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"Notruf 112 europaweit"

11.02.16 12:04 Uhr
Die Notrufnummer 112 kann Leben retten.

Fast allen Bürgern und sogar auch schon Kindern ist die Notrufnummer bekannt und sie wissen, dass sie über die Notrufnummer Hilfe anfordern können.

Jedoch wissen laut einer Eurobarometer-Umfrage nur 17 Prozent der deutschen Bevölkerung, dass der Notruf 112 europaweit gilt. Dabei kann die Notrufnummer bereits seit Dezember 2008 in allen 27 europäischen Mitgliedsstaaten gebührenfrei und aus allen Festnetz- und Mobilfunknetzen gewählt werden, um die Gefahrenabwehr zu erreichen. Das kann Leben retten!

Zum 11.02., dem Aktionstag "Europäischer Tag des Notrufes 112", möchten deshalb die Kreisverwaltung des Rhein-Erft-Kreises gemeinsam mit den zehn kreisangehörigen Feuerwehren der Städte Bedburg, Bergheim, Brühl, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim und Wesseling ein wichtiges Signal setzen und darüber informieren, dass der Notruf 112 nicht nur in Deutschland, sondern europaweit für schnelle, zuverlässige Hilfe steht.

Für den Rhein-Erft-Kreis läuft die Notrufnummer 112 in der Leitstelle für Feuerschutz, Rettungsdienst und Großschadensereignisse in Kerpen auf, die rund um die Uhr besetzt ist. An bis zu 13 Einsatzplätzen erfolgt hier die Disposition der Einsätze. Die Notrufe werden hier nach einem strukturierten Abfrageschema bearbeitet, so dass die erforderlichen Rettungskräfte schnell den hilfesuchenden Bürger vor Ort erreichen können. So wurden im Jahr 2015 durch die Kreisleitstelle 90.971 Notrufe angenommen und bearbeitet.

Hinsichtlich der Verwendung der Notrufnummer 112 geben der Rhein-Erft-Kreis und die kreisangehörigen Feuerwehren folgende Hinweise:

  • Wann sollte die 112 angerufen werden?
  • Wählen Sie die 112 nur im Notfall, um den Rettungsdienst oder die Feuerwehr zu rufen. Wenn Sie zum Beispiel dringend medizinische Hilfe brauchen, Zeuge eines schweren Verkehrsunfalls werden oder feststellen, dass ein Gebäude brennt. 
  • Rufen Sie die 112 nicht für allgemeine Verkehrsmeldungen, Wetterberichte, allgemeine Informationen oder Fragen an. 
  • Unnötige Anrufe können die Kapazitäten in der Notrufbearbeitung binden und so das Leben derer gefährden, die wirklich dringend Hilfe benötigen. 
  • Scherzanrufe können ebenfalls die Reaktion auf echte Notfälle verzögern.
    Was geschieht, wenn Sie die 112 anrufen? 
  • Eine speziell ausgebildete Person in der Kreisleitstelle nimmt Ihren Anruf entgegen. Sie kümmert sich unmittelbar um Ihr Anliegen und entsendet bei Bedarf den Rettungsdienst oder die Feuerwehr und gibt Ihnen Hilfestellung.
  • Sie werden aufgefordert, Angaben zu dem Geschehen zu machen, Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer zu nennen. Anrufer müssen sich identifizieren, damit derselbe Notfall nicht doppelt gemeldet wird. 
  • Wenn Sie die 112 irrtümlich angerufen haben, legen Sie nicht auf! Sagen Sie einfach, dass alles in Ordnung ist. Sonst muss eventuell ein Rettungsdienst losgeschickt werden, um zu prüfen, ob ein Notfall vorliegt.

Um den Bekanntheitsgrad des europaweiten Notrufes 112 zu steigern, finden am heutigen Aktionstag zahlreiche Informationsveranstaltungen statt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt auf seiner Webseite www.bbk.bund.de weitere Hintergrundinformationen zum europäischen Notruf 112. Ebenfalls stellt der Deutsche Feuerwehrverband auf seiner Facebook-Seite www.facebook.de/112willkommen Hintergrundinformationen für Bevölkerung und Feuerwehren zur Verfügung.