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Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL)

30.10.13 10:25 Uhr
Rhein-Erft-Kreis führt neue Stelle im Rettungsdienst ein
Bild von: Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat
links: Ordnungsdezernent Martin Schmitz und Teilnehmer der Schulung "Organisatorischer Leiter Rettungsdienst" an der Feuerwehrschule des Rhein-Erft-Kreises in Bedburg-Rath
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Der Rhein-Erft-Kreis wird zum 01.11.2013 eine neue verantwortliche Position im Rettungsdienst einführen, die des Organisatorischen Leiters Rettungsdienst (OrgL). Die OrgL bilden mit ihren Kollegen der Feuerwehr sowie den Leitenden Notärzten die Einsatzleitung im Rettungsdienst an einer Unfallstelle. Insbesondere bei Großschadenslagen, im Volksmund Katastrophenfälle genannt, oder auch bei mittelgroßen Gefahrenlagen, wie etwa bei Unfällen mit mehr als fünf Verletzten oder Betroffenen, führen und koordinieren die Organisatorischen Leiter die Einsatzkräfte und Einsatzmittel des Rettungsdienstes. Neben der Erfassung und Versorgung von Patienten wird beispielsweise auch der Transport von Patienten durch die Organisatorischen Leiter koordiniert. Dafür steht ihnen ein spezielles Einsatzfahrzeug zur Verfügung, das durch den Rhein-Erft-Kreis beschafft wurde.
Um eine 24-Std.-Bereitschaft der organisatorischen Leiter Rettungsdienst sicherzustellen, haben der Rhein-Erft-Kreis und die kreisangehörigen Kommunen, die den Rettungsdienst im Auftrag des Kreises vor Ort durchführen, eng zusammengearbeitet. Der Dienst wird akquiriert aus den Führungskräften der Feuerwehren. Der Dienst wechselt regelmäßig im Rahmen eines kommunalübergreifenden Dienstplans. Die Einführung dieser Funktion im Bereich des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes spiegelt die eng vernetzte und gute Zusammenarbeit zwischen der Kreisverwaltung und den Feuerwehren der Städte wider.

Am 30.10.2013 absolvierten die Organisatorischen Leiter Rettungsdienst ein Fortbildungsprogramm, das von dem zuständigen Fachbereich der Kreisverwaltung organisiert wurde. Das Programm wurde von verschiedenen Referenten gestaltet, die die Rettungsdienst- und Katastrophenschutzstrukturen im Rhein-Erft-Kreis
beleuchteten (ASB, DRK, JUH, MHD, Feuerwehr Frechen). Im Mittelpunkt stand dabei, einen möglichst vollständigen Überblick über die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr im Rhein-Erft-Kreis zu geben. Darüber hinaus sollte der Tag Gelegenheit zum Austausch für die Führungskräfte bieten. 

Das Thema Einsatzplanung für einen Massenanfall von Verletzten wird den Rhein-Erft-Kreis auch noch in den nächsten Wochen weiter beschäftigen. Erst im Juli diesen Jahres wurde durch das Ministerium für Inneres und Kommunales NRW ein neues Landeskonzept für die Gefahrenabwehrplanung bei Großschadensereignissen,
ausgedehnten Flächenlagen und Katastrophen vorgelegt, das durch die Kreisverwaltung derzeit auf die Gegebenheiten im Rhein-Erft-Kreis in gemeinsamer Arbeit mit den Einsatzeinheiten im Katastrophenschutz und den kreisangehörigen Feuerwehren angepasst wird.