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Rhein-Erft-Kreis ermittelt angemessene Unterkunftskosten und bittet Bürger um Mithilfe

19.01.16 11:43 Uhr
Wie viel darf eine Mietwohnung kosten?

Für den Rhein-Erft-Kreis ist diese Frage dann wichtig, wenn der Kreis die Miete im Rahmen von Hartz IV oder der Grundsicherung bezahlt. Wie alle Kommunen in Deutschland muss er den Spagat schaffen, einerseits bedürftigen Bürgern eine adäquate Unterkunft zu finanzieren, andererseits aber die Kosten in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Deshalb will der Rhein-Erft-Kreis nun ermitteln lassen, wie hoch die sogenannten angemessenen – und damit vertretbaren – Kosten der Unterkunft im Kreisgebiet sind.

Zu seiner Unterstützung hat der Rhein-Erft-Kreis die Unternehmensberatung Rödl & Partner engagiert. Sie soll ein schlüssiges Konzept erarbeiten, das mathematisch-statistischen Kriterien genügt. Dadurch wird anschließend das tatsächliche Mietniveau für Wohnungen des einfachen und grundliegenden Standards im Kreisgebiet abgebildet. Aus diesen Daten können die Mitarbeiter des Jobcenters und des Sozialamtes ersehen, ob die Unterkunftskosten im jeweils vorliegenden Fall angemessen sind.

Mithilfe der Bürger benötigt

In das Konzept fließen viele unterschiedliche – stets aber anonymisierte – Daten ein. Um die angemessene Miethöhe möglichst genau abzubilden, ist der Rhein-Erft-Kreis auch auf die Mithilfe der Bürger angewiesen. In den kommenden Wochen wird er deshalb eine Vielzahl von Mietern, Vermietern und Baugenossenschaften anschreiben, um über einen Fragebogen Informationen zur jeweiligen Miethöhe zu erhalten.
Es werden keine personenbezogenen Daten gesammelt. Lediglich Wohnungsdaten werden benötigt. Basierend auf dieser Grundlage werden dann die neuen Richtlinien ermittelt, nach denen der Kreis künftig die Kosten der Unterkunft für Hartz-IV- und Grundsicherungsempfänger übernehmen wird.

Bei der Umsetzung der neuen Regelung geht der Rhein-Erft-Kreis neue Wege. Nachdem das Projekt abgeschlossen ist, kann der Kreis über eine spezielle Software die Daten regelmäßig aktualisieren. Damit können die Angemessenheitsgrenzen für einen begrenzten Zeitraum eigenständig auf dem neuesten Stand gehalten werden und müssen nicht – wie in anderen Kreisen und Kommunen üblich – bereits nach einem Jahr wieder mit externer Unterstützung aktualisiert werden.

Nähere Informationen hierzu erteilen:

  • Herr Schall, Büro des Landrates, unter: 02271/83 1009 
  • Rödl & Partner unter: 0911/91 93 40 00

Für die Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Erft-Kreises bedanken wir uns herzlich.