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Nationaler Radverkehrsplan 2020

12.06.13 07:40 Uhr
Eröffnung der Praxisphase des Modellprojekts: "Markierung von Schutzstreifen außerorts" im Rhein-Erft-Kreis und in Köln

Der Rhein-Erft-Kreis und die Stadt Köln nehmen an dem bundesweiten "Modellversuch zur Abmarkierung von Schutzstreifen außerorts und zur Untersuchung der Auswirkungen auf die Sicherheit und Attraktivität im Radverkehrsnetz" teil.

Im Rahmen dieses Modellversuchs wird auf außerörtlichen Verbindungsstraßen, die nicht mit Radverkehrsanlagen ausgestattet sind, eine gesicherte Führung mit Fahrradschutzstreifen getestet. Kriterien für die Auswahl der Modellstrecken waren unter anderem ein Fahrbahnquerschnitt bis zu 7,50 m Breite und eine relativ geringe Verkehrsbelastung (weniger als 4.000 Kraftfahrzeuge/24 Stunden).

Mit Einführung der Fahrradschutzstreifen durch die sogenannte "Fahrradnovelle" 1997 in die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) wurde die Radverkehrsführung mit Fahrradschutzstreifen außerorts sowie in Kreisverkehren aus Verkehrssicherheitsgründen bisher ausgeschlossen. Für Außerortsstrecken erfolgte dies seinerzeit mangels vorhandener Erkenntnisse zunächst nicht.

Dieses Forschungsdefizit wird nun in dem Projekt "Markierung von Schutzstreifen außerorts" aufgegriffen und soll die Auswirkungen auf die Sicherheit und Attraktivität im Radverkehrsnetz untersuchen. Dabei soll diese verkehrlich und ökologisch interessante Lösung für überörtliche Straßenverbindungen für den Alltags- und Freizeitradverkehr in Deutschland erprobt und wissenschaftlich begleitet werden.

Das Projekt wird aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans gefördert.

In der ersten Phase des Projekts wurden die Kriterien und Fragestellungen der Untersuchung festgelegt und die konkreten Modellstrecken von der Projektgruppe ausgewählt.

Diese befinden sich in den kommunalen Gebietskörperschaften:
Mecklenburg-Vorpommern (für das Amt Dömitz-Malliß)
Landkreis Northeim (Niedersachsen)
Landkreis Grafschaft Bentheim (Niedersachsen)
Fontanestadt Neuruppin/Landkreis Ostprignitz-Ruppin (Brandenburg)
Rhein-Erft-Kreis (Nordrhein-Westfalen)
Stadt Köln (Nordrhein-Westfalen)

Als gemeinsames Testfeld des Rhein-Erft-Kreises und der Stadt Köln wurde die Pohlhofstraße (K10) für den Modellversuch ausgewählt.

Im Teilprojekt wurden in der Stadt Köln außerdem die Strecken Thenhover-Escher-Weg (K9), Pescher Straße (K10) und Pescher Weg / Mengenicher und im Rhein-Erft-Kreis die K46 zwischen Erftstadt Dirmerzheim und Erftstadt Kierdorf in den Versuch einbezogen.

Der Modellversuch wird bis Ende 2014 wissenschaftlich begleitet. In Abhängigkeit von den gemachten Erfahrungen werden die Schutzstreifen dann nach Abschluss des Projektes in 2015 beibehalten oder entfernt.

Die Projektleitung des Gesamtprojektes liegt beim Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, Abteilung Landesentwicklung, Schlossstraße 6-8, 19053 Schwerin, Tel: 0385 / 588 8431, Fax: 0385 / 588 8042, Email: bernd.sievers@em.mv-regierung.de.

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