bereits auf der Agenda des nächsten Treffens der Metropolregion Rheinland Anfang April in Düsseldorf. Hier soll beraten werden, wie die einzelnen Projekte im Rheinland weiter voran gebracht werden können.

Erstmals findet im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung auch eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Ab dem 21. März haben alle Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, im Internet unter www.bvwp2030.de Hinweise und Bedenken einzubringen. Die Unterlagen sollen zusätzlich auch in einigen Städten ausgelegt werden. Landrat Michael Kreuzberg fordert deshalb alle Einwohner des Rhein-Erft-Kreises auf, sich aktiv an der Bundesverkehrswegeplanung zu beteiligen.

"Es wäre zielführend, wenn nicht nur Bedenken gegen bestimmte Vorhaben geäußert, sondern auch Zustimmung zu den Maßnahmen zum Ausdruck gebracht werden könnten, die die Verkehrsverhältnisse im Lebensumfeld der Bürgerinnen und Bürger in den Städten an Rhein und Erft nachhaltig verbessern", so Kreuzberg.