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Rhein-Erft-Kreis bringt 150 Flüchtlinge in Hürth unter

16.10.15 08:49 Uhr
Bezirksregierung Köln bittet Kreis um Unterstützung

Die Bezirksregierung Köln hat unter Hinweis auf eine krisenhafte Zuspitzung der Anzahl neuankommender Flüchtlinge im Land Nordrhein-Westfalen nun auch den Rhein-Erft-Kreis unmittelbar gebeten, für 250 Flüchtlinge Notunterkünfte im Kreisgebiet zu schaffen. Bisher war die Bezirksregierung auf neun der zehn Kommunen direkt zugegangen.

Auf Anfrage hat die Stadt Elsdorf sich bereit erklärt, für 100 Flüchtlinge eine Unterbringungsmöglichkeit zu schaffen, da sie seitens der Bezirksregierung Köln bisher für die Unterbringung nicht in Anspruch genommen worden ist. Die verbleibenden 150 Flüchtlinge werden seitens des Rhein-Erft-Kreises nach eingehender Prüfung nun in der Sporthalle des Goldenberg Berufskollegs in Hürth untergebracht. Die Bezirksregierung Köln hat den Kreis gebeten, die Unterkünfte bis Freitag, 16. Oktober 2015 herzurichten und die "Einsatzbereitschaft" zu melden, um dann Personen aufnehmen zu können. Wann genau mit einer Zuweisung von Flüchtlingen zu rechnen ist, ist derzeit nicht absehbar. Die Kreisverwaltung hält für diesen Zweck einen Bereitschaftsdienst der Beschäftigten vor, die bei der Erstankunft der Flüchtlinge die Registrierung und Einweisung in die Unterkunft vornehmen.

Ordnungsdezernent Martin Schmitz hat den Krisenstab des Rhein-Erft-Kreises aktiviert, um in der sehr kurz bemessenen Frist am Goldenberg Europakolleg in Hürth entsprechende Unterkunftsmöglichkeiten zu schaffen.

Derzeit arbeiten die verschiedensten Ämter der Kreisverwaltung in Abstimmung mit dem späteren Betreiber der Einrichtung, der Johanniter Unfallhilfe mit Hochdruck an der Herrichtung der 3-fach-Sporthalle.

Natürlich hat die Unterbringung der Flüchtlinge in der Turnhalle des Goldenberg Berufskollegs auch Konsequenzen für den dort stattfindenden Schul- und Vereinssport. Die Unterbringung in der 3-fach-Sporthalle ist jedoch nur von vorübergehender Natur, bis eine geeignetere Unterkunft gefunden ist.

Die im Nahbereich des Berufskollegs wohnende Bevölkerung wurde in Abstimmung mit der Stadt Hürth mittels eines Flugblattes über die neue Situation informiert und um Verständnis für die Maßnahme gebeten.

Die Turnhalle am Berufskolleg wurde mit Bedacht ausgewählt, weil sie einerseits die räumlichen Voraussetzungen für die Unterbringung von 150 Menschen erfüllt und andererseits über einen separaten Zugang verfügt, so dass der Schulbetrieb nicht übermäßig beeinflusst wird.

"Wir bitten die unmittelbaren Anwohner des Goldenberg Europakollegs in Hürth um ihr Verständnis für die Maßnahme und um Ihr Wohlwollen", so Kreisdirektor Michael Vogel.